Landesportal Schleswig-Holstein

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Pflege - Rat und Hilfe

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Demenz

Wie gehe ich mit einer Demenz-Erkrankung um? Welche Unterstützung kann ich erhalten?

Menschen mit einer beginnenden Demenz haben zunehmend Schwierigkeiten, sich zu erinnern und zu lernen. Auch das logische Denken und das sprachliche Ausdrucksvermögen verschlechtern sich. Man kann sich nicht mehr so gut orientieren und hat Schwierigkeiten, Gesichter zuzuordnen. Hinzu kommen häufig Verwirrtheit, Ängstlichkeit und Unruhe. Diese Störungen nehmen im Laufe von Monaten bis Jahren zu, so dass Menschen mit einer Demenz von Unterstützung und Pflege durch andere Menschen abhängig werden.

Diese Veränderungen sind bedrückend und beängstigend. Für die Betroffenen, die sich in ihrer Umwelt immer weniger zurecht finden. Und auch für die Angehörigen, die den langsamen Verlust der Fähigkeiten und der Persönlichkeit eines geliebten Menschen erleben.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat eine Broschüre zusammengestellt, die sehr übersichtlich erste Informationen über die Erkrankung gibt.

Zur Broschüre „Alzheimer – was kann ich tun? Erste Hilfen für Betroffene“

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat mit dem Wegweiser Demenz ein Portal geschaffen, das die Informationen zum Thema Demenz bündelt. Zusätzlich können Sie über die Erfahrungen anderer lesen und geeignete Angebote in Ihrer Nähe finden.

Zum Wegweiser Demenz

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad erhalten einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro im Monat, um Unterstützungsleistungen im Alltag zu bezahlen.

Allerdings muss für eine Kostenerstattung das Unterstützungsangebot im Alltag nach Landesrecht anerkannt sein. Das Land Schleswig-Holstein stellt für eine solche Anerkennung Bedingungen an die Qualifikation der Leistungserbringer, um eine gute Qualität in der Pflege sicher zu stellen. Mit der Leistungserbringung sind sowohl professionelle Dienste als auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betraut.

Wenn der Entlastungsbetrag nicht ausreicht, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen auch einen Teil der ambulanten Pflegesachleistungen für die Bezahlung der Unterstützungsangebote verwenden. Lassen Sie sich im Pflegestützpunkt oder bei Ihrer Pflegekasse beraten.

Ersatzpflege (Verhinderungspflege)

Wenn Sie einen Angehörigen pflegen, heißt das nicht, dass Sie nun etwa keinen Urlaub mehr machen können. Diesen sollten Sie für sich immer einplanen, denn Pflege ist anstrengend. Es gibt die Möglichkeit, sich für einen begrenzten Zeitraum zu entlasten: die Ersatzpflege bei Urlaub oder Krankheit der pflegenden Person – auch Verhinderungspflege genannt.

Für die Verhinderungspflege übernimmt die Pflegekasse für bis zu sechs Wochen im Jahr bis zu 1.612 Euro der entstehenden notwendigen Aufwendungen. Sie können diese Leistungen in Anspruch nehmen, wenn Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen bereits mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt haben. Zusätzlich ist es möglich, auch die Hälfte des Leistungsbetrages für Kurzzeitpflege für Verhinderungspflege zu verwenden. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse oder den Pflegestützpunkten.

Erste Hilfe für Senioren

Das Alter bringt gesundheitliche Veränderung mit sich und die Wahrscheinlichkeit, beim Partner oder Bekannten in einem Notfall Erste Hilfe leisten zu müssen, wächst. Wissen schafft Sicherheit, um mit solchen Situationen richtig umzugehen.

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