Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Aufarbeitung von Leid und Unrecht

Staatskanzlei

In stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. der Psychiatrie kam es in der Vergangenheit zu Leid und Unrecht. Viele Menschen, die als Kinder oder Jugendliche dort untergebracht waren, leiden noch heute an den Folgen, z.B. von ungerechtfertigten Zwangsmaßnahmen, Gewalt, Strafen oder Demütigungen.

Auf den folgenden Seiten informiert das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (anhand einer Darstellung von Schwerpunkten) über die Aktivitäten zur Aufarbeitung dieses Unrechts und Hilfsangebote für die Betroffenen.

So haben der Bund, die Länder und die Kirchen im Jahr 2017 die Stiftung Anerkennung und Hilfe ins Leben gerufen. Diese Stiftung hat die Aufgabe, das Leid und Unrecht anzuerkennen und die Betroffenen zu beraten und zu unterstützen. Die Stiftung ist in Schleswig-Holstein über die Anlauf- und Beratungsstelle beim LAsD Neumünster zu erreichen. Betroffene können dort eine einmalige Anerkennungszahlung für das erfahrene Leid und Unrecht (maximal 9000 €) sowie eine Rentenersatzleistung beantragen (maximal 5000 €).

Ein Wunsch Betroffener ist ein unabhängiger Ansprechpartner. Sozialminister Heiner Garg hat daher Ende November Günther Jesumann zum Unabhängigen Beauftragten für die Belange der Betroffenen berufen. Er wird ab dem 1. Januar 2020 neben der Anlauf- und Beratungsstelle unabhängiger Ansprechpartner für Menschen in Schleswig-Holstein, die als Kinder oder Jugendliche Leid und Unrecht in Einrichtungen unter staatlicher, kirchlicher oder privater Verantwortung erfahren hatten, insbesondere zwischen 1949 und 1975. Neben Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Kinder-und Jugendpsychiatrie zählen dazu auch Kinder- und Jugendheime.

Am 28. und 29.11.2018 fand zudem im Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtags ein öffentliches Symposium statt. Die bis dahin bundesweit einmalige Veranstaltung mit dem Titel "Die Vergangenheit im Kopf - die Zukunft in der Hand" wurde gemeinsam mit den Betroffenen vom Sozialausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags und dem Sozialministerium organisiert. Mit der öffentlichen Veranstaltung im Plenarsaal - als dem zentralen politischen Ort Schleswig-Holsteins - sollte in einer öffentlichen Aufarbeitung dazu beigetragen werden, dass Betroffene Gehör finden und Wertschätzung erfahren.

Weitere Informationen zum Symposium (inkl. Videomitschnitte und Dokumente zu Vorträgen), zur wissenschaftlichen Aufarbeitung und zur Stiftung "Anerkennung und Hilfe" finden Sie in den unten stehenden Boxen.

Dokumente

Rednerpult mit zwei Mikrofonen Fotolia / Alexander Zamaraev

"Die Vergangenheit im Kopf - die Zukunft in der Hand"

Öffentliches Symposium im Plenarsaal in Kiel am 28. und 29.11.2018

Frau am PC Fotolia / Kneschke

Wissenschaftliche Aufarbeitung

Medikamentenversuche in Psychiatrien und Heimen Schleswig-Holsteins 1949 bis 1975: Stand der Forschung und Perspektiven.

Logo der Stiftung Anerkennung und Hilfe Stiftung Anerkennung und Hilfe

Was wir für Sie tun...

Aufgaben der Stiftung "Anerkennung und Hilfe": Anerkennung von Leid und Unrecht Betroffener in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. …

Herr Jesumann trägt auf dem Bild eine ergraute Kurzhaarfrisur, eine randlose Brille und einen Schal um den Hals © Pat Scheidemann

Unabhängiger Beauftragter

Seit dem 1. Januar 2020 ist Günther Jesumann unabhängiger Beauftragter für Menschen in Schleswig-Holstein, die als Kinder oder Jugendliche Leid und …