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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Gesundheit und Hygiene

alle öffnen

Welche Gesundheitsberufe dürfen weiter praktizieren?

Die Landesregierung hat eine Liste der Gesundheitshandwerke und Gesundheitsberufe veröffentlicht, die nach der SARS-CoV-2-Bekämpfungsverordnung weiterhin arbeiten dürfen.

Liste der erlaubten Verkaufsstellen sowie Dienstleistungs-, Behandlungs- und Handwerkstätigkeiten (wird laufend aktualisiert)

Ich erreiche niemanden unter der Rufnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, was soll ich tun?

Wenn Sie sich krank fühlen, versuchen Sie es bitte erneut bzw. kontaktieren Sie telefonisch Ihre Hausarztpraxis. Die Rufnummer 116117 wird zurzeit stark frequentiert, insofern müssen Sie Wartezeiten mit einrechnen. Wenn Sie allgemeine – nicht medizinische Fragen zu Covid-19 oder den ergriffenen Maßnahmen haben, wenden Sie sich bitte an eines der zur Verfügung stehenden Bürgertelefone.

  • Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 / 34 64 65 100
  • Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01

Darf ich weiterhin Blut spenden?

Ja. Wenn Sie sich allerdings in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen Sie für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder des besonders betroffenen Gebiets kein Blut spenden.

Es gibt immer noch keine Desinfektionsmittel, wie soll ich mich vor den Keimen schützen?

Für den privaten Gebrauch benötigen Sie im Regelfall kein Desinfektionsmittel. Siehe etwa die Hygiene-Hinweise des Bundesgesundheitsministeriums und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Hygienemaßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Für andere Gesundheitseinrichtungen gilt: Die Lieferengpässe sollen so schnell wie möglich behoben werden. Hierzu steht das Land Schleswig-Holstein auch in Kontakt mit den Herstellern. Dort wurden bereits die Produktionskapazitäten erhöht, um dem gestiegenen Bedarf Rechnung zu tragen.

Parallel dazu wurden die Apotheken informiert und ermächtigt, Rezepturherstellungen für Desinfektionsmittel vorzunehmen. Gleichwohl handelt es sich um eine außergewöhnliche Situation, in der große Mengen weit über den durchschnittlichen Bedarf hinaus benötigt werden. Somit kann es noch etwas dauern, bis die Lieferengpässe vollständig behoben sind. In jedem Fall sollten Sie bei Apotheken nachfragen.

Welche Gesundheitseinrichtungen und Beratungsstellen sind noch geöffnet?

Sind Rehakliniken weiterhin geöffnet? Bleiben Mutter-Kind-Kliniken weiter geöffnet?

Das Land Schleswig-Holstein hat mit Erlass vom 18.03.2020 geregelt, dass in Vorsorge- und Reha-Einrichtungen ab sofort keine Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen erbracht werden dürfen. Für Patientinnen und Patienten bzw. betreute Personen, die ihre Kur bzw. Reha bis 16. März 2020 Maßnahmen begonnen haben, dürfen die Maßnahmen durchgeführt werden.

Werden Zahnarztpraxen auch mittels Allgemeinverfügung dazu verpflichtet, sich auf die Behandlung von Notfällen zu beschränken oder den Betrieb ganz einzustellen?

Nein. Aktuell sind Zahnarztpraxen von den Allgemeinverfügungen bzw. der Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 17. März 2020 nicht umfasst. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten kann daher weiterhin erfolgen. Es obliegt der Verantwortung eines jeden Zahnarztes und einer jeden Zahnärztin individuelle an die Gegebenheiten der Praxis angepasste hygienische Maßnahmen zu treffen, die eine Ansteckung des Personals und der Patientinnen und Patienten untereinander verhindern.

Wird es wirtschaftliche Hilfen geben, für Zahnarztpraxen, deren Einkommen aufgrund der Nichtverfügbarkeit von Schutzausrüstung verringert wurde?
Die aktuellen Versorgungsengpässe bei persönlicher Schutzausrüstung sind nicht durch das Land Schleswig-Holstein zu verantworten. Jede Gesundheitseinrichtung ist gehalten, entsprechende Vorsorge zu treffen. Daraus resultierende Einkommenseinschränkungen müssen daher von Zahnarztpraxen getragen werden.

