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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Coronavirus
Informationen für Schulen

Ein Überblick über die aktuellen Entscheidungen. Ziel aller Regelungen ist es, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

Stand 29. Mai 2020:

Stand 28. Mai 2020:
Erstattung von Corona-Stornokosten für Klassenfahrten

„Mit dieser Richtlinie schaffen wir die Grundlage, auf der Eltern die Stornokosten für die wegen der Coronakrise abgesagten Klassenfahrten vom Land erstattet bekommen können“, freut sich Karin Prien. Nachdem der Landtag zusätzliche Mittel bereitgestellt hatte und die nötigen Abstimmungen mit Finanzministerium und Landesrechnungshof erfolgten, veröffentliche das Ministerium heute (28. Mai) die „Richtlinie zur Gewährung von Billigkeitsleistungen für Stornokosten bei den auf Grund der Corona-Pandemie abgesagten Klassenfahrten und Schulausflügen bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020“ auf seiner Homepage. 

In der Coronakise sind schnelle und unkomplizierte Unterstützungen gefragt“, betont Karin Prien. „Wir wollen helfen, wo es nötig ist, aber natürlich sind das Steuergelder, die wir hier auszahlen.“ Das Land erstattet Stornokosten, wenn diese nicht von einer Reiserücktrittskostenversicherung abgedeckt sind, wenn Eltern sich darum bemüht haben, die Kosten nicht zahlen zu müssen und wenn diese Kosten im konkreten Fall eine besondere Härte darstellen. Das Ministerium sei damit im Gleichklang mit den meisten Bundesländern, die ebenfalls nach Billigkeit erstatten. Ein Rechtsanspruch bestehe nicht. 

„Wir wollen das Verfahren, nach dem diese Billigkeitsleitungen gewährt werden, für Sie so einfach wie nur möglich gestalten. Wir vertrauen darauf, dass Sie als Betroffene am besten einschätzen können, ob Sie diese Leistung des Landes benötigen. Deshalb geben wir auch nicht vor, wann eine persönliche Härte gegeben ist, sondern nennen auf dem beigefügten Formular nur Beispiele für mögliche Härten. Die Beifügung von Nachweisen ist aus diesem Grund ebenfalls nicht erforderlich“, erläutert das Ministerium in einem Schreiben an alle Eltern. 

Was wir allerdings festgestellt haben ist, dass unsere Leitlinien für Klassenfahrten einer Überarbeitung bedürfen. Vielfach ist die gelebte Praxis an den Schulen nicht genau so, wie es rechtlich korrekt sein sollte“, ergänzt Bildungsministerin Prien. Man habe festgestellt, dass Lehrkräfte häufig selbst vertragliche Verbindlichkeiten eingehen, obwohl dafür die Eltern zuständig seien. „Mit dem neuen Schulgirokonto und einer aktualisierten Regelung wollen wir ab dem kommenden Schuljahr dazu beitragen, dass Klassenfahrten für die Schulen rechtssicher organisierbar sind“, betonte die die Bildungsministerin. 

Als sich im Frühjahr die Coronakrise zuspitzte und von Woche zu Woche mehr Regionen in Europa vom Robert-Koch-Institut zu Risikogebieten erklärt wurden, hatte das Bildungsministerium die Klassenfahrten der Schulen für den Rest des Schuljahres untersagt. „Einzelne Landräte hatten angedroht, dass alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler nach der Rückkehr von einer Klassenfahrt in Quarantäne hätten gehen müssen“, so die Bildungsministerin. Unser oberstes Ziel war der Bevölkerungsschutz und wir hoffen, dass viele dieser besonderen Erfahrungen für die Schulklassen irgendwann nachgeholt werden können.“ Gerade in diesen für viele Familien finanziell sehr schwierigen Zeiten sollte aber keine Situation besonderer Härte für Familien entstehen. Nachdem der Landtag zusätzliche Mittel bereitgestellt hatte und die nötigen Abstimmungen mit Finanzministerium und Landesrechnungshof erfolgten, veröffentlichte das Ministerium heute (28. Mai) die „Richtlinie zur Gewährung von Billigkeitsleistungen für Stornokosten bei den auf Grund der Corona-Pandemie abgesagten Klassenfahrten und Schulausflügen bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020“ auf seiner Homepage.

