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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Schule

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Schließungen und Betretungsverbote

Welche Einrichtungen sind von der Schulschließung betroffen?

Betroffen sind alle öffentlichen Schulen (Grundschulen, weiterführende allgemeinbildende Schulen, Berufsbildende Schulen und Förderzentren gem. § 9 Schulgesetz SH) sowie Schulen in freier Trägerschaft und Einrichtungen der dänischen Minderheit. Die Regelungen gelten auch für die Schülerinnen und Schüler der Pflege- und Gesundheitsfachschulen sowie Einrichtungen der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung. Auch die Schulhöfe sind von dem Betretungsverbot betroffen.

Warum sind Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen?

Die Schließungen sind nötig, weil sich der Coronavirus sehr schnell ausbreitet und es bisher noch keinen Impfstoff gibt. Und weil die Erkrankung, insbesondere für ältere und vorerkrankte Menschen, einen schweren Verlauf nehmen kann. Deshalb geht es jetzt darum, die Verbreitung über einen längeren Zeitraum zu strecken und die Infektionsgeschwindigkeit zu reduzieren. Je weniger sich zur selben Zeit anstecken, desto besser kann sich unser Gesundheitswesen auf die schweren Fälle vorbereiten.

Kinder und Jugendliche sind ebenfalls besonders schutzbedürftig. Die Übertragungsgefahr ist bei Kindern besonders hoch, weil kindliches Spiel regelmäßig einen spontanen engen körperlichen Kontakt der Kinder untereinander mit sich bringt. Des Weiteren ist das Einhalten disziplinierter Hygieneetiketten abhängig vom Alter und der Möglichkeit zur Übernahme von Verantwortung bei Kindern weniger gut gewährleistet und bedarf einer entwicklungsangemessenen Unterstützung durch Erwachsene. Diese Unterstützung kann in den Schulen mit einer Vielzahl an Kindern durch die Lehrkräfte nicht immer ununterbrochen sichergestellt werden. Damit steigt die Gefahr, dass sich Infektionen innerhalb der Schulen verbreiten und diese nach Hause in die Familien getragen werden.

Gibt es Ausnahmen vom Betretungsverbot?

Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt. Da diese Schülerschaft zur besonders anfälligen Bevölkerungsgruppe gehört, sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu beachten.

Außerdem sind Schülerinnen und Schüler ausgenommen, bei denen beide Erziehungsberechtigte bzw. Alleinerziehende in einem Bereich arbeiten, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können.

Das Betretungsverbot erstreckt sich selbstverständlich auch nicht auf die an der Schule tätigen Lehrkräfte, und zwar unabhängig davon, ob sie die Betreuungsaufgaben wahrnehmen oder aus schulorganisatorischen Gründen die Schulgebäude aufsuchen. Ausgenommen sind ebenso das an der und für die Schule tätige Personal des Schulträgers sowie die Beschäftigten der vom Schulträger mit Reparatur- oder Sanierungsmaßnahmen beauftragten Firmen.

Das Betreten der Schulhöfe ist ausschließlich diesen Personengruppen erlaubt.

Dürfen Schüler während der Schulschließung in Urlaub fahren?

Allgemein gilt: Die Schulschließungen bedeuten, dass der Unterrichtsbetrieb untersagt ist. Die Osterferien beginnen gemäß Ferienverordnung 2017/18 bis 2023/24 am Montag, den 30.03.2020.

Ziel der Schulschließungen ist eine Eindämmung des Coronavirus. Diese Maßnahmen sollten nach Empfehlungen beispielsweise des Robert-Koch-Instituts durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden. Deshalb sind Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern aufgefordert, Außenkontakte zu minimieren und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Das gilt in den Ferien auch für Lehrkräfte.

Gilt die Schulschließung auch für Schulleitungen und Lehrkräfte?

