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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Coronavirus
Informationen für die Kultur

Ein Überblick über die Entscheidungen und Regelungen für den Kulturbereich.

Soforthilfe Schaustellerbetriebe

Die Soforthilfe wird im Wege einer nicht rückzahlbaren einmaligen Leistung als Wertausgleich von Abschreibungen für die Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 zur Sicherung des Betriebskapitals und zur Überwindung der existenzbedrohenden Wirtschaftslage für Einnahmeausfälle gewährt. Antragsberechtigt sind hauptberufliche Schaustellerinnen und Schausteller mit Sitz in Schleswig-Holstein. Sie können Soforthilfe bis zur Höhe von 95 % der für betriebliche Investitionen im Bewilligungszeitraum errechneten linearen Abschreibungen beantragen. Die Leistung darf die Höhe der jährlichen Tilgungen nicht überschreiten. Förderfähig sind Abschreibungen von betrieblichen Investitionen für Neu- und Ersatzbeschaffungen.

Richtlinie zur Gewährung einer Abschreibungsförderung als Soforthilfe bei Einnahmeausfällen für Schaustellerbetriebe im Land Schleswig-Holstein (Soforthilfe Schaustellerbetriebe) (PDF 34KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Antrag auf Gewährung einer Leistung aus der Soforthilfe Schaustellerbetriebe (PDF 915KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Land stärkt Kulturhilfefonds

Das Land stockt den Kulturhilfefonds des Landeskulturverbandes für Künstlerinnen und Künstler nochmals auf. Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung. Damit kann Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten schnell und unbürokratisch mit einer Soforthilfe geholfen werden. Dieses Geld steht den Kulturschaffenden zusätzlich zu den Soforthilfen des Bundes für Solo-Selbstständige zur Verfügung.

Künstlerinnen und Künstler aller Sparten in Schleswig-Holstein haben die Möglichkeit einer weiteren Projektförderung. Anträge können längstens bis zum 31. August gestellt werden, und zwar über bis zu 2.500 Euro (zusätzlich zu den bereits ausgezahlten bis zu 1.000 Euro). mehr lesen

Museen, Kino und kleine kulturelle Formate - Wichtige Änderungen

Immer mehr kulturelle Einrichtungen in Schleswig-Holstein öffnen wieder ihre Türen. „Museen und Galerien sind wieder für Besucherinnen und Besucher offen, auch Kinos können ihren Vorführbetrieb wiederaufnehmen und auch kleine Kulturformate und -events, sagte Kulturministerin Karin Prien am 18. Mai in Kiel. Voraussetzung dafür sei unter anderem ein Hygienekonzept, Museen müssten aus Gründen der Rechtssicherheit die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben.

„Kultur ist vielseitig und aus dieser Vielseitigkeit können wir jetzt wieder auswählen“, freute sie sich über die aktuellen Lockerungen.