Richtlinie "Stornokosten für abgesagte Klassenfahrten und Schulausflüge"

Stand 27. Mai 2020:
Im August 2020 soll ein reguläres Schuljahr starten

In Schleswig-Holstein soll im Juni die Betreuung in den Kindertagesstätten sowie der Unterricht an den Schulen weiter ausgeweitet werden. Darauf haben sich die Koalitionspartner verständigt. „Vor dem Hintergrund der geringeren Zirkulation des Coronavirus nehmen wir den Wunsch vieler Eltern, eine geregeltere Betreuung in Kitas und Schulen anzubieten, sehr ernst“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther dazu am 27. Mai in Kiel. Daher könne die Landesregierung es verantworten, schneller als geplant die Kita-Betreuung und den Unterricht an Schulen auszuweiten. Ziel der Landesregierung ist es zudem, ab dem 8. Juni Angebote der Kinder- und Jugenderholung sowie außerschulische Bildungsangebote wieder umfassender zu ermöglichen.

Bildungsministerin Karin Prien sagte: „Wir bereiten uns darauf vor, nach den Sommerferien am 10. August in ein reguläres Schuljahr 2020/21 zu starten.“ Es werde weiter Hygieneauflagen geben müssen, aber man plane Präsenzunterricht nach Fachanforderungen und Stundentafel. „Wir haben gute Erfahrungen mit dem Lernen auf Distanz gesammelt, aber ein gemeinsames Lernen vor Ort ist unverzichtbar für gute Schule“, so Prien.

Ab 8. Juni täglicher Unterricht an den Grundschulen

Bereits ab dem 8. Juni soll für alle Grundschülerinnen und Grundschüler eine tägliche Beschulung im Klassenverband wieder aufgenommen werden. „Auch im Hinblick auf das Recht auf Bildung, Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist es besonders wichtig, dass wir mit den Grundschulen den ersten großen Öffnungsschritt gehen. Das alles geschieht vor allem vor dem Hintergrund, dass wir in den Grundschulen weiter sehr gut nachvollziehen können, wer zu welchem Zeitpunkt Kontakt zu wem hatte.“

Einen weiteren Schritt kündigte die Bildungsministerin an: In der letzten Woche vor den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen. Dies bedeute nicht, dass alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit in der Schule sein werden. Ein Regelbetrieb finde nicht statt: „Wir wollen einen guten Übergang in die Sommerferien und das nächste Schuljahr gestalten. Lehrerinnen und Lehrer werden so noch einmal mit ihren Schülerinnen und Schülern auf den Stoff schauen können. Austausch ist möglich und auch ein gemeinsames Besprechen der Erfahrungen mit dem Lernen auf Distanz.“

Zeitraum 20. April bis 15. Mai 2020

Phase 1Phase 1Phase 2Phase 2
20.04. bis 24.04.27.04. bis 01.05.04.05. bis 08.05.11.05. bis 15.05.
Grundschulekeine
schulischen
Präsenz-
angebote
keine
schulischen
Präsenz-
angebote
ab 06.05.
Jahrgangs-
stufe 4
Gemein-
schafts-
schule
Vorbereitung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)
Vorbereitung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)
Vorbereitung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)
Prüfung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)
Gemein-
schafts-
schule
mit
Oberstufe

Vorbereitung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)

Q2 (Abitur)

Vorbereitung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)

Q2 (Abitur)

Vorbereitung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)

Q2 (Abitur)

ab 06.05.
Beratung E und Q1

Prüfung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10
(ESA/MSA)

Beratung E und Q1

ab 11.05.
Beratung
Jahrgangs-
stufen
9 und 10

GymnasiumQ2 (Abitur)Q2 (Abitur)

Q2 (Abitur)

ab 06.05.
Beratung
Jahrgangs-
stufen
9 (G8), 10 (G9),
E und Q1

Jahrgangs-
stufen 6

Beratung
Jahrgangs-
stufen
9 (G8), 10 (G9),
E und Q1

ab dem 18. Mai 2020

Phase 2Phase 3Phase 4
18.05. bis 22.05.25.05. bis 29.05.ab 01.06.
Grundschuleab 06.05.
Jahrgangs-
stufe 4
Jahrgangs-
stufen 1 bis 3
Gemein-
schafts-
schule
Beratung
Jahrgangs-
stufen 9 und 10
Jahrgangs-
stufen 8, 9 und 10

