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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Soforthilfeprogramm für Einrichtungen des Natur- und Umweltschutzes, der nachhaltigen Entwicklung sowie Tierparks

Wer kann einen Antrag für das Soforthilfeprogramm stellen?

Antragsberechtigt sind gemeinnützige und gemeinwohlorientierte natürliche und juristische Personen mit Sitz in Schleswig-Holstein, die Träger einer Einrichtung insbesondere in folgenden Bereichen sind:

  • Natur- und Umweltschutz: gemäß § 40 Landesnaturschutzgesetz anerkannte Naturschutzverbände sowie Vereine und Verbände, sofern sie gem. ihrer Satzung überwiegend und nicht nur vorübergehend die Ziele des Natur- und Umweltschutzes fördern.
  • Akteure, die als Bildungspartner für Nachhaltigkeit, Bildungseinrichtung für Nachhaltigkeit oder Bildungszentrum für Nachhaltigkeit im Rahmen der NUN-Zertifizierung („Norddeutsch und Nachhaltig“) zertifiziert sind.
  • Richtlinie 1999/22/EG des Rates über die Haltung von Wildtieren in Zoos (EU-Zoorichtlinie – Abl. L 94 vom 9.4.1999, Seite 24-26) zertifizierte Tierparks.

Zu den juristischen Personen zählen zum Beispiel gGmbHs, Stiftungen oder Vereine.

Müssen besondere Voraussetzungen erfüllt sein?

Voraussetzung für die Gewährung von Soforthilfen ist ein durch die Corona-Pandemie verursachter Liquiditätsengpass, der zu einer Existenzgefährdung in Form einer Zahlungsunfähigkeit oder drohenden Zahlungsunfähigkeit führt. Die Soforthilfe wird daher nicht gewährt, sofern dieser Zustand unabhängig von der Corona-Pandemie besteht und insbesondere bereits vor dem 11. März 2020 bestanden hat.

Wann ist ein Antrag beim Soforthilfeprogramm sinnvoll?

Grundsätzlich sind das allgemeine Corona-Soforthilfe-Programm des Bundes, des Landes oder von Kommunen vorrangig in Anspruch zu nehmen. Bitte prüfen Sie deshalb in jedem Fall vorab, ob Ihr/e Verein, Institution, Einrichtung dafür in Frage kommt.

Hier finden Sie Förderanträge sowie Beratungsangebote:

https://www.ib-sh.de/infoseite/corona-beratung-fuer-unternehmen/

https://www.ihk-schleswig-holstein.de/news/startseite-old/coronavirus

Das gilt auch für die Möglichkeit weiterer Entschädigungszahlungen wie zum Beispiel (https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/).

Für welche Zeit wird die Soforthilfe gewährt?

Die Fördermittel wird ab dem Monat der Antragstellung maximal für drei zusammenhängende Monatszeiträume bis zur Höhe des dargelegten Liquiditätsengpasses gewährt.

Sind die Hilfen aus dem Soforthilfeprogramm mit Hilfen aus anderen Programmen kombinierbar?

Ja. Zunächst müssen aber alle anderen Soforthilfen des Bundes, des Landes und ggf. der kommunalen Körperschaften ausgeschöpft sein und in die Berechnung des Liquiditätsengpasses mit einbezogen werden.

Gibt es Zuschüsse oder Kredite?

Die Soforthilfe ist kein Kredit. Sie ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Was bedeutet Liquiditätsengpass?

Ein Liquiditätsengpass entsteht, wenn die voraussichtlichen Ausgaben die voraussichtlichen Einnahmen übersteigen und die Liquiditätsreserven der Einrichtung aufgebraucht sind. Als liquide Mittel sind insbesondere Bargeld- bzw. Kassenbestände und Bankguthaben sowie börsengängige Wertpapiere, Schecks und diskontfähige Wechsel einzubeziehen.

Welche Kosten dürfen bei der Ermittlung des Liquiditätsengpasses berücksichtigt werden?

Bei der Ermittlung des Liquiditätsengpasses dürfen alle Kosten, die im Antragsmonat sowie den beiden folgenden Monaten aus dem Sach- und Finanzaufwand entstehen, berücksichtigt werden. Zum Beispiel sind das Personalkosten, gewerbliche Mieten, Pacht- und Leasingaufwendungen.

Müssen vor der Beantragung der Soforthilfe Stundungen für Ausgaben wie Miete, Kreditkosten und Steuern beantragt werden?

Nein, es ist keine Voraussetzung für die Förderung, dass vor der Beantragung der Soforthilfe Stundungen beantragt werden müssen.

Kann der Antrag auf Soforthilfe mehrmals gestellt werden?

Nein, der Antrag kann nur einmal gestellt werden. Je nach Liquidität der Institution ist es unter Umständen sinnvoll, mit der Antragstellung noch einen Monat zu warten.

Gibt es eine Antragsfrist? Wo kann der Antrag gestellt werden?

Anträge sind bis spätestens 31. Mai 2020 schriftlich an das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, -Referat V 50- oder per E-Mail an soforthilfe@melund.landsh.de zu stellen. Bei Antragstellung per E-Mail ist der unterschriebene Antrag als Scan oder Foto (jpeg-Datei) zu übersenden.

Antragsformular für das Soforthilfeprogramm Natur, Umwelt, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Tierparks des Landes Schleswig-Holstein (PDF 370KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Richtlinien zur Gewährung von Soforthilfen zum Erhalt und zur Stärkung von Einrichtungen des Natur- und Umweltschutzes, der nachhaltigen Entwicklung sowie von Tierparks vom 17. April 2020 (PDF 30KB, Datei ist nicht barrierefrei) 

Wohin wende ich mich bei Fragen?

Rückfragen zum Programm sind an die E-Mailadresse soforthilfe@melund.landsh.de zu stellen.