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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Werkstätten, Tagesförderstätten, Tagesstätten

Ab dem 29. Juni gibt es kein grundsätzliches Betretungsverbot mehr. Vielmehr können Werkstätten, Tagesförderstätten und Tagesstätten dann ihren Regelbetrieb unter Auflagen wieder aufnehmen. Menschen mit Behinderungen, die Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten, sollen ihrem Alltag und ihrer Beschäftigung damit in einer Weise nachgehen können, die der aller Menschen in der Gesellschaft entspricht, ohne dass besondere Gefährdungen für die Gesundheit vulnerabler Personen innerhalb der Gruppe der Menschen mit Behinderungen entstehen.

Voraussetzung für die Rückkehr in den Regelbetrieb unter Auflagen ist, dass die Einrichtung bestimmte Maßnahmen festlegt, die die Einhaltung von infektionshygienisch bedingten Hygiene- und Verhaltensregeln bei der Beschäftigung und sonstigen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bzw. zur sozialen Teilhabe, in den Pausen und während der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung sicherstellt. Zu diesen Maßnahmen zählen z.B.

  • die Wahrung des Abstandsgebots zwischen Beschäftigten untereinander und zwischen Beschäftigten und Anleiter*innen bzw. (falls organisatorisch nicht möglich)
  • abstandsersetzende Barriere-Maßnahmen zur Verhinderung einer Infektionsübertragung (z.B. Mundnasenbedeckungen, Visiere, räumliche Abtrennungen, Bildung fester Teams, etc.)
  • Markierung von Ein- und Ausgänge und Wegen
  • Regelmäßiges Lüften der Räume und Reinigung von Arbeitsmaterialien.

Um ein Infektionsgeschehen in der Werkstatt zu vermeiden, gelten aber weiterhin Betretungsverbote für Menschen mit Behinderungen mit akuten Atemwegserkrankungen. Darüber hinaus gelten Ausnahmen für Personen,

  • die aus sonstigen Gründen arbeitsunfähig erkrankt sind und
  • die der Gruppe der vulnerablen Personen nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts (z.B. einschlägige Vorerkrankungen) zuzuordnen sind und denen von einer Beschäftigung durch den Betriebs- oder Hausarzt nachweislich abgeraten wird.

Personen mit Teilhabeeinschränkungen, welche eine Einhaltung der infektionsmedizinisch bedingten Hygiene- und Abstandsregelungen auch unter Hilfestellung nicht zulässt (z.B. aufgrund des Ausprägungsgrades der geistigen oder psychischen Beeinträchtigung.

Für Fahrdienste für Werkstattbeschäftigte, die ihre Arbeit wiederaufnehmen, gelten grundsätzlich die Regelungen für den Öffentlichen Personennahverkehr, besonderen behinderungsbedingten Erfordernissen im Einzelfall wird darüber hinaus Rechnung getragen. Unberührt ist die Möglichkeit, den Weg zur Arbeits- oder Betreuungsstätte eigenverantwortlich z.B. fußläufig oder per Fahrrad zu nehmen, wenn dabei die allgemeinen Regeln der Hygiene- und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.

Auch soziale, kulturelle oder sportliche Angebote innerhalb des Werkstattbetriebs oder Leistungsangebots können wiederaufgenommen werden. Für diese gelten die allgemeinen Anforderungen nach der Corona-BekämpfVO.

Öffnung der Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Tagesförderstätten sowie Tagesstätten in Schleswig-Holstein – Regelbetrieb unter Auflagen“ (gültig ab 29.06.2020) (PDF 292KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Werden die Angebote von Tagesförderstätten und Tagesstätten wieder hochgefahren?

Für Tagesstätten und Tagesförderstätten gelten dieselben Regelungen wie für Werkstätten für behinderte Menschen. Sehen Sie bitte unter folgender FAQ nach: "Was ist mit Werkstätten für Menschen mit Behinderung, darf ich da noch hin?"