Jahrgangs-
stufen 5, 6 und 7

mündliche Prüfungen ab 11.06. an ein bis drei Tagen, die von der Schule festgelegt werden

Gemein-
schafts-
schule
mit
Oberstufe

Beratung
Jahrgangs-
stufen 9 und 10,
E und Q1

Jahrgangs-
stufen 8, 9 und 10,
E und Q1

Jahrgangs-
stufen 5, 6 und 7

mündliche Prüfungen ab 08.06. an drei bis maximal fünf Tagen, die von der Schule festgelegt werden

Gymnasium

Jahrgangs-
stufe 6
Beratung
Jahrgangs-
stufen 9 und 10,
E und Q1

Jahrgangs-
stufen 8, 9 und 10,
E und Q1

Jahrgangs-
stufen 5, 7 und 9

mündliche Prüfungen ab 08.06. an drei bis maximal fünf Tagen, die von der Schule festgelegt werden

ab dem 8. Juni 2020

Phase 5Phase 7Phase 8
ab 08.06.ab 22.06.ab 10.08.
Start des regulären Schuljahrs 2020/21
Grundschuletägliche Beschulung im Klassenverband
GemeinschaftsschuleIn der letzten Woche vor den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen.
Gemeinschaftsschule mit OberstufeIn der letzten Woche vor den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen.
GymnasiumIn der letzten Woche vor den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler tageweise in ihrem Klassenverband zusammenkommen.

Berufsbildende Schulen/Regionale Berufsbildungszentren:

ab 06.05.: Wiederaufnahme von Präsenzangeboten

Reihenfolge für die Planung der Präsenzangebote:

  • Prüfungsklassen in schulischen und dualen Ausbildungen, deren Prüfung noch nicht abgeschlossen ist: Die Teilnahme an den schulischen Präsenzangeboten ist für diese Schülerinnen und Schüler verpflichtend und die Betriebe haben die Auszubildenden für diese Präsenzangebote freizustellen. Hier sind zunächst besonders die Klassen zu berücksichtigen, die nach pädagogischer Einschätzung der Schule einen besonderen Bedarf an schulischer Begleitung vor der Prüfung haben.
  • AV-SH-Klassen/Gruppen und DaZ-Klassen/Gruppen, die dringend Unterstützung bei der Vermittlung in duale Ausbildung brauchen.
  • Klassen, die im nächsten Schuljahr Prüfungen absolvieren bzw. die Noten dieses Halbjahres einbringen müssen, z. B. Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Q1.
  • Parallel zur Durchführung von Prüfungen können schulische Präsenzangebote stattfinden, wenn diese aufgrund der teilweise großen Gebäudekomplexe von berufsbildenden Schulen in einem gesonderten Gebäudeteil durchgeführt werden, damit eine Kontaktmöglichkeit zwischen den Personengruppen ausgeschlossen ist.

Förderzentren:

Die Förderzentren nehmen Kontakt zu den Eltern und Schülerinnen und Schülern auf und besprechen das weitere individuelle Vorgehen.

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden analog zu der besuchten Schule, zu der ein Schulverhältnis besteht, in die Planung zur Wiederaufnahme der Präsenzzeiten einbezogen.

Reihenfolge in den Förderzentren und Landesförderzentren:

  • Prüfungsschülerinnen und -schüler ESA/MSA
  • Notbetreuung
  • einzelne Schülerinnen und Schüler, die nach pädagogischer Einschätzung der Schule und mit Zustimmung der Sorgeberechtigten einen besonderen Bedarf an persönlichem Kontakt haben
  • Herausforderungen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und mit Behinderungen in der inklusiven Bildung werden im Blick behalten wie auch in Förderzentren und Landesförderzentren
  • besonders vulnerable Gruppen in der inklusiven Bildung sowie in den Förderzentren sind zu schützen
  • Die Rückkehr in die Schule erfolgt gestaffelt unter intensiver Einbeziehung der Sorgeberechtigten in die Entscheidung, wann wieder eine Teilnahme an Präsenzzeiten innerhalb der Schulräume erfolgen soll.
  • Weitere Unterstützungsstrukturen (Jugendhilfe, Schulische Assistenz, Schulbegleitungen etc.) werden einbezogen.
  • Der Krankenhausunterricht in den Kinder- und Jugendpsychiatrien und Tageskliniken erfolgt in Rücksprache mit den Kliniken und den Schulleitungen bzw. Koordinatoren nach den individuellen Gegebenheiten vor Ort.

