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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Teilweise Wiedereröffnung der Musikschulen

Handlungsempfehlungen des Landesverbandes Musikschulen in Schleswig-Holstein zur teilweisen Wiedereröffnung der Musikschulen in Schleswig-Holstein ab dem 4. Mai 2020

Der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein begrüßt die Entscheidung der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung, den Musikschulen unter Einhaltung geltender Verordnungen ab dem 4. Mai 2020 eine teilweise Wiederöffnung zu gestatten. Dies ist ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung der Kultur und der außerschulischen kulturellen Bildung in unserem Land. Durch diese Handlungsempfehlungen möchten wir die Musikschulen in Schleswig-Holstein bei ihrer Wiedereröffnung nach der Schließung infolge der Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 unterstützen.

1. Grundsätzliches

(1) Diese Handreichung basiert auf der Landesverordnung vom 3. Mai 2020 und ist bis auf weiteres gültig. Grundsätzlich gilt: Voraussetzung für eine teilweise Wiedereröffnung der Musikschulen sind jeweils die aktuellen Landesverordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie die „Arbeitsschutzstandards COVID 19“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und die „Allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen“ des Robert Koch-Instituts (RKI).

(2) Die teilweise Wiederöffnung von Musikschulen in Schleswig-Holstein muss im Einvernehmen mit den Trägern der jeweiligen Einrichtungen getroffen werden. Dabei sind die jeweils vor Ort geltenden Richtlinien der zuständigen Gesundheitsämter zwingend zu beachten und abzustimmen.

(3) Den Musikschulen ist freigestellt, ob sie aufgrund örtlicher, personeller oder wirtschaftlicher Gegebenheiten zu einem späteren Zeitpunkt ihren Betrieb wiederaufnehmen.

2. Informationen für Besucherinnen und Besucher

(1) Gezielte und aktuelle Informationen sind wichtig in dieser Zeit. Nutzen Sie dazu die Homepage der Musikschule/ des Landesverbandes oder die örtliche Presse, die über eventuell neue Öffnungszeiten, Einschränkungen und Empfehlungen zum Eigenschutz der Schülerinnen/Schüler aufgrund der Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus berichten.

(2) Bringen Sie in jedem Fall im Eingangs- und Kassenbereich deutlich lesbare Informationsplakate zu Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen an.

3. Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen

(1) Definieren Sie eine maximale Anzahl von Schülerinnen/ Schülern, die sich gleichzeitig in Ihrer Musikschule aufhalten können. Die Landesverordnung schreibt dazu 10 Quadratmeter große Fläche pro Person vor. Sorgen Sie dafür, dass sich nie mehr als diese Anzahl an Schülerinnen/ Schülern gleichzeitig in Ihrer Musikschule aufhält und dokumentieren Sie Dauer, Namen und Kontaktdaten der Anwesenden. Diese Daten sind drei Monate aufzubewahren, um ggf. Infektionsketten rekonstruieren zu können. In jedem Fall ist der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

(2) An den Ein- und Ausgängen zur Musikschule sowie in den Sanitäranlagen werden geeignete Spender für Desinfektionsmittel empfohlen und eingerichtet. In den Sanitäranlagen müssen Seife sowie Papierhandtücher in ausreichender Menge verfügbar sein, hier sollen Informationen zu Hygienemaßnahmen aushängen.

(3) Die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes wird für Schüler/ Schülerinnen sowie die Lehrkräfte auch im Innenraum empfohlen.

(4) Bei Sängerinnen/ Sängern und Bläserinnen/ Bläser ist wegen der großen Aerosolbelastung besondere Vorsicht geboten hinsichtlich Raumgröße (nur in größeren Räumen), Abstand (durchsichtige Trennwände – aus Plexiglas - gegen Tröpfcheninfektion, da das Tragen eines Mundschutzes nicht möglich ist) und Zeitkonzept des Unterrichts (Regiekonzept, Lüftung).

(5) Desinfizieren von stationären Instrumenten sowie Türklinken nach jeder Unterrichtsstunde durch die Lehrkraft (dafür müssen geeignete Desinfektionsmittel durch die Musikschule zur Verfügung gestellt werden).

(6) Der Austausch von Instrumenten, Bögen, Mundstücken etc. ist nicht gestattet.

(7) Das Einstimmen z.B. von Geigen jüngerer Schülerinnen und Schüler muss unter besonderen Schutzmaßnahmen erfolgen (Mund-Nasen-Schutz; Handschuhe, Tuch über der Geige). Soweit möglich das Instrument danach mit einem Desinfektionstuch reinigen.

(8) Ggf. Wechselturnus für Schülerinnen und Schüler bei stark frequentierten Lehrkräften – Präsenzunterricht/Onlineunterricht.

(9) Ausgiebiges Lüften zwischen den Unterrichtseinheiten (Stundenpläne entsprechend anpassen).

(10) Markieren Sie im Empfangsbereich einen Abstandsbereich zum Tresen. Markieren Sie auf dem Boden den Mindestabstand von 1,5 m, der in einer Warteschlange einzuhalten ist.

(11) Installieren Sie am Eingangstresen einen sogenannten „Spuckschutz“, z.B. aus Plexiglas oder unter Verwendung von stabiler Klarsichtfolie. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Besucherkontakt sind verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das Tragen von Handschuhen wird empfohlen.

(12) Türklinken, Geländer, Garderobenschränke, Schließfächer usw. sollten regelmäßig mehrmals täglich entsprechend der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts gereinigt werden.

4. Veranstaltungen und sonstige Angebote

Jegliche Veranstaltungen und andere pädagogische Angebote sind vorerst nicht gestattet.

5. Hygieneauflagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

(1) Stellen Sie Desinfektionsmittel für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung.

(2) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einer Risikogruppe angehören und entsprechende Vorerkrankungen haben, sollen möglichst in Bereichen ohne Publikumskontakt eingesetzt werden. Sollte das aus personaltechnischen Gründen nicht umsetzbar sein, ist bei diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders auf die Einhaltung der Schutz-Maßnahmen zu achten.

(3) Das Personal ist vor Wiederöffnung der Musikschule zu den Hygieneauflagen und Kontaktbeschränkungen im Besucher- und Arbeitsbereich zu schulen.

6. Links zu Ihrer weiteren Information

Land Schleswig-Holstein / Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holsten

Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Robert Koch-Institut / Allgemeine Infektionsschutzmaßnahmen