Regelungen für kulturelle Einrichtungen

  • Kinos dürfen ihren Vorführungsbetrieb wiederaufnehmen. In einem Saal sind allerdings nicht mehr als 250 Besucherinnen und Besuchern auf festen Sitzplätzen zugelassen; das Abstandsgebot von 1,50 m nach allen Seiten gilt auch hier. Ein Hygienekonzept ist erforderlich. Um enge Begegnungen von Gästen zu vermeiden empfiehlt sich die Markierung von Laufwegen, im Kassenbereich müssen Warteschlangen vermieden werden. Zusammensitzen z. B. in Kinos und Theatern – nebeneinander und ohne Abstandsgebot - dürfen Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Es empfiehlt sich also, bei der Reservierung bereits anzugeben, wenn man mit Familienanhang oder mit Lebenspartner/in kommt.
  • Museen, Ausstellungen, Galerien und Gedenkstätten können bereits seit dem Mai wieder öffnen. Nach der neuen Verordnung ab dem 18. Mai zählen sie wie zum Beispiel auch soziokulturelle Zentren oder öffentliche Bibliotheken zu den Einrichtungen mit Publikumsverkehr nach § 3 der LVO. Danach müssen sie die allgemeinen Hygienestandards gewährleisten und in Aushängen kenntlich machen. Aus Gründen der Rechtssicherheit müssen Museen jetzt die Kontaktdaten ihrer Gäste erheben.
  • Es gilt das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen Personen in allen Räumen und damit die Begrenzung der Gästezahl aufgrund der räumlichen Kapazitäten. Möglichkeiten zum Händewaschen und Desinfizieren, regelmäßige Reinigung von Oberflächen, die häufig berührt werden, regelmäßige Lüftung in Innenräumen, das regelmäßige Reinigen der Sanitäranlagen muss gewährleistet werden. Die enge Begegnung von Gästen, insbesondere im Sanitärbereich, im Shop, in Warteschlagen und im Kassenbereich, muss vermieden werden. Für die eigenen Beschäftigten gelten die „Arbeitsschutzstandards COVID 19“.
  • Auch Museumsführungen können wieder angeboten werden, sofern das Abstandsgebot von 1,50 m zwischen den Personen in allen Räumen eingehalten wird.
  • Museumscafés dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen: Erforderlich ist ein gesondertes Hygienekonzept mit der Wahrung des Abstandsgebotes oder geeigneten physischen Barrieren (§ 7). Außerdem müssen die Kontaktdaten der Gäste erhoben werden.
  • Kulturveranstaltungen – gemeint sind zeitlich begrenze Ereignisse wie Lesungen, Theater- und Tanzaufführungen, Konzerte, Ausstellungseröffnungen – mit Besucherinnen und Besucher sind ab dem 8. Juni unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaubt (§ 5). Veranstaltungen wie Feste, Empfänge, Führungen und Exkursionen, bei denen feste Sitzplätze nicht vorhanden sind, dürfen seit dem 29. Juni 2020 auch innerhalb geschlossener Räume mit bis zu 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfinden. Außerhalb geschlossener Räume sind 150 Teilnehmer möglich. Märkte und vergleichbare Veranstaltungen dürfen innerhalb geschlossener Räume mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 250 Personen und außerhalb geschlossener Räume mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 500 gleichzeitig anwesenden Personen stattfinden. Veranstaltungen mit Sitzungscharakter, bei denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre festen Sitzplätze nur kurzzeitig verlassen (Konzerte, Vorträge, Lesungen, Theater, Kinos, Autokinos) dürfen eine gleichzeitige Teilnehmerzahl von 500 Personen außerhalb geschlossener Räume und 250 Personen innerhalb geschlossener Räume nicht überschreiten. Voraussetzung ist generell ein striktes Abstandsgebot und ein Hygienekonzept. Alle Teilnehmenden müssen ihre Kontaktdaten dem Veranstalter übermitteln, diese müssen für vier Wochen aufbewahrt werden. Gemeinsames Singen ist derzeit nur im Freien erlaubt. Das Singen oder das Musizieren mit Blasinstrumenten in geschlossenen Räumen ist für Solodarbietungen und/oder im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit unter Auflagen wieder möglich. Dabei gilt zwischen den Akteuren jeweils ein Mindestabstand von drei Metern - oder die Übertragung von Tröpfchen wird durch geeignete Barrieren verringert. Zum Publikum muss ein Mindestabstand von sechs Metern eingehalten werden - oder die Übertragung von Tröpfchen wird durch geeignete Barrieren verringert.
  • Für den internen Probenbetrieb der Theater gelten arbeitschutzrechtliche Vorschriften und Empfehlungen, die insbesondere in der „VBG: Branchenspezifische Handlungshilfe: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für die Branche Bühnen und Studios für den Bereich Probenbetrieb“ und in den „Handlungshilfen für Proben in SH“ der drei öffentlich-rechtlichen Theater in Schleswig-Holstein zusammengefasst sind.
  • Volkshochschulen, Bildungsstätten und Musikschulen: Für Unterrichtsangebote in Weiterbildungseinrichtungen gelten die Regelungen wie für Veranstaltungen (§ 5). Dazu gehören das verpflichtende Hygienekonzept und die Aufnahme der Kontaktdaten aller Teilnehmenden. Wenn der Bildungszweck es erforderlich macht, müssen die Teilnehmenden nicht sitzen. Teilweise sind auch Ausnahmen vom allgemeinen Abstandsgebot möglich. Musikunterricht in kleinen Gruppen ist nun wieder möglich. Untersagt sind das gemeinsame Singen und damit Chöre und das Spielen von Blasinstrumenten in den Räumen der Bildungsstätten.

Foto Unterstützungspaket für Kultur (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Unterstützungspaket für Kultur © MBWK

#KulturHilfe

Um die kulturelle Vielfalt zu erhalten, hat das Land ein 33 Millionen Euro umfassendes Unterstützungspaket aufgelegt. Ausführliche Informationen finden Sie hier.