Muss ich meine Physiotherapiepraxis schließen?
Nein. Eine Pflicht zur Schließung besteht derzeit nicht. Sie dürfen weiterhin medizinisch gebotene Behandlungen durchführen, wenn hierfür eine ärztliche Verordnung vorliegt. Weiterhin besteht die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, das Infektionsrisiko für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch für die Patientinnen und Patienten zu minimieren.
Um die Versorgung in den Praxen zu erleichtern und aufrecht zu erhalten, haben die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband Empfehlungen erarbeitet.
Diese finden Sie hier: Ausnahme-Regelungen für die Versorgung mit Heilmitteln (AOK)

Ist während der Corona-Krise Psychotherapie per Telefon (als Ersatz für die Videosprechstunden) erlaubt?

Die Landesregierung kann mangels rechtlicher Zuständigkeit hier keine eigenen Regelungen treffen. Nach der derzeitigen Rechtslage wird telefonische Psychotherapie nicht als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung vergütet. Die Datensicherheit ist bei diesem Kommunikationsmittel problematisch. Zur Ermöglichung von Psychotherapie über Distanz hat der Gesetzgeber jedoch das Instrument der Videotherapie eingeführt. In der gegenwärtigen Situation haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband zudem die Begrenzungsregelungen bei Videosprechstunden aufgehoben. Außerdem verzichten verschiedene Anbieter von Videosprechstunden wegen der Corona-Krise auf Nutzungsgebühren. Eine Übersicht zu den Anbietern und den aktuellen Sonderkonditionen hat der Health Innovation Hub unter https://hih-2025.de/corona/ zusammengestellt.

Sind Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen noch geöffnet?

Den Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in Schleswig-Holstein ist es bis auf Weiteres möglich, die Beratungen telefonisch oder als Videoberatung anzubieten.

Auf Wunsch der Frau ist eine Beratung vor Ort auch weiterhin möglich, es sei denn, die Frau ist positiv auf COVID-19 getestet worden, hat selbst Symptome oder befindet sich in Quarantäne. Solange die Beratung persönlich durchgeführt wird, sind die Verhaltensempfehlungen und insbesondere die Hygienevorschriften des Robert- Koch-Instituts einzuhalten.

Warum müssen die Praxen der Heilmittelerbringer nicht geschlossen werden?
Heilmittelerbringer leisten einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung und zählen zur aufrechtzuerhaltenden „kritischen Infrastruktur“ im Gesundheitsbereich. Tätigkeiten der Heilmittelerbringer mit enger persönlicher Nähe zu Patienten und Klienten sind daher gestattet, soweit sie medizinisch akut geboten sind und die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Es obliegt der Verantwortung eines jeden Heilmittelerbringers, individuelle an die Gegebenheiten der Praxis angepasste hygienische Maßnahmen zu treffen, die eine Ansteckung des Personals und der Patienten untereinander verhindern. Die Berufsangehörigen sind dafür ausgebildet zu entscheiden, was notwendig ist und sie verantworten können. Die Hinweise für Heilmittelerbringer vom 20.3.2020 sind in diesem Zusammenhang zu beachten: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/FAQ/Fragen_und_Antworten/Gesundheit_Hygiene/infektionsschutz_heilmittelerbringer.html

Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) hat mit Beschluss vom 27. März 2020 rückwirkend zum 9. März 2020 u.a. die Heilmittel-Richtlinie und die Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte an die aktuelle Pandemie angepasst. Dies ist besonders relevant in Bezug auf die Aussetzung der Frist für den Behandlungsbeginn, die Aussetzung der Frist bei Unterbrechung der Behandlung sowie eine Verlängerung der Fristen im Rahmen des Entlassmanagements. Zudem haben die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband (und andere) ihre Bereitschaft erklärt, zeitlich befristet von den bisherigen Regelungsvorgaben der Versorgung mit Heilmitteln abzuweichen. So können Behandlungen auch im Rahmen einer telemedizinischen Leistung (Videobehandlung oder telefonische Beratungen) erbracht werden, sofern diese aus therapeutischer Sicht sinnvoll sind. Es werden jedoch nicht alle Berufsgruppen gleichermaßen davon erfasst. Die Empfehlungen finden Sie hier: https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/ambulante_leistungen/heilmittel/20200330_Aktualisierung_Heilmittel_Corona_Empfehlungen.pdf

Welche Regelungen gelten für Krankenhäuser?

