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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Sport

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Welche Voraussetzungen gelten für das Sporttreiben?

Für den Sport in und außerhalb von Sportanlagen gelten folgende Voraussetzungen:

  • Das Abstandsgebot ist einzuhalten.
  • Das generelle Kontaktverbot ist für den Sport weiter gefasst; es können sich also mehr Menschen treffen als nur die Personen, die aus zwei Haushalten stammen, dennoch sind natürlich die Abstände und Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten.
  • Gruppen von 10 Personen dürfen auch ohne das Einhalten der Abstandsregeln Sport ausüben. Auf die Sportart kommt es nicht an; auch kontaktintensive Sportarten wie Kampfsport können ausgeübt worden. Bei der Ausübung von Sport gilt das allgemeine Abstandsgebot aus § 2 Abs. 1 der Corona-Verordnung. Dabei gilt ebenfalls die Ausnahme nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, wonach der Mindestabstand von 1,5 Metern bei Zusammenkünften zu privaten Zwecken mit bis zu 10 Personen nicht eingehalten werden muss. Dies ist bei der Ausübung von Sport in einer Gruppe bis zu 10 Personen stets der Fall, weil sich die Personen zu einem privaten Zweck, nämlich der Ausübung von Sport, treffen. Für die vereinsgebundene Sportausübung gelten nach § 11 Abs. 1 Nr. 7 aber auch die Empfehlungen des DOSB oder von einzelnen Sportfachverbänden, soweit jeweils vorhanden, die zu beachten sind.
  • Bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten.
  • Soweit der Sport in Sportanlagen ausgeübt wird, haben Zuschauerinnen und Zuschauer keinen Zutritt, dies gilt nicht im Falle der Ausrichtung von Wettkämpfen, aber auch hier gelten die Regeln für Versammlungen mit Hygieneetikette und dem Abstandsgebot sowie der Begrenzung der Personenzahl. Für Außenveranstaltungen gilt, dass nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig anwesend sein dürfen. Gibt es feste Sitzplätze außen, zum Beispiel Tribünen, können 250 Personen anwesend sein.
  • Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen, wie Duschräume und Sammelumkleiden können geöffnet werden, soweit ein Hygienekonzept für diese Einrichtungen erstellt wird.
  • Vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort ausgehängt. Die in den "Leitplanken" des DOSB empfohlene Gruppengröße von fünf Personen bedeutet keine zwingende Vorgabe - maßgeblich bleibt die insbesondere auf Grundlage der Raumkapazitäten (Abstandsgebot) festgelegte Gruppengröße.
  • Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat der Betreiber oder Veranstalter ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Dabei ist auf die ausgeführte Sportart Rücksicht zu nehmen. Zum Beispiel muss bei besonders atmungsaktiven Sportarten (Cardiobereich im Fitnessstudio) ein größerer Abstand zwischen den Sportlern gewahrt bleiben.
  • Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher sollen erhoben und sechs Wochen aufbewahrt werden. Dritte dürfen von den Kontaktdaten keine Kenntnis erlangen. Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, sind von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme an der Veranstaltung oder Versammlung auszuschließen.

Gibt es Ausnahmen für Berufssportlerinnen und Berufssportler?

Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen unter der Voraussetzung zulassen, dass ein Hygienekonzept erstellt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird. Das für Sport zuständige Ministerium ist über die Ausnahmegenehmigung zu unterrichten.

Können Wettkämpfe stattfinden?

Ja, Wettkämpfe dürfen veranstaltet werden. Es gelten aber die Regeln der Verordnung zur Einhaltung des Abstandsgebotes, der Hygiene und der Begrenzung der Personenzahl (Paragraphen 3 bis 5 der Verordnung). Es muss ein Hygienekonzept erarbeitet werden.

Für Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga gilt dieses Verbot und das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 der Corona-Bekämpfungsverordnung nicht, wenn der ausrichtende Verein die Vorgaben des Konzepts der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH beachtet.

Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) der Landesverordnung zur Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung

Können Schwimmbäder genutzt werden?

Ja. Neben öffentlichen Bade- und Schwimmstellen können auch Schwimm- und Freibäder mit einem Hygienekonzept geöffnet werden. Als Sportanlagen gelten für sie auch hier die Vorgaben des Abstandes und Kontaktbeschränkungen. Erleichtert werden die Regeln in Freibädern, da der Sport hier nicht in geschlossenen Räumen ausgeübt wird.

Das bisherige Verbot der Nutzung von Becken in geschlossenen Räumen, die nicht geeignet sind, Sport-, Ausbildungs- und Therapiezwecken zu dienen, ist nun aufgehoben. Allerdings ist die gleichzeitige Nutzung von Saunen, Whirlpools und vergleichbare Einrichtungen weiterhin nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Hausstandes zulässig.

In den zu erstellenden Hygienekonzepten muss auf die örtlichen Gegebenheiten eingegangen werden:

  • Die Besucherzahlen sind auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten zu begrenzen.
  • Die Wahrung des Abstandsgebotes muss sichergestellt werden.
  • Die Besucherströme sind zu regeln.

Insbesondere bei Bädern im Innenbereich sind gesteigerte Anforderungen an das Hygienekonzept und seine Umsetzung notwendig. Der Luftaustausch ist im Gegensatz zu den Bädern im Freien geringer, was die Gefahr einer Tröpfchenübertragung erhöht.