Die Schulleiterinnen und Schulleiter sowie im Vertretungsfall ihre Stellvertreter sind an den Unterrichtstagen zu den üblichen Unterrichtszeiten an den Schulen erreichbar, um den Kontakt mit allen am Schulbetrieb Beteiligten sowie mit der Schulaufsicht gewährleisten zu können. Die Lehrkräfte und die weiteren an der Schule tätigen Personen befinden sich weiterhin im Dienst, der von zuhause verrichtet werden kann, sofern in Absprache bzw. auf Anordnung der Schulleitung keine anderweitigen Regelungen getroffen werden.

Dies kann gelten zum Beispiel für Tätigkeiten wie:

  • die Verteilung von Lernmaterial an die Schülerinnen und Schüler,
  • die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, insbesondere der Abschlussklassen, bei der Bearbeitung der Lernmaterialien und Prüfungsvorbereitung im Rahmen der üblichen Unterrichtszeiten,
  • die Wahrnehmung schulorganisatorischer Tätigkeiten,
  • die Planung des Unterrichts der Durchführung von Prüfungen für die Zeit nach den Osterferien,
  • die Betreuung von Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Notfallbetreuung an der Schule.

Was ist mit Lehrkräften, die selbst Kinder zu Hause betreuen müssen?

Beamtinnen und Beamte, die zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen, weil die Kinder wegen einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus Betreuungseinrichtungen oder Schulen nicht mehr besuchen dürfen oder die Einrichtung aufgrund von Maßnahmen im Rahmen der Eindämmung des Coronavirus geschlossen ist, erhalten Sonderurlaub nach § 20 Sonderurlaubsverordnung. Soweit neben der Kinderbetreuung mobiles Arbeiten möglich ist, ist dieses wahrzunehmen.

Finden Praktika oder andere schulische Veranstaltungen statt?

Nein, auch Praktika und andere schulische Veranstaltungen wie der Boys‘ Day und Girls‘ Day entfallen vorerst bis zum 19.04.2020.

Wer ist für die Kostenerstattung für abgesagten Klassenfahrten zuständig? Müssen Anträge gestellt werden, wenn ja bei wem?

Die Landesregierung hat hierzu noch kein Vorgehen beschlossen, jedoch gilt in erster Linie

  • Verträge sollen rückabgewickelt werden;
  • die Schadensminderungspflicht greift;
  • zuletzt wird die Übernahme der nicht erstatteten Kosten durch das MBWK in Abstimmung mit dem FM geprüft.

Weitere Informationen hat der Deutsche Tourismusverband zusammengestellt: Deutscher Tourismusverband: Informationen zum Corona-Virus

Notfallbetreuung

Welche Berufe gehören zu den Bereichen, die für die Erhaltung der Infrastruktur notwendig sind?

Hierzu gehören folgende Bereiche:

  • Energie – Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc.,
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) – inkl. Zulieferung, Logistik,
  • Finanzen – ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers,
  • Gesundheit – Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, ggf. Niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore
  • Informationstechnik und Telekommunikation – insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze,
  • Medien und Kultur – Risiko- und Krisenkommunikation,
  • Transport und Verkehr – Logistik für die Kritische Infrastruktur, ÖPNV,
  • Wasser und Entsorgung,
  • Staat und Verwaltung – Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Katastrophenschutz, Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutz sowie Grundschullehrkräfte, Sonderpädagoginnen an Förderzentren mit Internatsbetrieb und in Kindertageseinrichtungen Tätige

Wie sollen Kinder betreut werden, deren Eltern keine Anspruch haben?

Alle Eltern werden dringlich dazu aufgerufen, ihre Kinder grundsätzlich selbst zu Hause zu betreuen. Auf eine Betreuung bei den Großeltern oder anderen Personen, die zur Risikogruppe gehören, sollten Eltern im Interesse des Schutzes dieser Personen verzichten.

Dürfen auch Lehrkräfte über 60 Jahre bei der Notbetreuung helfen?