Können Väter bald werdende Mütter in den Kreissaal begleiten? Welche Regelungen gibt es für Geburtsstationen?

Bei der Geburt darf eine Begleitperson die werdende Mutter begleiten. Die Betroffenen sollten abwägen, ob die Begleitung aus zugelassenen ethisch-sozialen Gründen für sie zwingend notwendig ist und ob in der jetzigen Situation aus Rücksicht auf das Personal und die anderen Mütter und Neugeborenen auf die Begleitung des Vaters verzichtet werden kann.

Die Begleitung während der Geburt im Kreißsaal ist nicht zeitlich auf eine Stunde begrenzt. Kliniken können die Begleitung der Geburt untersagen, wenn beispielsweise die erforderlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen nicht gewährleistet werden können.

Mein Kind ist schwer krank und muss täglich in Begleitung ins Krankenhaus zur Behandlung. Wie soll das gehen, wenn man das Krankenhaus nicht mehr betreten darf?

Generell ist das Betreten von Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie von stationären Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe untersagt. In diesem besonderen Fall kann aus medizinisch und sozial-ethischen Gründen eine Ausnahme gemacht werden. Der in besonderen Ausnahmefällen mögliche Besuch wird für jeweils ein Elternteil oder eine erziehungsberechtigte Person für Kinder unter 14 Jahren nicht zeitlich auf eine Stunde begrenzt wie in anderen Fällen. Jeweils ein Elternteil kann das Kind also weiterhin länger sehen. Dabei ist der Schutz der übrigen Mitpatienten bzw. Bewohner sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung dringend geboten.

Ein Angehöriger liegt im Sterben, ich möchte ihn noch mal sehen, geht das?

Sprechen Sie das direkt mit der Klinik ab, diese sind befugt, unter strengen Maßgaben Ausnahmen zuzulassen.

Schutzmasken / Beschaffung von Schutzausrüstung

Was ist generell beim Tragen von Schutzmasken zu beachten?

Das RKI hat Hinweise zur Verwendung von Masken (MNS-, FFP- sowie Behelfsmasken) hier veröffentlicht: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Arbeitsschutz_Tab.html?nn=13490888

Angesichts der knappen Ressourcen der Schutzmasken kann in Einrichtungen des Gesundheitswesens in Ausnahmefällen eine Wiederaufbereitung in Betracht gezogen werden. Hinweise zu dem Verfahren finden Sie hier: https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/versorgungssicherheit-bei-atemschutzmasken-sichern.html

Wie funktioniert die Beschaffung von Schutzausrüstung?

Die Beschaffung und Versorgung mit Schutzausrüstung/Schutzbekleidung wird von allen an der Gesundheitsversorgung Beteiligten mit Hochdruck organisiert. Dabei unterstützen auch der Bund, die Länder und die Kassenärztliche Vereinigung. Durch den Lieferausfall aus China, dem weltweiten Pandemiegeschehen und der damit verbundenen sehr großen Nachfrage ist es derzeit schwierig, überhaupt an Material zu kommen (insbesondere persönliche Schutzausrüstung – PSA). Genau aus diesem Grund bemüht sich die Bundesregierung, die am häufigsten benötigte persönliche Schutzausrüstung (Masken, Schutzkittel u. Ä.) zu beschaffen.

Die erste Lieferung ist am 23. März in Schleswig-Holstein eingetroffen. Der Bund wird diese Materialien dem Land zu subventionierten Preisen zur Verfügung stellen. Das Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein arbeitet ebenfalls seit Wochen daran, eine strategische Reserve für persönliche Schutzausrüstung aufzubauen. Diese strategische Reserve ist als "Notfallplan" gedacht, um in Notsituationen landesseitig mitversorgen zu können. Für die Verteilung der persönlichen Schutzausrüstung aus den Beständen des Landes und des Bundes werden derzeit Kriterien entwickelt, die streng nach einem außerordentlich dringenden Bedarf ausgerichtet sein müssen.

Alle an der Gesundheits- und Pflegeversorgung Beteiligten sind dringend dazu aufgerufen auch weiterhin ihre Bemühungen zur Beschaffung von Schutzausrüstung fortzusetzen.