Je mehr Gäste ein Bad aufnehmen kann, desto intensiver muss sich eine Betreiberin oder ein Betreiber damit auseinandersetzen, wie er den Gefahren einer Tröpfchenübertragung begegnen will. Das ist in einem Hygienekonzept abzubilden. Sofern das Hygienekonzept die gleichzeitige Anwesenheit von mehr als 250 Gästen vorsieht, ist das Hygienekonzept dem zuständigen Gesundheitsamt vor Betriebsaufnahme anzuzeigen. Das Gesundheitsamt soll stichprobenartig auch vor Ort prüfen, ob und wie die Betreiberin oder der Betreiber das Hygienekonzept einhält, welches zuvor angezeigt wurde.

Welche Regeln gelten für den Angelsport?

Angeln ist ohne Einschränkungen erlaubt. Individuelle Angelausflüge von Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern an und auf einem natürlichen Gewässer (See, Fluss, Ostsee oder Nordsee) sind erlaubt - ebenso wie Fahrten mit Angelkuttern.

Zulässig ist auch die Einreise von Bürgerinnen und Bürgern anderer Bundesländer, um in Schleswig-Holstein dem individuellen Angeln nachzugehen. Bitte beachten Sie generell – auch beim Angeln – die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.

Welche Regeln gelten für Sportboothäfen?

Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Es darf auf Sportbooten unter Beachtung der allgemeinen Kontaktvermeidungsregeln übernachtet werden. Das heißt mit den Mitgliedern maximal zweier Hausgemeinschaften oder als Gruppe von maximal 10 Personen im Regelfall aus dem Bekannten- und Freundeskreis.

Dürfen (Gast)-Yachten schleswig-holsteinische Sportboothäfen anlaufen?

Ja. Ausnahmen können aber die Kreise und kreisfreien Städte in touristischen Hotspots vornehmen.

Gibt es Wasser und Strom an den Stegen?

Ja. Dies ist möglich.

Sind in den Yachthäfen sanitäre Anlagen offen?

Ja. Allerdings sind Hygienekonzepte zu erstellen, die von den Nutzern eingehalten werden müssen.

Dürfen Yachten in Sportboothäfen ein- oder auslaufen?

Ja. Dabei sind allerdings die Abstandsregeln einzuhalten. Ausnahmen können aber die Kreise und kreisfreien Städten in touristischen Hotspots vornehmen

Können oder müssen Winterlagerbetriebe/Werften den Zugang für Nichtmitarbeiter beschränken?

Ja.  Bei Einrichtungen mit Publikumsverkehr muss der Betreiber die Hygienestandards nach § 3 der Corona-Bekämpfungsverordnung einhalten. Daher kann der Zugang beschränkt werden.

Können die örtlichen Gesundheitsbehörden die Vorschriften über Sportboothäfen verschärfen?

Die örtlichen Gesundheitsbehörden können weitergehende Anordnungen erlassen, die über die Landesverordnung hinausgehen.

Darf von Booten aus gefischt werden oder dürfen Hobbyfischer noch aus Häfen auslaufen, weil Fischen erlaubt ist?

Ja.

Dürfen Sportbootfahrer aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein einreisen und auf ihren Sportbooten übernachten?

Es darf auf Sportbooten unter Beachtung des Kontaktverbotes übernachtet werden. Das heißt maximal mit den Mitgliedern zweier Hausgemeinschaften oder in einer Gruppe von maximal 10 Personen im Regelfall aus dem Bekannten-. und Freundeskreis. Ausnahmen können aber die Kreise und kreisfreien Städte in touristischen Hotspots vornehmen.

Dürfen Sportboote wieder an Privatpersonen vermietet werden?

Ja. Dies ist möglich, wenn beim Fahren die Abstandsregeln (§ 2 Abs. 1) eingehalten werden. Auf Sportbooten ist die Einhaltung der generellen Abstandsgebote eine besondere Herausforderung. Eine Übernachtung ist nur für die Mitglieder maximal zweier Hausgemeinschaften oder in einer Gruppe von maximal 10 Personen aus dem Bekannten- und Freundeskreiszulässig.

Wie sieht es mit Vermietungen zu kommerziellen Zwecken oder Veranstaltungen auf Booten und Schiffen, z. B. für Ausbildungs- oder Prüfungsfahrten, aus?

Für diese Fahrten gelten die Regelungen für Veranstaltungen, Sport, Bildungseinrichtungen und ggf. Beherbergungsbetriebe in der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Schleswig-Holstein. Die Unternehmen müssen u. a. ein Hygienekonzept erarbeiten, das die Kontaktbeschränkungsregeln (1,5 m Abstand oder eben 2 Haushalte oder maximal 10 Personen aus dem Bekannten- und Freundeskreis) berücksichtigt.

Dürfen auf Sportbooten Prüfungsfahrten oder Ausbildungsfahrten durchgeführt werden?

Hier gelten die §§ 5 und 12 der Corona-Bekämpfungsverordnung. Es ist ein Hygienekonzept zu erarbeiten, um vor allem das Abstandsgebot einzuhalten. Eine Übernachtung wird dabei in aller Regel nicht möglich sein.

Gibt es Sonderregeln für die Inseln und Halligen, zum Beispiel Helgoland?

Ja. Ausnahmen können auf den Inseln und Halligen gelten. Ausnahmen können aber die Kreise und kreisfreien Städte in touristischen Hotspots vornehmen. Sportbootnutzer sollten sich daher informieren, ob und für wen die Häfen schon geöffnet sind.

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