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Matrosenaufstand

© IGLHAUT+von GROTE/ Sammlung Wolfgang D. Kuessner

Kaum ein anderes Ereignis hat die deutsche und europäische Geschichte so sehr beeinflusst wie der Kieler Matrosenaufstand im November 1918. Eine Wanderausstellung lässt diese Zeit wieder lebendig werden.

Das Innere eines Containers. An den Wänden befinden sich Erklärungstexte sowie historische Bilder und Zeitungsausschnitte. An der hinteren Wand ist ein Matrose abgedruckt, der eine rote Fahne mit der Aufschrift "Revolution" in der Hand hält. Innenansicht eines Ausstellungscontainers (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Ausstellung beleuchtet die Geschehnisse im November 1918. © Staatskanzlei

Der Matrosen- und Arbeiteraufstand löste seinerzeit einen Flächenbrand aus: Massenhafte Befehlsverweigerungen auf den Schiffen der Kaiserlichen Hochseeflotte in Wilhelmshaven führten zum Sturz des Wilhelminisches Kaiserreiches, besiegelten das Ende des Ersten Weltkrieg und ebneten den Weg in die Weimarer Republik.

Historische Wanderausstellung

Das Land Schleswig-Holstein hat diesen einschneidenden politischen Ereignissen nun die Wanderausstellung "Revolution 1918 – Aufbruch in Schleswig-Holstein" gewidmet. Vom 6. Mai bis 9. November 2018 werden die damaligen Geschehnisse landesweit in zwei Hochseecontainern gezeigt. Besucher können sich darin anhand von - teils erstmals veröffentlichten - historischen Bild- und Tonquellen mit den Voraussetzungen und Folgen des Aufstandes auseinandersetzen.

Revolution in zwei Containern

Einer der Container enthält beispielsweise eine Chronik der Revolution in Schleswig-Holstein und deutet die Ereignisse aus heutiger Sicht. Es wird kritisch aufgezeigt, dass die unter den Kriegsfolgen leidende Bevölkerung die Entwicklungen nicht nur positiv bewertet hat.

Im anderen Container konzentriert sich die Ausstellung auf ortsspezifische Ereignisse und Entwicklungen - eine Landkarte veranschaulicht die schnelle Verbreitung der Revolution.

Historiker berichten

In zwölf Video-Interviews werden verschiedene Fragestellungen rund um den Matrosenaufstand erörtert. Hier geht es um die Frage "Was ist in den ersten Novembertagen in Wilhelmshaven und Kiel passiert?"

Die Jugend im Blick

Das Projekt will ein breites Publikum und insbesondere junge Menschen ansprechen. "Diese Wanderausstellung bietet eine gute Gelegenheit, den Geschichtsunterricht für Schülerinnen und Schüler im ganzen Land zu bereichern und durch den regionalen Bezug auf lebendige Weise Geschichte zu vermitteln", sagte Bildungsministerin Karin Prien bei der Präsentation der Ausstellung in Kiel. "Ich freue mich auf Gespräche und Diskussionen mit Schulklassen über Identität und den historisch oft schwierigen Weg zur Demokratie in Deutschland", erklärte Prien. "Die Forderungen der Matrosen nach gleichem Wahlrecht, auch für Frauen, für Meinungsfreiheit und Beteiligung waren und sind Kernelemente der Demokratie."

Zwei rote Container mit dem Logo der Ausstellung auf einem LKW mit Anhänger.
© IGLHAUT+von GROTE

Ausstellungstermine

Die Wanderausstellung wird an neun verschiedenen Standorten in Schleswig-Holstein gezeigt (Termine, Eintritt etc.)

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Schwarz-Weiß-Fotografie von vielen Menschen auf einem Platz.
© Stadtarchiv Kiel

Bildergalerie

Historische Motive des Matrosenaufstandes

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Weitere Informationen

Die wechselvolle und verschlungene Geschichte Schleswig-Holsteins weist bei aller Vielfalt eine Reihe wiederkehrender Grundthemen auf. Dazu gehört das deutsch-dänische Verhältnis und das im Ripener Freiheitsbrief festgehaltene Bekenntnis: "Dat se bliven ewich tosamende ungedeelt".

November 1918: Der Erste Weltkrieg hat Deutschland in die Knie gezwungen. Als die Seekriegsleitung einen letzten - aussichtslosen - Einsatz der Flotte beschließt, revoltieren die Matrosen. In Kiel beginnt eine Revolution, die sich über ganz Deutschland ausbreitet und das Kaiserreich stürzt.