Welche Empfehlungen zur Infektionsprävention gelten für Apotheken?

Um die Arzneimittelversorgung in Schleswig-Holstein aufrecht zu erhalten, werden Apotheken gebeten, die Handlungsempfehlungen der Bundesapothekerkammer und der Fachgesellschaften zu beachten und diese an die örtlichen bzw. organisatorischen Gegebenheiten anzupassen:

Grundsätzlich sollte der direkte Kontakt mit Patienten bzw. Kunden auf ein Mindestmaß reduziert werden. Geeignete Barrieremaßnahmen sind bspw. das Anbringen von Plexiglasscheiben am Verkaufstresen und das Tragen von Handschuhen sowie dicht anliegenden Atemschutzmasken. Kunden sollten, etwa durch Markierungen auf dem Boden, auf das Einhalten des Sicherheitsabstandes auch zu anderen Kunden und bereits am Eingang darauf hingewiesen werden, falls bestimmte Produkte ausverkauft sind (z.B. Desinfektionsmittel, Mundschutz). Die zeitweise oder ständige Abgabe von Arzneimitteln über die Notdienstklappe wird als wirksamster Infektionsschutz empfohlen.

Daneben können organisatorische Maßnahmen das Übertragungsrisiko reduzieren:

  • die Beurlaubung von Mitarbeitern, die Erkältungssymptome zeigen, oder die selbst oder deren Angehörige aus einem Risikogebiet zurückkehren, für mindestens 14 Tage und
  • das Arbeiten in getrennten Teams, die nach Möglichkeit keinen oder nur geringen physischen Kontakt zueinander haben,          
  • Mitarbeiter für das Arbeiten im Verkaufsbereich bzw. den Kontakt mit Patienten festlegen, wobei nach Möglichkeit die für infektionsgefährdete Risikogruppen geltenden Kriterien (i.e. Alter über 60 Jahre, Vor- bzw. Grunderkrankungen, etc.) beachtet werden sollten.

COVID-19 und Coronatests

Wie kann ich Symptome richtig erkennen?

Informationen zur Frage, wie Sie Symptome richtig erkennen, finden Sie hier: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/symptome-erkennen

Wie verhalte ich mich nach einem Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall?

Nach Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall besteht ein Ansteckungsverdacht. Bei einem Ansteckungsverdacht erfolgen Maßnahmen der Quarantäne. Die Inkubationszeit, in der die Infektion in Erscheinung treten kann, beträgt bis zu 14 Tage. Das Auftreten von Symptomen wird während der Quarantäne abgewartet. Bei Personen, die keine erkennbaren Symptome aufweisen, ist in den ersten Tagen nach der Ansteckung eine Diagnostik nicht sinnvoll, da in diesen Fällen das Virus in der Regel noch nicht nachweisbar ist. Bei Auftreten erster Symptome ist eine labordiagnostische Abklärung sinnvoll. Die meisten Infektionen können etwa zwischen dem 4. und dem 7. Tag nach Ansteckung festgestellt werden. Ein Testen kurz nach erfolgtem Kontakt ist daher nicht sinnvoll.

Diagnosezentren für konkrete Corona-Verdachtsfälle

Die Kassenärztliche Vereinigung hat in Schleswig-Holstein an zehn Standorten Diagnosezentren für konkrete Corona-Verdachtsfälle errichtet. Weitere sind im Aufbau. Dort sollen Abstriche von Risikopersonen genommen werden, die sich über die Behördennummer 116117 gemeldet haben. Ziel ist es, Arztpraxen sowie Kliniken zu entlasten und gleichzeitig das Infektionsrisiko zu senken. Die Diagnosezentren sollen nicht auf eigene Initiative aufgesucht werden. Die Patienten werden nach einem Test telefonisch über das Ergebnis informiert. Dies kann bis zu zwei Tage dauern. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse sollte man zu Hause bleiben.

Nach Angaben der KVSH wurde die Leitstelle personell mittlerweile verstärkt. Dennoch könne es aufgrund der anhaltend hohen Zahl von Anrufen weiter Wartezeiten geben. Bitte rufen Sie die 116117 nur bei konkreten gesundheitlichen Beschwerden bzw. dem nach RKI-Kriterien begründeten Verdacht einer Ansteckung an!

