Landesportal Schleswig-Holstein

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Katastrophenschutz

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© Johanniter

Sturmflut / Küstenhochwasser

Ob Ihr Wohnort von Hochwasser betroffen ist, wie Sie vorsorgen können und sich im Falle einer Überschwemmung richtig verhalten, das lesen Sie hier.

Sturmflut auf Hallig Hooge Sturmflut (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Staudt / grafikfoto.de

Deiche sind der wichtigste Schutz vor Hochwasser. Schleswig-Holstein sichern 528 km Deiche, 432 davon sind Landesschutzdeiche. An der Westküste liegt dahinter noch eine zweite Deichlinie mit 548 km. Schleswig-Holsteins Deiche könnten mit ihrer Fläche 4.000 Fußballfelder füllen oder die gesamte Landesfläche um 10 cm aufschütten. 

Die Landesschutzdeiche werden regelmäßig auf ihre Sicherheit überprüft und, wenn erforderlich, verstärkt. Um einem Anstieg des Meeresspiegels besser zu begegnen, werden bei der Verstärkung ein sogenannter Klimazuschlag, das heißt eine zusätzliche Erhöhung von einem halben Meter, und eine Baureserve für spätere Verstärkungen berücksichtigt.

Gefährdete Bereiche

Sturmflutgefährdet sind die Bereiche, die - ohne Deiche - bei einer extremen Sturmflut unter Wasser stünden. Ob Ihr Wohnort zu diesen "potenziell signifikanten Küstenhochwasserrisikogebieten" gehört, können Sie in den Hochwasserkarten des ZeBIS Schleswig-Holstein oder in den aktuellen Hochwasser- und Sturmflutinformation Schleswig-Holstein sehen.

Wenn Ihr Wohnort dazugehört, können Sie dort ebenfalls nachschauen, wie Sie vor Sturmfluten geschützt sind. Über 95 Prozent der durch extreme Sturmfluten gefährdeten Bereiche werden durch Landeschutzdeiche gut gesichert.

Wann wird es kritisch?

An der Nordsee kann die Situation kritisch werden ab einem Wasserstand von 3,5 Metern über dem mittleren Hochwasser. An der Ostseeküste, wo Gezeiten keine wesentliche Rolle spielen, können Wasserstände von 2 Metern über Normalnull bereits ernste Folgen haben.

Gefahr Nordseeküste: Wasserstand in m über dem mittleren Hochwasser Ostseeküste: Wasserstand in m über dem mittleren Wasserstand
Sturmflut 1,5 bis 2,5 1,0 bis 1,25
Mittlere Sturmflut - 1,25 bis 1,5
Schwere Sturmflut 2,5 bis 3,5 1,5 bis 2,0
Sehr schwere Sturmflut 3,5 und höher 2,0 und höher

(Quelle Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie)

So werden Sie gewarnt

APPs

TIPP Warn-App NINA

NINA warnt vor regionalen Gefahren.

TIPP www.dwd.de

Die DWD Warnwetter App zeigt die Lage auf Karten.

TIPP KatWarn

Katwarn warnt orts- und themenbezogen und ist mit NINA verknüpft.

Sturmflutwarnungen gibt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie heraus. Sie hören Sturmflutwarnungen im Radio meist im Zusammenhang mit dem Wetterbericht. Achten Sie im Radio, Fernsehen und in den sozialen Netzwerken auf offizielle Durchsagen, posts und tweets, und halten Sie sich an die Anweisungen. Informieren Sie Ihre Nachbarn, ausländische Mitbürger und helfen Sie älteren Menschen und ggf. Menschen mit Behinderungen.

Aktuelle Sturmflutwarnungen

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So verhalten Sie sich richtig

Wenn noch möglich: Stellen Sie Strom und Gas ab. Lagern Sie Wertvolles, Empfindliches sowie giftige und gefährdende Stoffe ein Stockwerk höher. Dichten Sie alle Kelleröffnungen und Eingangstüren mit Sandsäcken oder anderem geeigneten Material ab.

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So beugen Sie vor

Tipps und Informationen, Ratgeber mit Checkliste: Hier ist zusammengefasst, was man im Vorwege berücksichtigen kann.

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Ansprechpartner

Im Katastrophenfall wird die zusätzliche Hilfe von der Katastrophenschutzbehörde koordiniert. Erster Ansprechpartner für Sie ist sind die unteren Katastrophenschutzbehörden. Auf deren Internetseiten finden Sie gegebenenfalls weitere Informationen oder Ansprechpartner.

Untere Katastrophenschutzbehörden in Schleswig-Holstein

Weitere Informationen zu Notfallplänen und behördlichen Vorsorgemaßnahmen erhalten Sie beim Ordnungsamt Ihrer Gemeinde, Ihres Amtes oder Ihrer Stadt und bei der unteren Katastrophenschutzbehörde Ihres Kreises.

Broschüren für Ihre Region

Hinweis zur Barrierefreiheit

Die Broschüren sind nicht barrierefrei. Sollte Ihr Vorleseprogramm diese Informationen nicht korrekt vorlesen können, wenden Sie sich bitte an Ihre untere Katastrophenschutzbehörde.

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