Stand 16. Mai 2020:
Ab 1. Juni sollen alle Schulklassen wieder Präsenzunterricht erhalten

Schleswig-Holsteins Schülerinnen und Schüler kehren langsam aber sicher in den Schulalltag zurück. „Das Kabinett hat heute (16. Mai) unserem Vorschlag zugestimmt: Nach Phase 3, die in der kommenden Woche beginnt, sollen - mit der gebotenen Vorsicht und unter Beachtung der Hygienevorschriften - ab dem 1. Juni alle Jahrgangsstufen zumindest zeitweilig wieder Präsenzunterricht erhalten“, freute sich Bildungsministerin Karin Prien. „Auch, wenn es noch eine Weile dauern wird, bis wir wieder zum gewohnten regulären Unterricht zurückkehren können, so ist das jetzt doch ein entscheidender Schritt“, sagte sie. Die Ministerin dankte den Schulleitungen, den Lehrkräften und allen an Schule Beschäftigten sowie den Schulträgern und den Eltern: „Sie alle haben gemeinsam dafür gesorgt, dass unsere Schülerinnen und Schüler bisher so gut durch diese außergewöhnliche Situation gekommen sind.“

Die Strategie der stufenweisen Wiederöffnung der Schulen habe sich insgesamt bewährt. „Ab dem 25. Mai beginnt nun die dritte Phase“, erläuterte die Ministerin. Folgende Jahrgangsstufen kämen nun auch zu Präsenzveranstaltungen in die Schulen:

  • Grundschulen: Jahrgänge 1 -3 und weiterhin Jahrgang 4
  • Gemeinschaftsschulen: Jahrgänge 8, 9 und 10
  • Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen: Jahrgänge 8, 9, 10, E und Q1
  • Gymnasien: Jahrgänge 8, 9, 10, E und Q1 und weiterhin Jahrgang 6
  • Berufsbildende Schulen: Fortsetzung der Prüfungen und parallel möglicher Unterrichtsbetrieb
  • Förderzentren: Fortsetzung der Präsenzzeiten in enger Abstimmung mit den Sorgeberechtigten und den weiteren Unterstützungsstrukturen.

Die Gruppengrößen in der Notbetreuung an den Schulen sollen bereits ab dem 18. Mai erhöht werden. Außerdem können ab dem 25. Mai für die Kinder, die in der Schule sind, wieder Nachmittagsangebote geöffnet werden und Mensen und ähnliche Einrichtungen können bei Bedarf öffnen.

Ab dem 1. Juni beginnt die 4. Phase der Wiederöffnung und dann sollen auch folgende Jahrgangsstufen wieder zu Präsenzveranstaltungen die Schule besuchen:

  • Gemeinschaftsschulen: Jahrgänge 5, 6 und 7
  • Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe: Jahrgänge 5, 6 und 7
  • Gymnasien: Jahrgänge 5, 7 und 9

Die Ministerin machte deutlich: „Wir wollen ab dem 1. Juni wieder für alle Schülerinnen und Schüler Unterricht ermöglichen, aber das Lernen in der Distanz wird doch noch einen wesentlichen Anteil haben.“ Sie forderte alle Lehrkräfte auf, insbesondere auch diejenigen, die von zuhause aus arbeiten, die Kontaktmöglichkeiten zu den Schülerinnen und Schülern zu nutzen. „Die Kinder und Jugendlichen und auch die Eltern brauchen Ihre pädagogische Unterstützung und fachliche Expertise.“ 

Zur Handreichung Hygienevorschriften

Zur Handreichung Rahmenplan

Zum Erlass Leistungsbewertungen

Erlass von Allgemeinverfügungen zum Verbot

Seit dem 16. Mai gilt eine neuer Erlass von Allgemeinverfügungen zum Verbot und zur Beschränkung von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen. Er regelt auch die Themen Schule und Bildung - Stichworte: Betretungsverbot, Hygienepläne und Handlungsempfehlungen, Notbetreuung.