Wer entscheidet, wer getestet wird?

Wer getestet wird, entscheiden derzeit die Kliniken und Hausärzte selbst. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Atembeschwerden allein reichen demnach nicht aus. Die Person muss außerdem Kontakt zu einer infizierten Person gehabt oder sich in einer Region aufgehalten haben, in der das Virus flächendeckend nachgewiesen wurde.

Ausführliche Informationen zum Testverfahren erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums:

https://www.zusammengegencorona.de/informieren/informationen-zum-test/

Werden besonders relevante Gruppen prioritär getestet?

Basis für die Entscheidung einer Diagnostik sind die Leitlinien des Robert Koch Instituts, die mit Fortschreiten der Pandemie angepasst werden. Im Zuge einer weiteren Ausbreitung werden die besonders relevanten Gruppen prioritär zu testen sein. Dazu gehören schwer Erkrankte, besondere Risikogruppen aber auch systemrelevante Gruppen wie das medizinische Personal.

Das Robert-Koch-Institut hat die klinisch-epidemiologischen Kriterien zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen noch einmal überarbeitet und am 24.03.2020 aktualisiert herausgegeben: Demnach sind folgende Personengruppen vorrangig zu testen:

  • Personen mit respiratorischen Symptomen (Symptome, die die Atmung betreffen) und Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall
  • Personen mit Hinweisen auf eine virale Pneumonie (Lungenentzündung)
  • medizinisch oder pflegerisch tätige Personen und auch Zugehörige einer Risikogruppe, die keinen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall hatten, aber respiratorische Symptome zeigen.

 Es ist nicht möglich, sich "frei" zu testen. Ein negativer Test sagt noch nicht aus, dass keine Infektion vorliegt – sie kann während der Inkubationszeit jeden Tag auftreten und der Test später positiv werden.

Welche Regelungen gelten für die Quarantäne?

Wer ordnet Quarantänemaßnahmen an?

Anordnung und Organisation einer Quarantäne erfolgen nach dem Infektionsschutzgesetz durch die örtlich zuständigen Landesgesundheitsbehörden. Das kann unter anderem bedeuten, dass Menschen den Ort, an dem sie sich befinden, nicht verlassen oder andere Orte nicht betreten dürfen, bis die notwendigen Schutzmaßnahmen durchgeführt wurden.

Ich stehe unter Quarantäne, muss aber regelmäßig zur Behandlung ins Krankenhaus. Wie gehe ich vor?

Wie hier zu verfahren ist, sollte mit dem örtlichen Gesundheitsamt und mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten geklärt werden. Informieren Sie in jedem Fall das Klinikpersonal telefonisch, bevor Sie das Krankenhaus aufsuchen.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäneanordnung verstößt?

Wer erstattet mir meinen Verdienstausfall, wenn ich unter Quarantäne stehe? Gilt das auch für Selbstständige?

Wie kann das Virus übertragen werden?

Können Coronaviren über das Berühren von Türklinken übertragen werden?

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Türklinken gelangen und eine Zeit lang überleben.
Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.
Deshalb ist eine gute Händehygiene mit regelmäßigem Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht wichtig.

Können importierte Waren aus Regionen, in denen die Krankheit verbreitet ist, Quelle für eine Infektion beim Menschen sein?

Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

Diese Einschätzung gilt auch nach der jüngsten Veröffentlichung zur Überlebensfähigkeit der bekannten Coronaviren durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum.

Kann das Virus auch über Lebensmittel oder Gegenstände wie Geschirr oder Besteck auf den Menschen übertragen werden? 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu am 23. März 2020 auf der Grundlage der aktuell verfügbaren  wissenschaftlichen Erkenntnisse erklärt: „Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Außerdem ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die üblichen Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Die Bewertung des BfR zum neuartigen Coronavirus ist unter folgendem Link zu finden:

https://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_gegenstaende_uebertragen_werden_-244062.html

Wird das Virus durch Spülen mit der Hand oder in der Geschirrspülmaschine inaktiviert?

Als behüllte Viren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren Coronaviren empfindlich auf fettlösende Substanzen wie Alkohole oder Tenside, die als Fettlöser in Seifen und Geschirrspülmitteln enthalten sind. Wenngleich für das neuartige Coronavirus noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere auch dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.

Ist eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über das Trinkwasser möglich?