Die Beschreibung der Risikogruppe durch das Robert Koch-Institut ist pauschalierend und das Maß des individuellen Risikos hängt sehr stark von der jeweiligen gesundheitlichen Disposition ab. Wenn sich eine Lehrkraft auch mit 61 fit fühlt, kann der (freiwillige) Einsatz durchaus verabredet werden. Dementsprechend haben sich bereits viele Lehrkräfte auch im Alter über 60 bereiterklärt, bei der Notbetreuung mitzuwirken.

Für die Altersgruppe unter 60 Jahren besteht keine automatische Risikovermutung. In Verbindung mit Einschränkungen der körperlichen Disposition bzw. Gesundheit kann aber eine Freistellung allein für die Arbeit im Home-Office in Frage kommen.

Abitur und Abschlussprüfungen

Am 25. März hat es eine Abstimmung innerhalb der Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder gegeben. Danach finden die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, zum geplanten beziehungsweise zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres 2019/20 statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist.

Das Bildungsministerium wird in den nächsten zwei Wochen informieren, wie die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Prüfungen sein müssen, damit das Infektionsrisiko so gering als möglich ist.

Soweit es den terminlichen Ablauf der Prüfungen betrifft, sehen die Planungen vorläufig folgendes vor und stehen allerdings auch weiterhin unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen einen ordnungsgemäßen Prüfungsablauf zulässt.

Abiturprüfungen an den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe

Die Abiturprüfungen starten nach den Osterferien. Wir werden in den nächsten zwei Wochen informieren, wie die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Prüfungen sein müssen, damit das Infektionsrisiko so gering als möglich ist.

Die Termine sind wie folgt vorgesehen:

  • Dienstag, 21. April 2020 Profilfächer
  • Freitag, 24. April 2020 Kernfach-Fremdsprachen (außer Französisch)
  • Dienstag, 28. April 2020 Kernfach Französisch
  • Donnerstag, 30. April 2020 Kernfach Deutsch
  • Dienstag, 5. Mai 2020 Kernfach Mathematik
  • Dienstag/Mittwoch 26./27. Mai 2020 Sprechprüfungen im Kern- und Profilfach Englisch
  • Donnerstag 28. Mai 2020 Zusatztag Sprechprüfungen Englisch (einzelne Schulen)

Sollte es aus Gründen des Infektionsschutzes noch nicht möglich sein, nach den Osterferien mit den Abiturklausuren zu starten, haben wir auch einen Zeitplan vorbereitet, der eine weitere Verschiebung ermöglicht.

Erster allgemeinbildender Abschluss (ESA)/ Mittlerer Abschluss (MSA)

Große Herausforderung ist, dass die letzten Unterrichtswochen zur Vorbereitung der Prüfungen in den Schulen fehlen. Die Prüfungen müssen daher verschoben werden, damit zunächst eine angemessene unterrichtliche Vorbereitung erfolgen kann. Die Schulaufsicht arbeitet an der Erstellung möglicher Szenarien, die unterrichtliche Vorbereitung und einen späteren Prüfungsbeginn vorsehen. Im Moment gehen wir davon aus, dass die Prüfungen im Mai starten werden.

Berufsbildende Schulen

Die IHK hat mitgeteilt, dass sie für die 25. Kalenderwoche ihre zentralen schriftlichen Abschlussprüfungen plant.

Soweit es den terminlichen Ablauf der Prüfungen betrifft, sehen die Planungen des Bildungsministeriums für die berufsbildenden Schulen vorläufig folgendes vor und stehen allerdings auch weiterhin unter dem Vorbehalt, dass das Infektionsgeschehen einen ordnungsgemäßen Prüfungsablauf zulässt.

