An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entsteht ein neues Zentrum für Evolutionsforschung – 140 Mitarbeitende und Forschende sollen dort ab 2027 aktuellen Fragen aus Medizin, Umweltschutz und Nahrungsmittelproduktion nachgehen.
Wie können antibiotika-resistente Bakterien wirksam bekämpft werden? Und wie können gesunde Mikroorganismen bei Menschen, Tieren oder Pflanzen unterstützt werden? Mit diesen aktuellen Fragen aus Medizin, Umweltschutz und Nahrungsmittelproduktion beschäftigen sich künftig rund 140 Mitarbeitende und Forschende in einem neu errichteten Zentrum für Evolutionsforschung: Das Center for Fundamental Research in Translational Evolutionary Biology (CeTEB) eröffnet in rund zwei Jahren am Bremerskamp an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Rund 20 Monate nach der Grundsteinlegung haben Finanzministerin Silke Schneider und Wissenschaftsministerin Karin Prien nun mit allen Beteiligten das Richtfest gefeiert.
Groß angelegtes Bauvorhaben
Bereits 2020 hat das Land gemeinsam mit weiteren regionalen Partnern einen städtebaulichen Rahmenplan für den Bremerskamp entwickelt. Auf einer Fläche von zehn Hektar sollen hier künftig neue Flächen für Forschung und Lehre entstehen – angefangen mit dem CeTEB. Mit dem Bau des Evolutionsforschungs-Zentrums beginne nun die Umsetzung des Rahmenplans, sagte Wissenschaftsministerin Prien.
Investition in den Studienstandort
Damit investiere das Land gemeinsam mit dem Bund in den nächsten Jahre massiv in den Studienstandort Kiel und Schleswig-Holstein. "In direkter Nachbarschaft zum CeTEB werden auf dem Gelände Bremerskamp in den kommenden Jahren weitere wichtige Forschungsgebäude entstehen, unter anderem das Forschungsgebäude ARCWorlds und das neue Biologiezentrum", ergänzte Prien. "Durch die Bündelung dieser hochmodernen Forschungsbauten an einem Standort entsteht ein Forschungsumfeld, welches wichtige und vielversprechende Synergieeffekte ermöglichen wird."
Nachhaltigkeit im Fokus
Beim Bau liegt ein besonderer Schwerpunkt auf nachhaltigen Bauelementen: Unter anderem wird die Fassade begrünt, auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert und ein Glasdach versorgt die Räume mit Tageslicht. Damit zeige das Leuchtturmprojekt, wie Klimaschutz, Forschung und Landesbau Hand in Hand gingen, betonte Finanzministerin Silke Schneider. "Mit rund 68 Millionen Euro investieren wir gemeinsam mit dem Bund in eine innovative und hochmoderne Forschungsinfrastruktur in Schleswig-Holstein", lobte sie. "Mit Dachbegrünung, Photovoltaik und klimafreundlicher Wärmeversorgung als zentrale Bausteine für eine nachhaltige Zukunft."
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