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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Soziales

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Können die Tafeln ihre Arbeit aufrechterhalten und wie können sie sich organisieren?

Tafeln können ihre Ausgabe so neu organisieren, dass die Sicherheit ihrer Mitarbeitenden sowie der Tafel-Kundinnen und -Kunden gewährleistet ist: 

  • Schaffung von Barrieremaßnahmen (separate Räume für das Packen und die Ausgabe bzw. die Abholung (ggf. vorgepackte Tüten),
  • Ausgabe nach draußen verlegen,
  • bei einer Warteschlage auf die nötigen Abstandsvorgaben hinweisen (1,5 Meter),
  • kein ehrenamtlicher Einsatz von Risikogruppen,
  • Akquise von jüngeren Engagierten z.B. über Freiwilligenagenturen oder Pressearbeit,
  • einen Lieferdienst anbieten,
  • die allgemeinen Hygienevorschriften beachten.

Viele Tafeln müssen schließen. Kann ich betroffenen Bürger*innen mit Geld- oder Sachspenden helfen oder wird das auf die Leistungen nach SGB XII und SGB II angerechnet?

Grundsätzlich führen zwar Einnahmen zu einer Reduzierung des Leistungsbezuges; Geld- oder Sachspenden werden aber nicht zwingend auf Leistungen der Sozialhilfe angerechnet. Geld für Lebensmittel an Bedürftige, das im Rahmen einer Spendenaktion zugunsten der Tafeln, weitergegeben wird, ist anrechnungsfrei, wie auch die Sachspenden der Tafeln nicht anzurechnen sind.

Zuwendungen, die ohne rechtliche oder sittliche Pflicht erbracht werden, sollen unberücksichtigt bleiben, soweit ihre Berücksichtigung für die Empfänger eine besondere Härte bedeuten würde. In den Zeiten, in denen die Tafeln im Interesse des Gesundheitsschutzes die Ausgabe ihrer Lebensmittel einstellen oder sogar einstellen müssen, sollen Geldspenden für Lebensmittel nicht angerechnet werden.

Welche Regelungen gelten für Ambulante Hilfen (z.B. Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft)?

Zur Eindämmung des Corona-Virus sollen persönliche soziale Kontakte möglichst weitgehend reduziert werden. Im Arbeitsfeld der erzieherischen Hilfen ist die Unterstützung der Eltern und deren Kinder/Jugendlichen jedoch oftmals weiterhin erforderlich, um Krisen und insbesondere Kindeswohlgefährdungen abzuwenden. Dieses gilt umso mehr, da Angebote öffentlicher Einrichtungen wie Schulen und Kindertageseinrichtungen für eine größere Zahl der Eltern nicht zur Verfügung stehen. Verantwortliche sollten hier stets mit Blick auf die Ziele der Hilfeplanung, auf die Erforderlichkeit der Hilfe sowie eventuelle Gefahrenaspekte einzelfallgerecht über die Ausgestaltung der Hilfe entscheiden. Neben der persönlichen Kontaktaufnahme ist auch zu prüfen, inwieweit anderweitige Unterstützung z.B. auch telefonisch sinnvoll und erforderlich ist.

Welche Regelungen gelten für Tagesgruppen nach § 32 SGB VIII und sonstige teilstationäre Einrichtungen?

Tagesgruppen nach § 32 SGB VIII sowie sonstige teilstationäre Einrichtungen sind nicht grundsätzlich zu schließen. Hinsichtlich der dort durchgeführten Hilfen ist individuell zu prüfen, ob eine Aussetzung des Angebotes mit den Zielen der Hilfeplanung und vor dem Hintergrund des Kinderschutzes vertretbar ist. D.h. in diesen Einrichtungen kann der Betrieb weiterhin aufrechterhalten werden. Maßnahmen zur Kontaktreduzierung sowie die Beachtung der Hygieneregeln sind dennoch dringend geboten.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Wichtige Hygienetipps zum Schutz vor dem Coronavirus

Sind Fahrten in den Haushalt der Sorgeberechtigten und Besuche bei Verwandten möglich?

Grundsätzlich sind Entscheidungen über Besuche im Elternhaus und längere Unterbrechungen der Hilfe nicht einseitig durch die Einrichtungen selbst zu veranlassen, sondern zwingend mit den fallzuständigen Jugendämtern und den Personensorgeberechtigten abzustimmen.

Sofern eine "Beurlaubung" in den elterlichen Haushalt oder bei Verwandten stattfinden kann und soll, ist dringend darauf hinzuwirken, dass diese bis mindestens zum 19.04.2020 geplant wird und über diesen Zeitraum auch sicher stattfinden kann.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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