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Energiewende - Erneuerbare Energien ausbauen

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Energiewende - Überblick

Nach den fürchterlichen Erfahrungen von Fukushima beschloss Deutschland, aus der Atomenergie auszusteigen. Aber die Energiewende ist mehr als der Ersatz von Atomstrom durch Erneuerbare Energien.

Energiewende als Generationenaufgabe

Die Energiewende ist ein Generationenprojekt, um unseren Beitrag zu leisten, die Erderwärmung nicht über 2 Grad ansteigen zu lassen und möglichst auf 1,5 Grad zu beschränken. Sie bedeutet den Verzicht auf Atomenergie und Kohle sowie perspektivisch auch auf Öl und Gas. Die Energiewende ist mehr als der Umbau des Stromsektors. Um den Ausstieg aus der Atomenergie hinzubekommen, muss auch der Wärme- und der Verkehrssektor einbezogen werden. Die Energiewende erstreckt sich auf alle Wirtschaftsbranchen, die Art wie wir bauen, wie wir leben und Güter transportieren. Sie erfordert, unsere Häuser besser zu isolieren, den Verkehr umzustellen, die Landwirtschaft und Wirtschaft zu verändern.

Akzeptanz und Beteiligung

Die Energiewende ist darüber hinaus ein demokratisches Projekt. Sie funktioniert dezentral und ist stärker als die zentralistische Struktur der Großkraftwerke auf Akzeptanz und Beteiligung der Menschen angewiesen. Wir wollen Sie über die laufenden Projekte, Planungen und Diskussionen informieren und mit Ihnen in einen Austausch treten.

Porträt

Für Schleswig-Holstein bedeutet die Energiewende Zukunft.

Jan Philipp Albrecht

Schleswig-Holsteins Bedeutung für die Energiewende kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wir wollen beispielgebend sein, wie eine Gesellschaft ihre Energieinfrastruktur revolutioniert. Dabei sind wir auf Sie, auf Ihre Kritik und Hinweise angewiesen.

Ziele

In Schleswig-Holstein soll – wie auch auf Bundesebene – eine Minderung der Treibhausgasemissionen um 40% bis 2020 und um 80-95% bis 2050 erreicht werden. Aufgrund des fortgeschrittenen Stands und der Potenziale zum Ausbau der Erneuerbaren Energien hat Schleswig-Holstein gute Aussichten zur Erreichung diese Ziele.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien - Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Solarenergie sowie Windenergie an Land und auf See - ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. In Schleswig-Holstein ist seit dem Jahr 2015 die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien höher als der Bruttostromverbrauch. Damit hat Schleswig-Holstein im Länder-Ranking einen klaren Spitzenplatz. Als Land zwischen den Meeren ist Schleswig-Holstein prädestiniert für die Nutzung der Windenergie, sowohl im Binnenland als auch auf See.

Weitere Informationen über den Stand und Perspektiven zum Ausbau der Windenergie

Daten und Informationen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien

Ausbau der Elektromobilität

Schleswig-Holstein will den Ausbau der Elektromobilität weiter vorantreiben. Derzeit wird im Energiewendeministerium die Landesstrategie E-Mobilität weiter entwickelt.

Medieninformation vom 06.12.2017: Schleswig-Holstein will den Ausbau der Elektromobilität weiter vorantreiben

Energie- und Klimaschutz-Initiative Schleswig-Holstein

Mit der Energie- und Klimaschutzinitiative Schleswig-Holstein (EKI) bieten wir Städten und Gemeinden Unterstützung bei der Umsetzung der Energiewende "vor Ort" an.

Richtlinie Innovative Wärmeversorgung

Die Energieerzeugung soll zukünftig auf Basis Erneuerbarer Energien erfolgen. Wärmespeicher und Wärmenetze können bei der Umstellung hin zur Wärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien die notwendige Infrastruktur bereitstellen und den schrittweisen Umstieg zu CO2-freien Energieträgern erleichtern.

Um diese neuen Investitionen zu unterstützen und anzureizen, soll diese Richtlinie einen Beitrag leisten.

Gefördert werden bis zu 50 Prozent der Investitionskosten für Wärmenetze, Wärmeerzeugungsanlagen und Wärmespeicher, wenn das nachhaltige Wärmeversorgungssystem mindestens 50 Prozent Erneuerbare Energien berücksichtigt und eine CO2-Einsparung gegenüber der bisherigen Wärme- oder Kälteversorgung erzielt werden kann. Antragsberechtigt im Rahmen der EFRE-Förderung sind u.a. kommunale Eigenbetriebe, Zweckverbände, kommunale Körperschaften, Anstalten öffentlichen Rechts, Vereine, rechtsfähige Personengesellschaften sowie Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein. Die Mindestfördersumme beträgt 50.000 Euro und maximal 1 Mio. Euro pro Projekt. Im Bedarfsfall können zusätzliche Landesmittel eingesetzt werden.