Nein, das ist nicht der Fall.
Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt wird, ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der neuartigen Corona-Viren, geschützt. Bei ähnlichen Viren ist bereits hinreichend untersucht worden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Eine Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen.

Umweltbundesamt: Stellungnahme zum Thema Trinkwasser und Coronavirus (12. März 2020)

Kann das Coronavirus durch Lebensmittel übertragen werden?

Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importierte Bedarfsgegenstände infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Hauptgrund dafür ist die relativ geringe Umweltstabilität der Viren.

Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden.

Was ist die Husten- bzw. Nies-Etikette?

Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Schutz-Maske, gefolgt von Händewaschen (!). Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren. Handschuhe, Taschentücher, Masken und andere Abfälle, die von kranken Personen oder bei der Pflege und Versorgung von kranken Personen anfallen, sollten vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einen mit einem Müllbeutel versehenen Behälter im Krankenzimmer geworfen werden. Danach kann dieser Müllbeutel verschlossen in den normalen Müll entsorgt werden (sogenannte Doppelsackmethode). Bei der Benutzung von Mund-Nasen-Schutz-Masken besteht der sinnvollste Schutz, wenn der Infizierte diesen trägt, um zu verhindern, dass Tröpfchen in die Umgebung gestreut werden.

Weitere Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung: Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände

Uni Greifswald: Coronavirus auf Flächen

Kann das Coronavirus zwischen Haustieren und Menschen übertragen werden?

Aktuell gibt es gemäß dem Friedrich-Loeffler-Institut keine Hinweise, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Zudem gibt bisher keine Hinweise darauf, dass sich Nutztiere wie Hühner oder Schweine mit SARS-CoV-2 infizieren können.

Für Haustiere von in häuslicher Quarantäne befindlichen Personen werden daher keine Maßnahmen wie die Absonderung / Trennung oder Quarantäne empfohlen. Personen, die sich in Quarantäne befinden, sollten geeignete Personen außerhalb ihres Haushaltes um Unterstützung bei der Pflege der Tiere bitten, etwa mit dem Hund spazieren zu gehen.

Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt (z. B. Hände gründlich mit Seife waschen).

Weitere Informationen 

Friedrich-Loeffler-Institut

Wie wird mit der Ausbildung von Gesundheitsfachberufen verfahren?

Das Landesamt für soziale Dienste hat die Schulen der Gesundheitsfachberufe angewiesen, dass alle Auszubildenden vorerst vom Präsenz-Unterricht befreit sind. Die praktische Ausbildung findet grundsätzlich weiter statt und wird möglichst ausgebaut und vorgezogen. Darüber hinaus gibt es verschiedene individuelle Lösungen zur Handhabung der Situation, z.B. Selbstlernzeiten und E-Learning.

In Abstimmung mit den zuständigen Behörden können auch staatliche Abschlussprüfungen zur Erlangung der Berufszulassung stattfinden, sofern besondere hygienische und räumliche Vorkehrungen (insb. kleine Gruppen, Mindestabstände) sichergestellt sind. Hier gelten in erster Linie die von den Kreisen/kreisfreien Städten verfügten infektionsschutzrechtlichen Verfahrensweisen.

Dasselbe gilt für alle Auszubildenden in den Pflegefachberufen. Sie haben vorerst einen Einsatz bei ihrem Träger der praktischen Ausbildung zu absolvieren. Sie sind somit, soweit dies möglich ist, jetzt in der Pflegeeinrichtung (z.B. Klinik, Pflegeheim oder ambulanter Dienst) tätig, mit der sie ihren Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben.

Welche Bestimmungen gibt es für Reiserückkehrer?

Rückkehrer aus Risikogebieten und besonders betroffenen Regionen, dazu zählen insbesondere auch Reisende und Ski-Urlauber, die aus der Schweiz, Italien und Österreich zurückkehren, sollten so weit möglich bis zu zwei Wochen zu Hause bleiben, auch ohne Symptome.
Die Hinweise sind insbesondere auch für Betroffene des medizinischen Bereiches wichtig:

Auch wenn aufgrund der allgemeinen Entwicklung mit beginnender (bzw. zum Teil bereits fortgeschrittener) Viruszirkulation auf Bevölkerungsebene die Bedeutung der Reiserückkehrer für Deutschland in den Hintergrund rückt, wird in Schleswig-Holstein bis auf Weiteres am grundsätzlichen Vorgehen und – soweit indiziert – an der Testung von symptomatischen Reiserückkehrern festgehalten.