Berufliches Gymnasium

Die bisherigen zentralen Nachschreibtermine für die Abiturprüfungen sind wie folgt zu Hauptterminen erklärt worden. Mit Rücksicht auf die Prüfungen in den anderen Schularten sindauch zwei Prüfungstage für das fachrichtungsbezogene Prüfungsfach aufgenommen worden. Daher ist vorläufig folgender zeitlicher Ablauf für die schriftlichen Prüfungen vorgesehen:

  • Dienstag, 21.4.2020 im Fach Deutsch
  • Freitag, 24.4.2020 im Fach Mathematik
  • Montag, 27.4.2020 und Dienstag, 28.4.2020 fachrichtungsbezogenes Prüfungsfach
  • Donnerstag, 30.4.2020 im Fach Englisch

Berufsoberschule
Derzeit sind vorläufig nachstehende Termine für die Prüfungsdurchführung vorgesehen:

  • Frühester Termin für die schriftlichen Abschlussprüfungen: Montag, 27.04.2020
  • Frühester Termin für die mündlichen Abschlussprüfungen: Montag, 25.05.2020

Zentrale Fremdsprachenprüfungen der BFS III Kaufmännische Assistenten/-innen in Englisch, Dänisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Türkisch

Die Prüfungstermine für die schriftliche Abschlussprüfung:

  • Mittwoch, 22.04.2020 in dem Fach Englisch und
  • Mittwoch, 29.04.2020 in der zweiten Fremdsprache

Zentral gestellte Englischprüfungen auf freiwilliger Basis für die FHR-Prüfungen sowie den freiwilligen Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats

Schriftliche Abschlussprüfung Fachhochschulreife und KMK-Fremdsprachenzertifikat: Mittwoch, 22.04.2020

Prüfungen zum Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats

Die bereits gesetzten Termine sollen aus heutiger unverändert für die Ausbildungsberufe wie folgt gelten:

  • Bankkaufleute (Niveau B1 und B2) am Mittwoch, 27.05.2020
  • Fortbildungsberuf: Betriebswirte, Marketing/Logistik (Niveau B2) am Samstag, 09.05.2020
  • Büroberufe (Bürokaufleute, Verwaltungs-, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte; Niveau B1) am Donnerstag, 14.05.2020
  • Einzelhandelskaufleute (Niveau A2 und B1) am Mittwoch, 27.05.2020
  • Industrie- und Großhandelskaufleute (Niveau B1 und B2) am Donnerstag, 28.05.2020
  • Köche & Hofa Französisch (Niveau A2) am Donnerstag, 18.06.2020
  • ZFA (Zahnmedizin; Niveau B1) am Dienstag, 23.06.2020
  • MFA (Allgemeinmedizin; Niveau B1) am Freitag, 19.06.2020
  • TFA (Tiermedizin; Niveau B1): schriftliche Prüfung am Donnerstag, 18.06.2020; mündliche Prüfung am Donnerstag, 25.06.2020

Werden die schleswig-holsteinischen Schulabschlüsse in den anderen Ländern anerkannt?

Die KMK hat entschieden, dass die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres 2019/20 auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben.

Werden Leistungen in der unterrichtsfreien Zeit bewertet?

Da Schülerinnen und Schüler zu Hause ganz unterschiedliche Lernbedingungen vorfinden, helfen die Lehrkräfte beim Lernen, es werden derzeit aber weder Prüfungen abgenommen noch Noten erteilt.

Wenn die Schule weitergeht, werden bei der Durchführung von Leistungsnachweisen nur solche Inhalte berücksichtigt, die im Regelunterricht behandelt worden sind. Jeder Schüler, jede Schülerin sollte die Zeit jedoch intensiv zum Selbstlernen oder zur Prüfungsvorbereitung nutzen, damit der Unterricht dann nahtlos fortgeführt werden kann.

Aus- und Weiterbildung

Verlängern sich die Ausbildungszeiten durch den Unterrichtsausfall?

Wenn Berufsschule und ÜLU ausfallen, gilt in erster Linie, dass die Azubis in den Betrieben ausgebildet werden. In diesem Fall gibt es keinen Grund zur Verlängerung der Ausbildungszeit. Grundsätzlich gibt es aber gem. § 8 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz die Möglichkeit, in Ausnahmefällen auf Antrag der Auszubildenden die Ausbildungszeit zu verlängern.

