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Tag der deutschen Einheit 2019 – Mut verbindet

Staatskanzlei

Unter dem Motto "Mut verbindet" feiert der echte Norden im kommenden Jahr den Tag der deutschen Einheit mit einem großen Bürgerfest.

Ein stilisierter Leuchtturm in den Farben der deutschen Flagge, dessen Scheinwerfer rechts und links den Bildrand berühren. Darüber steht das Motto "Mut verbindet"

"Wir stehen hochmotiviert in den Startlöchern und freuen uns sehr darauf, unsere Gästen Schleswig-Holstein als innovatives, modernes und weltoffenes Land zu präsentieren", sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei der Vorstellung des Veranstaltungskonzepts. "Wir wollen ein fröhliches, attraktives, aber kein überdimensioniertes Fest feiern."

Ein Fest für die Demokratie

Für den Regierungschef ist der Tag der Deutschen Einheit auch ein Fest für die Freiheit, für Demokratie und Vielfalt. Die Feierlichkeiten am 2. und 3. Oktober seien eine Chance, denjenigen ein Signal der Zuversicht entgegenzusetzen, die die Gesellschaft auseinandertreiben und spalten wollten. Das Motto sei ihm auch ein politisches Anliegen, erklärte Günther: "Es ist vor allem dem Mut der Menschen in der damaligen DDR zu danken, dass die Grenze durch Deutschland und Europa gefallen ist und wir seit bald 30 Jahren in einem wiedervereinigten Deutschland leben."

Einsatz für Europa

Umso ernüchternder seien die zunehmenden politischen Fliehkräfte in Deutschland und Europa. Ohne eine Einheit Europas wäre die Einheit Deutschlands nicht möglich gewesen, betonte Günther. Er wolle deshalb Mut machen, diesen Bewegungen entschlossen entgegenzutreten. Mit Blick auf die im kommenden Jahr stattfindende Wahl zum Europäischen Parlament sagte er: "Die großartige Idee eines Europa, in dem Menschen in Frieden, Freiheit und Wohlstand zusammenleben, ist nicht selbstverständlich – sie muss gelebt, bewahrt und täglich weiter erarbeitet und erstritten werden."

Auf einen Blick – Der Tag der deutschen Einheit in Kiel

1. Das Motto lautet "Mut verbindet". Damit verbinden wir historische Erfahrungen mit aktuellen politischen Bezügen und schlagen eine Brücke in die Zukunft. Schleswig-Holstein ist geprägt von seiner einzigartigen Lage zwischen den Meeren, seiner wechselvollen deutsch-dänischen Geschichte und der Grenzöffnung vor drei Jahrzehnten.

2. Das Logo ist der Leuchtturm. Er ist die Verbindung zwischen Land und See, Schleswig-Holstein will das Verbindende in Deutschland und Europa nach vorne stellen. Das Logo verbindet Schwarz, Rot und Gold, Ost und West und symbolisch auch Bund, Länder und Kommunen.

3. Die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit teilen sich in den protokollarischen Teil und das Bürgerfest auf. Erwartet werden die Spitzen der Verfassungsorgane, also Bundespräsident, Bundeskanzlerin, Bundestagspräsident und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Zu den protokollarischen Veranstaltungen gehören der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, der ökumenische Gottesdienst in der Nikolaikirche und der Festakt in der Sparkassen-Arena sowie der anschließende Empfang des Bundespräsidenten.

4. Das Bürgerfest findet am Mittwoch, 2. Oktober, und am Donnerstag 3. Oktober, statt. Alle 16 Länder, zahlreiche gesellschaftliche Organisationen, der Schleswig-Holsteinische Landtag, die Verfassungsorgane und die Stadt Kiel präsentieren sich und bieten ein abwechslungsreiches Programm. Das Fest wird von der Staatskanzlei in Zusammenarbeit mit einer Agentur organisiert. Dazu kommen voraussichtlich bis zu 400 Helfer für das Bürgerfest, Begleitpersonen für VIPs und Bürgerdelegationen ("Scouts") sowie gut 150 Personen für Unterstützung der protokollarischen Veranstaltungen.

5. Die Kosten belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Euro. Weitere Mittel will das Land über Sponsoren einwerben. Die Landeshauptstadt Kiel unterstützt das Projekt: Schon jetzt bringen Mitarbeiter der Stadt ihre Erfahrungen mit der Kieler Woche in die Planungen ein.

6. Die Geschichte: Schleswig-Holstein war zuletzt 2006 Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten. Ursprünglich hätte das Land die Gastgeberrolle erst im Jahr 2022 wieder übernommen. Die Reihenfolge der Bundesratspräsidentschaften richtet sich nach der Einwohnerzahl der Länder, die 2013 korrigiert wurde. Grundlage dafür waren die Bevölkerungszahlen nach der Volkszählung "Zensus 2011". Damals wurde Schleswig-Holstein um drei Ränge vorgezogen.

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