Zu den neuen Regelungen

Information zu Notbetreuung, Ganztagsangeboten und Mittagsversorgung ab 25. Mai

Ab dem 25. Mai 2020 beginnt die Phase 3 der Wiedereröffnung der Schulen und die Anzahl der schulischen Präsenzveranstaltungen wird erweitert, bis schließlich mit Beginn der Phase 4 alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Möglichkeiten der einzelnen Schulen an schulischen Präsenzveranstaltungen teilnehmen. Die Notbetreuung ist fortzusetzen, schrittweise können auch Ganztags- und Betreuungsangebote wieder vorgehalten werden. Hierfür gelten die folgenden Rahmenbedingungen:

1. Notbetreuung

Anspruchsberechtigte

Angebote der Notbetreuung sind weiterhin für Kinder von Eltern aufrechtzuerhalten, bei denen mindestens ein Elternteil in Bereichen der kritischen Infrastrukturen gem. § 19 der Landesverordnung zur Bekämpfung Coronavirus SARS-CoV-2 (Corona-Bekämpfungsverordnung) in ihrer jeweils aktuell geltenden Fassung dringend tätig ist, oder Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden vorbehalten. Die Eltern haben die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme und das Fehlen alternativer Betreuungsmöglichkeiten gegenüber der Einrichtung in geeigneter Weise zu dokumentieren.

Organisation der Notbetreuung

Die Notbetreuung findet in der Regel in der Zeit von 08.00 bis 13.00 Uhr statt. Sie wird von der Schule verantwortet und organisiert. Dabei kann grundsätzlich – in Abhängigkeit von den örtlichen Gegebenheiten – weiteres Personal eingebunden werden, z.B. des Trägers des schulischen Ganztags- oder Betreuungsangebots, die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie an den Grundschulen auch die Schulischen Assistenzkräfte, damit Lehrkräfte vorrangig für den Präsenzunterricht und für unterstützende Lernangebote eingesetzt werden können.

Für die Notbetreuung während des Vormittags entstehen den Eltern keine Kosten. Sofern eine Notbetreuung außerhalb der Unterrichtszeit erfo rderlich ist, soll ebenfalls nach Möglichkeit das weitere pädagogische Personal, z.B. des Trägers des schulischen Ganztags- oder Betreuungsangebots, die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, an den Grundschulen auch die Schulischen Assistenzkräfte sowie, einbezogen werden. In Abstimmung mit der Schule sollen jeweils individuelle und bedarfsgerechte Lösungen gefunden werden.

Gestaltung der Notbetreuungsgruppen

Die Notbetreuungsgruppen sollen maximal 10 Schülerinnen und Schüler umfassen. Die Handreichung für Schulen zum Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen (Stand: 24.04.2020) ist zu beachten. Grundsätzlich soll bei der Bildung der Gruppen der Notbetreuung und der schulischen
Präsenzveranstaltungen im Interesse einer Reduzierung des Infektionsrisikos eine Durchmischung vermieden werden. Aufgrund der Hygienevorkehrungen und der Nachvollziehbarkeit, welche Schülerinnen und Schüler in welchen Gruppen sind, ist ein Wechsel von der Notbetreuung in den Klassenverbund aber möglich. An Tagen, an denen keine schulischen Präsenzveranstaltungen stattfinden, können die Kinder wieder die Angebote in der Notbetreuung wahrnehmen.

2. Ganztags- und Betreuungsangebote

Ab dem 25. Mai 2020 sollen schulische Ganztags- und Betreuungsangebote in flexibler Form wiederaufgenommen werden können, und zwar j eweils für die Jahrgangsstufen, für die Präsenzangebote vorgehalten werden. Ziel ist es, den Schülern ergänzende pädagogische Anreize und soziale Kontakte zu ermöglichen und die Eltern zu entlasten.

