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Menschen mit Behinderung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Landesregierung richtet die Weiterentwicklung der Politik für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren an der Leitorientierung "Inklusion" aus.

Die Politik für Menschen mit Behinderung hat in der Arbeit der Landesregierung in Schleswig-Holstein einen hohen Stellenwert.

Breite Debatte über das LBBG – Auftaktveranstaltung am 18.01.2019

Das „Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein (LBGG)“ wurde seit seiner Verabschiedung Ende 2002 mehrfach geändert und ergänzt. Heute, im Jahr 2019, ist es an der Zeit, seine Regelungen auf ihrer Aktualität und Angemessenheit hin zu überprüfen um den Entwicklungen im Bereich der Politik für Menschen mit Behinderungen Rechnung zu tragen.

Zum Beginn dieses Prozesses hat die Landesregierung am Freitag, 18. Januar 2019 von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten in eigener Sache, Beauftragte, Vertreterinnen und Vertreter von Interessenverbänden, Vereinen sowie Institutionen zu einer Diskussionsveranstaltung im Plenarsaal des Landeshauses eingeladen.

Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Gestern – Heute – Morgen: Wie aktuell ist das Landesbehindertengleichstellungsgesetz Schleswig-Holstein?“ und kann live im Internet verfolgt werden.

Die Veranstaltung wird vom Offenen Kanal Kiel ab 14.30 Uhr live als Videostream übertragen. Den Link dazu finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=AI5Nx--kBKs

Programm

Folgender Ablauf ist geplant:

14.30 Uhr Begrüßung und Grußwort des Sozialministers
14:40 Uhr Vortrag „Das LBGG – Erfahrungen und Anforderungen“ von Prof. Dr. Ulrich Hase, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung
15:05 Uhr Vortrag „Die Novellierung des LBGG – Impulse für den Beteiligungsprozess“ von Dr. Bernhard Rosendahl, Sozialministerium
15:30 Uhr bis 16:15 Uhr Pause
16:15 Uhr moderierte Diskussion: „Leitgedanke Inklusion – Was braucht ein modernes LBGG?
17:20 Uhr Ausblick: „Der Weg zum Gesetzentwurf – Wie geht es weiter?
17:30 Schluss

Ziel: Gleichberechtigte Teilhabe

Alle Menschen mit Behinderung müssen ihren Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft verwirklichen können. Dies ist gemeinsames Ziel in Politik und Gesellschaft. Dieses Ziel ist normiert in Gesetzen und formuliert in Programmen und Konzepten. Menschen mit Behinderung sollen selbstverständlich in der Mitte unserer Gesellschaft leben und am täglichen Zusammenleben teilhaben. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür sind die Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.

Ein Rollstuhlfahrer in einer Fußgängerzone Rollstuhlfahrer (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt / grafikfoto.de

"Inklusion" als Leitgedanke

Die Landesregierung richtet die Weiterentwicklung der Politik für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren an der Leitorientierung "Inklusion" aus. Diese Leitorientierung nimmt die zentralen Gedanken der Sozialgesetzbücher Neuntes Buch und Zwölftes Buch ebenso auf wie die Forderungen in den Grundsatzprogrammen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Der Blick wird vom Fürsorgegedanken stärker auf Kompetenz und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen gelenkt. Damit bekommen die wichtigen speziellen Leistungen für Menschen mit Behinderung auch den Stellenwert, dass sie die Voraussetzungen schaffen, unter denen Selbstbestimmung und Teilhabe erst möglich sind.

Aufgabe für die Gesellschaft

Inklusion bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte und Pflichten in der Gesellschaft. Niemand wird ausgegrenzt. Inklusion umsetzen heißt, dass in der Gesellschaft eine Veränderung im Denken und Handeln angestoßen wird. Diese Veränderung bewirkt, dass Menschen mit Behinderung anerkannt und selbstverständlich angenommen werden. Dies setzt voraus, dass Menschen mit Behinderung in ihren Fähigkeiten und in ihrem Recht auf Selbstvertretung gestärkt und in ihren individuell unterschiedlichen Bedarfen unterstützt werden.

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Barrierefreiheit – bei diesem Stichwort denken viele Menschen erstmal an Rollstuhl, Krankenkasse, Behinderung. Barrierefreiheit geht aber alle etwas an.

Weitere Informationen

Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) im Land Schleswig-Holstein

Jeder Mensch soll laut Gesetz die gleichen Möglichkeiten haben, am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Aufgaben der Stiftung "Anerkennung und Hilfe": Anerkennung von Leid und Unrecht Betroffener in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. in stationären psychiatrischen Einrichtungen.