Betretungsverbote für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und besonders betroffenen Regionen für bestimmte Einrichtungen – darunter öffentliche Einrichtungen, Kliniken, Pflegeeinrichtungen –  bleiben bestehen. Medizinisches Personal, das von Reisen aus betroffenen Gebieten zurückkehrt, ist hiervon auch betroffen. Auf die Einhaltung ist zu achten.

Hinweis für den medizinischen Bereich zur Diagnostik: Grundsätzlich sind vorrangig Personen mit "Kontakt zu einem bestätigten Fall" zu testen. Personen, von denen anzunehmen ist, dass sie aufgrund eines geographischen Aufenthalts ein höheres Infektionsrisiko haben, werden als Kontakte zu einem bestätigten Fall eingestuft und

  • Maßnahmen der Quarantäne eingeleitet
  • bei respiratorischen Symptomen prioritär (Symptome, die die Atmung betreffen) getestet

Vorrangig zu testen ist außerdem:

  • bei Hinweisen auf eine virale Pneumonie und
  • bei Personen, die respiratorische Symptome haben und im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in Kontakt mit vulnerablen Gruppen/ Menschen mit einem hohen Risiko für schwere Erkrankungen stehen.

Sie suchen ärztlichen Rat?

Personen, die ärztlichen Rat benötigen, sollten sich telefonisch melden und nicht in die Praxen gehen: Die Kassenärztliche Vereinigung bittet darum, die 116117 nur anzurufen, wenn Erkältungssymptome – auch mit Fieber – bestehen und in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen bestand oder man sich im einem Risikogebiet befand.

Andere Personen mit Erkältungssymptomen werden gebeten, zu Hause zu bleiben, sich zu beobachten und ihren Hausarzt bei Bedarf telefonisch zu kontaktieren. Auf diese Weise können die Leitungen unter 116117 für dringende Fälle genutzt werden.

Welche Empfehlungen gibt es für Risikopatienten (nach RKI)?

Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion. Wichtig ist auch eine aktive Information über das Krankheitsbild, die bei der frühzeitigen Selbsterkennung von Symptomen helfen kann. Erkrankte sollten rasch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder telefonisch zu anderen beratenden Stellen.

Wenn in der näheren Umgebung (z.B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.

Wo können sich Freiwillige melden (medizinische Versorgung oder Nachbarschaftshilfe)?

Wo können sich Freiwillige melden, die in der ärztlichen Versorgung oder Pflege unterstützen möchten?

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein  sowie die Ärztekammer und Pflegekammer  haben einen Aufruf für Freiwillige zur Unterstützung der medizinischen Betreuung und Pflege gestartet:

Wo können sich Freiwillige melden, die Nachbarschaftshilfe für die Bewältigung der Corona-Pandemie leisten möchten?

Für Schleswig-Holstein gibt es im Engagement-Portal www.engagiert-in-sh.de an prominenter Stelle eine neue Rubrik zum "Ehrenamt in Zeiten von Corona"
Dort wird über die gerade im Lande entstehenden Nachbarschaftshilfen vor Ort informiert. Diese bieten ehrenamtliche Hilfe für ältere Menschen und Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen wollen oder können. Zu den Angeboten gehören z. B. Einkaufen und Gespräche am Telefon gegen Einsamkeit. Hier können sich Hilfesuchende ebenso melden, wie Menschen, die helfen möchten.

Inwieweit sind freiwillig Engagierte versichert, wenn sie unentgeltlich in der Nachbarschaftshilfe oder im Gesundheitswesen helfen?

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer außerhalb von Vereinen und Verbänden (zum Beispiel in den Nachbarschaftshilfen) sind über die Sammel-Haftpflicht und Sammelunfallversicherung des Landes für Ehrenamtliche versichert. Weitergehender Versicherungsschutz besteht für Ehrenamtliche nicht bzw. ist in den Vereinen oder durch private Vorsorge zu erreichen.

Welche Infektionsschutzmaßnahmen sollten Heilmittel-Erbringer (insbesondere Angehörige der Therapieberufe) beachten?