Soweit Personal und Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, sollen die flexiblen Ganztags- und Betreuungsangebote von den Schülerinnen und Schülern im Präsenzunterricht in Anspruch genommen werden, die bereits vor den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie daran teilgenommen haben. Zur (organisatorischen) Entlastung der Schulen können insbesondere am Nachmittag die Schüler in der Notbetreuung in die flexiblen Ganztags- und Betreuungsangebote integriert werden.

Die Gruppen sollen auf zehn Schülerinnen und Schüler beschränkt werden. Wie bei der Notfallbetreuung muss der Wechsel vom Präsenzunterricht und zwischen verschiedenen Gruppen nachvollziehbar sein, deshalb sind Teilnehmerlisten unverzichtbar. Die Handreichung für Schulen zum Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen (Stand: 24. April 2020) ist zu beachten.

Es sollte die Möglichkeit eingeräumt werden, eine ggf. mitgebrachte Mahlzeit einzunehmen. Darüber hinaus können ab dem 25. Mai Mensen und ähnliche Einrichtungen wieder öffnen.

Abitur- und weitere Abschlussprüfungen

Die Landesregierung hat entschieden, die Abschlussprüfungen unter besonderen Auflagen stattfinden zu lassen. Dabei handelt es sich um spezielle Hygiene- und Verhaltensvorschriften auf Grundlage der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

"Wir schaffen mit den nun festgelegten Regeln einen Rahmen, in dem aus heutiger Sicht die Abschlussprüfungen stattfinden können", sagte Bildungsministerin Karin Prien. Das Bildungsministerium wolle allen Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Prüfungsbedingungen bieten, betonte die Ministerin. "Dabei gehen Sicherheit und Gesundheit vor."

Weitere Informationen zu den Regelungen (Meldung vom 8. März)

Termine der schriftlichen Abiturprüfungen:

  • Dienstag, 21. April 2020: Profilfächer (neuer Termin)
  • Freitag, 24. April 2020: Kernfach-Fremdsprachen (außer Französisch)
  • Dienstag, 28. April 2020: Kernfach Französisch
  • Donnerstag, 30. April 2020: Kernfach Deutsch
  • Dienstag, 5. Mai 2020: Kernfach Mathematik
  • 26. - 28. Mai 2020: Sprechprüfungen Englisch (neuer Termin)

Termine der schriftlichen Prüfungen zum ESA und MSA

Haupttermine

  • Dienstag, 5. Mai 2020: Herkunftssprachenprüfung - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) und Mittlerer Schulabschluss (MSA)
  • Montag, 11. Mai 2020: Deutsch - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) / Englisch - Mittlerer Schulabschluss (MSA)
  • Mittwoch, 13. Mai 2020: Mathematik - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) / Deutsch - Mittlerer Schulabschluss (MSA)
  • Freitag, 15. Mai 2020: Englisch - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) / Mathematik - Mittlerer Schulabschluss (MSA)

Nachschreibtermine

  • Montag, 25. Mai 2020: Deutsch - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) und Mittlerer Schulabschluss (MSA)
  • Mittwoch, 27. Mai 2020: Englisch - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) und Mittlerer Schulabschluss (MSA)
  • Freitag, 29. Mai 2020: Mathematik - Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) und Mittlerer Schulabschluss (MSA)

Die mündlichen Prüfungen beginnen ab dem 11. Juni 2020.

Abschlussprüfungen an Berufsbildenden Schulen/Abiturprüfungen an den beruflichen Gymnasien:

  • Dienstag, 21. April 2020: Deutsch
  • Freitag, 24. April 2020: Mathematik
  • Montag/Dienstag, 27./28. April 2020: Fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach
  • Donnerstag, 30. April 2020: Englisch

Die mündlichen Prüfungen finden vom 15. bis 26. Juni 2020 statt.

Unterstützung durch den schulpsychologischen Dienst

Die Unterstützungsangebote des schulpsychologischen Dienstes stehen weiterhin zur Verfügung, sie werden jedoch an die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie angepasst. mehr lesen

Meldungen in chronologischer Reihenfolge

Das Geschehen entwickelt sich sehr dynamisch und erfordert ständig aktuelle Entscheidungen, deshalb sind alle Meldungen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur untenstehend chronologisch geordnet.

Alle Meldungen im Monat April

Alle Meldungen im Monat März