Die Richtlinie zur Förderung ist am 11.06.2019 in Kraft getreten.

Link zur Bewilligungsstelle (IB.SH) der Richtlinie: https://www.ib-sh.de/produkt/landesprogramm-wirtschaft-nachhaltige-waermeversorgungssysteme/

Bürgerenergiefonds

Das Land Schleswig-Holstein hat einen Bürgerenergiefonds eingerichtet, um Projekte von Bürgern in ihrer Start- und Initialphase zu unterstützen. Dabei sollen insbesondere die Risiken in der ersten Phase des Projektes abgefedert werden. Die Förderung kann insbesondere für die Bereiche Erneuerbare Wärme, Neue Mobilität, Erneuerbarer Strom und Digitalisierung der Energiewende genutzt werden. Es können bis zu 200.000 EUR für ein Projekt beantragt werden. Sollte das Projekt erfolgreich realisiert werden, so ist das Geld an den Fonds zurück zu zahlen. Insgesamt stehen 5 Millionen EUR in diesen Fonds zur Verfügung.

Weitere Informationen finden sich unter folgendem Link: https://www.ib-sh.de/produkt/buergerenergiefonds/ 

Richtlinie Energie- und Umweltinnovationen

Mit der Richtlinie der Energie- und Umweltinnovationen soll die Förderung des Aufbaus umweltgerechter Wirtschafts- und Infrastrukturen durch die Förderung der Produktion und Verteilung von Energie aus erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien in Unternehmen gefördert werden.

Die Förderung richtet sich an Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung sowie Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 25% der förderfähigen Kosten für experimentelle Entwicklung und bis zu 50% der förderfähigen Kosten für industrielle Forschung. Für kleine und mittleren Unternehmen kann die Förderung erhöht werden.

Weitere Informationen finden sich unter folgendem Link: https://wtsh.de/foerderberatung/foerderprogramme/foerderprogramm-energiewende-und-umweltinnovationen-eui/

Ein gesellschaftliches Projekt

Die Energiewende ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt – auch und gerade in Schleswig-Holstein, dem Land der Erneuerbaren Energien. Die Landesregierung unterstützt neue und stärkere Formen der Bürgerbeteiligung – z.B. Genossenschaftsmodelle für Bürgeranlagen, Bürgerbeteiligung an Energienetzen und in Dialogprozessen zum Netzausbau.

Wir in Schleswig-Holstein wollen Vorreiter sein und die Energiewende zum Erfolg führen.

Energie- und Klimaschutzberichte

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat in unterschiedlicher Form über Klimaschutz und Energie berichtet und Programme aufgelegt. Die Berichte und Programme der vergangenen zehn Jahre sind an dieser Stelle dokumentiert.

Energie- und Klimaschutzberichte

Energiewende- und Klimaschutzgesetz

Im Rahmen des Energiewende- und Klimaschutzgesetzes (EWKG) Schleswig-Holstein wurden Klimaschutzziele festgelegt und es wurde eine rechtliche Grundlage für Energiewende-, Klimaschutz- und Klimaschutzanpassungsmaßnahmen in Schleswig-Holstein geschaffen. Das EWKG ist mit der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Schleswig-Holstein am 30.3.2017 in Kraft getreten.

Energiewende- und Klimaschutzgesetz

Klimaschutz in der Marktwirtschaft -   Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor

Die Erreichung der Klimaschutzziele auf Landes- und Bundesebene erfordert entsprechende Rahmensetzungen. Ein wesentlicher Punkt ist eine Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor mit den beiden zentralen Bausteinen der Einführung einer systematischen CO2-Bepreisung und einer Senkung der EEG-Umlage. Für eine solche Reform hat die Landesregierung eine Bundesratsinitiative gestartet. Hier finden Sie weitere Informationen.

Energiewendeforschung

Seit Ende 2017 gibt es in Sachen Energiewendeforschung eine ressortübergreifende Kooperation der Ministerien für Wissenschaft (MBWK), für Energiewende (MELUND) und für Wirtschaft (MWVATT). U.a. wurde ein politisches Papier "Energiewendeforschung in Schleswig-Holstein" (PDF 268KB, Datei ist nicht barrierefrei) erarbeitet, mit dem Ziele, Themen und Vorgehensweise für eine stärkere strategische Ausrichtung der Energiewendeforschung in Schleswig-Holstein beschrieben werden. Ziel ist eine leistungsfähige und überregional wahrnehmbare Energiewendeforschung, mit der substanzielle Beiträge zum Klimaschutz, zur Weiterentwicklung der Energiewende und zur Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes geleistet werden können.