Praxisorganisation

Patienten und Klienten sowie Mitarbeiter sollen über persönliche Schutzmaßnahmen aufgeklärt und angehalten werden, diese dringend einzuhalten. Dies sind vor allem Händehygiene (regelmäßiges und gründliches – ca. 30 Sekunden andauerndes – Händewaschen mit Seife, auch an den Handgelenken), Desinfektion, Nies- und Hustenetikette (Husten und Niesen in die Ellenbeuge), das Abstandhalten zu weiteren Personen in der Praxis (mindestens 1 bis 2 Meter) sowie der Verzicht auf den Händedruck. Hierzu könnten Anleitungen wie von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aufgehängt werden.

Informationen zur Hygiene von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Insbesondere sind Therapiemittel und Therapieräume nach jeder Behandlung mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu reinigen; wenn möglich sollten Einwegprodukte genutzt werden.

Steuern Sie den Zugang zu Ihrer Praxis, und schließen Sie die Wartebereiche, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Zwischen den Behandlungen sollen ausreichende Pausen eingeplant werden, damit sich Patienten und Klienten in der Praxis nicht begegnen und genügend Zeit für die Infektionsschutzmaßnahmen in der Praxis bleibt.

Mögliche Kontaktpersonen und Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen die Praxis vorsorglich nicht betreten (Hilfestellung für den ÖGD zum Umgang mit Einreisenden aus Risikogebieten im Kontext des COVID-19-Ausbruchs) – Gleiches gilt für Patienten und Klienten mit einschlägigen Krankheitssymptomen. Diese sind aufgefordert, telefonisch Kontakt zu ihrem Hausarzt aufzunehmen oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 anzurufen. Bringen Sie hierzu bitte ein entsprechendes Schild an Ihrer Praxistür an.

 Patienten und Klienten mit akuten Atemwegserkrankungen sollen von Behandlungen in der Praxis absehen.

Eine Personenkontaktverfolgung muss für einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen möglich sein (insbesondere sollen aktuelle Telefonnummern der Patienten und Klienten von Ihnen abgefragt werden), um im Falle einer Infektion die Infektionskette so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

Informationen des Robert-Koch-Instituts zu empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen und Zielen

Behandlungen in den Praxisräumen

Es sind die allgemeinen Infektionsschutzmaßnahmen zu beachten: Empfehlungen des RKI zu Hygienemaßnahmen im Rahmen der Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2

Praxen der Heilmittelerbringer dürfen grundsätzlich alle medizinisch notwendigen Behandlungen anbieten. Während der aktuellen Corona-Pandemie wird empfohlen, vorrangig heilend oder nachsorgend tätig zu werden, um das Infektionsrisiko für Patienten und Klienten sowie Heilmittelerbringer zu minimieren. Gruppenbehandlungen sind zu unterlassen. Um die Versorgung der Patienten und Klienten in den Praxen zu erleichtern und aufrecht zu erhalten, haben die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband Empfehlungen erarbeitet. Diese finden Sie hier: AOK: Ausnahme-Regelungen für die Versorgung mit Heilmitteln

Sollte es zu einem direkten Kontakt des Personals mit einem/einer Corona-Infizierten gekommen sein, entscheidet das örtlich zuständige Gesundheitsamt über die erforderlichen Maßnahmen (z. B. häusliche Quarantäne). SARS-CoV2-positives Personal unterliegt einem Tätigkeitsverbot gemäß § 31 IfSG.

Welche "Rettungsmaßnahmen" und Hilfsstrategien gibt es für Heilmittelerbringer?

Bund und Länder legen derzeit Hilfsprogramme auf, die grundsätzlich auch Praxen einschließen, die in finanzielle "Schieflagen" geraten. Die Bundesförderung sieht vor, kleine Unternehmen mit einer Einmalzahlung in Höhe von 9.000 bis 15.000 Euro zu stützen. Ferner stehen die Instrumente der Kurzarbeit und der Steuerstundung zur Verfügung.

Das Land Schleswig-Holstein strebt an, mit zusätzlichen Mitteln evtl. Förderlücken zu schließen. Das Wirtschaftsministerium hat zusammen mit den Förderbanken bereits die Kredit-Angebote neu ausgerichtet und eine Hotline (0431-5938-133) eingerichtet.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

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