Landesportal Schleswig-Holstein

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Kitareform 2020

© Sozialministerium

Verbesserungen für Einrichtungen

Stand: 12.12.19

Die Landesregierung will bestmögliche Startchancen für die Kleinsten im Land ermöglichen, deshalb werden in Schleswig-Holstein mit dem neuen Gesetz erstmals verbindliche Qualitätsstandards als Mindestvorgaben definiert. Kommunen und Träger können selbstverständlich darüber hinaus gehende Qualitätsangebote machen. Dort, wo die Kommunen die neuen Standards bereits heute erfüllen, kann das zusätzliche Landesgeld beispielsweise für eine weitere Qualitätsverbesserung oder eine weitere Entlastung der Eltern verwendet werden. Mehr Qualität bedeutet dabei ganz konkret: Mehr Fachkräfte, kleine Gruppen und mehr Zeit für die Erzieherinnen und Erzieher für die pädagogische Arbeit.

Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels

Bisher galt in Schleswig-Holstein ein Fachkraft-Kind-Schlüssel im Elementarbereich von 1,5 pro Gruppe. Zukünftig wird dieser auf 2,0 Fachkräfte angehoben.

Begrenzung der Gruppengröße

Bisher konnten im Ausnahmefall Gruppen auf 25 Kinder vergrößert werden. Zukünftig gilt maximal eine Größe von 22 Kinder, die Regelgröße beträgt wie bisher 20 Kinder. 

Verfügungszeiten

Erstmals wird im Gesetz als Mindestanforderung festgehalten, dass Verfügungszeiten im Umfang von 7,8 Stunden (pro Woche/pro Gruppe), die Fachkräfte beispielsweise für ihre eigene Vorbereitung nutzen, in jeder Kita ein fester Bestandteil der Planungen sein müssen. Auch hier können die Kommunen oder die Träger weitergehende Regelungen treffen.

Leitungsfreistellungszeiten

Ebenfalls erstmals werden Leitungsfreistellungszeiten, die für Vorbereitung und Organisation genutzt werden, verbindlich als Mindestanforderung aufgenommen. Natürlich können diese vor Ort weiterentwickelt werden und Kommunen und Träger können darüber hinaus gehende Regelungen treffen.

FAQs zur Kitareform

FAQ Häufig gestellte Fragen

Fachkräftegewinnung

Ein wesentlicher Faktor für die Fachkräftegewinnung sind gute Arbeitsbedingungen. Mit den qualitätssteigernden Maßnahmen und deren Finanzierung trägt das Land einen wichtigen Teil dazu bei – neben weiteren Maßnahmen wie z.B. Verbesserung bei der Ausbildung, die unabhängig vom Reformgesetz verfolgt werden.

Flexibilisierung Betreuungsmöglichkeiten, z.B. Hort

Die bisher starren Regelungen werden flexibilisiert durch zukünftig verschiedene Gruppenformen. Neben der weiterhin möglichen Betreuung von 15 Kindern von 1,5 Fachkräften (in der dann sog. „Mittleren Hortgrupe“) wird zukünftig eine Regelgruppe ermöglicht bestehend aus 20 Kindern, die von 2 Fachkräften betreut werden (= identischer Betreuungsschlüssel wie bisher).

Dokumentation

Umfangreiche Melde- oder Dokumentationspflichten sieht das Gesetz entgegen mancher Mutmaßungen hingegen nicht vor. Die Einrichtungen müssen nur auf geeignete Weise dokumentieren, welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an welchen Tag in den Gruppen gearbeitet haben. Weitere Differenzierungen sind nicht notwendig. Hintergrund ist lediglich, dem Jugendamt auf dessen Verlangen die Einhaltung des Fachkraft-Kind-Schlüssels belegen zu können (siehe hierzu auch § 26 Abs.2). Eine regelmäßige Meldepflicht ist nicht vorgesehen, sondern erst nach Nicht-Einhaltung des Fachkraft-Kind-Schlüssels über mehr als 5 Tage.

Anforderungen für den Erhalt von Landesförderung

Sie sind Einrichtungsträger und wollen wissen welche Anforderung für Sie zukünftig gelten, um die Landesförderung zu erhalten? Für einen schnellen Überblick haben wir eine Übersicht der relevanten Regelungen im Gesetz erstellt, diese können Sie hier herunterladen: Qualitätskriterien einer Referenzkita (PDF 213KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Weitere Informationen und Empfehlungen

Empfehlungen zur pädagogischen Fachberatung (PDF 500KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Empfehlungen zum Qualitätsmanagement (PDF 453KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Empfehlungen zur alltagsintegrierten Sprachbildung (PDF 644KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)