Was passiert mit den Zwischen- und Abschlussprüfungen bzw. Gesellenprüfungen der Azubis?

Infolge der Covid-19-Pandemie können derzeit bundesweit neben (Teilen der) Abschlussprüfungen und Gesellenprüfungen auch Zwischenprüfungen nicht wie geplant stattfinden. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sollen den betroffenen Auszubildenden dabei aber keine Nachteile bei der Zulassung entstehen.

Keine Nachteile für Auszubildende bei der Zulassung zur Abschlussprüfung (AP)/Gesellenprüfung (GP) bzw. Teil 2 der AP/GP bei nicht wie geplantem Stattfinden der Zwischenprüfung (ZP) bzw. Teil 1 der AP/GP (PDF 243KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Finden die Prüfungen zum Industriemeister statt, obwohl jetzt die ganze Zeit die Berufsschule ausfällt?

Ob die Prüfungen stattfinden können oder nicht, ist noch nicht entschieden. Selbstverständlich wird aber mit einbezogen, dass die Teilnehmer die Meisterschule nicht in vollem Umfang besuchen können, sollten die Prüfungen nicht verschoben werden. Alle Informationen zu den Prüfungsterminen veröffentlich die Industrie- und Handelskammer auf ihrer Internetseite. Das geschieht deutschlandweit einheitlich mit einer Sperrfrist und rechtzeitig vor den geplanten Prüfungsterminen.

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Wie wird mit der Ausbildung von Gesundheitsfachberufen verfahren?

Das Landesamt für soziale Dienste hat die Schulen der Gesundheitsfachberufe angewiesen, dass alle Auszubildenden vorerst vom Präsenz-Unterricht befreit sind. Die praktische Ausbildung findet grundsätzlich weiter statt und wird möglichst ausgebaut und vorgezogen. Darüber hinaus gibt es verschiedene individuelle Lösungen zur Handhabung der Situation, z.B. Selbstlernzeiten und E-Learning.

In Abstimmung mit den zuständigen Behörden können auch staatliche Abschlussprüfungen zur Erlangung der Berufszulassung stattfinden, sofern besondere hygienische und räumliche Vorkehrungen (insbesondere kleine Gruppen, Mindestabstände) sichergestellt sind. Hier gelten in erster Linie die von den Kreisen/kreisfreien Städten verfügten infektionsschutzrechtlichen Verfahrensweisen.

Dasselbe gilt für alle Auszubildenden in den Pflegefachberufen. Sie haben vorerst einen Einsatz bei ihrem Träger der praktischen Ausbildung zu absolvieren. Sie sind somit, soweit dies möglich ist, jetzt in der Pflegeeinrichtung (z.B. Klinik, Pflegeheim oder ambulanter Dienst) tätig, mit der sie ihren Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben.

Darf ich mein Kind auch in die Kita/Hort geben, wenn ich nicht unter die genannten Ausnahmen falle, z.B. weil es gerade eine krankheitsbedingt schwierige Betreuungssituation gibt?

Nein. Die Betretungsregelung ist in der Allgemeinverfügung abschließend geregelt. Demnach ist es nur Eltern erlaubt, ihre Kinder in die Kita bzw. den Hort zu geben, wenn beide Elternteile (bei Alleinerziehenden natürlich nur der eine Elternteil) in Bereichen der kritischen Infrastrukturen (s.o.) nach dieser Verfügung arbeiten und diese Eltern keine Alternativbetreuung ihrer Kinder organisieren können.

Werden neben Kitas und allgemeinbildenden Schulen auch Berufsschulen und Weiterbildungseinrichtungen geschlossen?

Ja. Die Gesundheitsämter sind per Erlass angewiesen, alle Angebote in öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen mindestens bis zum 19. April zu unterbinden.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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