Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Energiewirtschaft

alle öffnen

Wie wirkt sich Corona auf die Arbeit im Bereich Kernkraft aus?

Auch die privaten Arbeitgeber werden jetzt aufgefordert, großzügige Regelungen für das Arbeiten im Home-Office einzuführen. Werden die Betriebsmannschaften der Kernkraftwerke nun auch reduziert?

Beim Schichtpersonal, das die Anlage steuert und überwacht, sind keine Reduzierungen vorgesehen. Die Mindestbesetzung für die Schicht und die Besetzung der Warte sind im Betriebshandbuch festgelegt; hieran hat sich nichts geändert. Die Bereitschaftsdienste stehen uneingeschränkt zur Verfügung und werden weiterhin aufrechterhalten.

Bei dem Personal in den Werkstätten und in den Fach- und Teilbereichen werden Vor-Ort-Tätigkeiten auf das sicherheitstechnisch Erforderliche reduziert, um das Risiko von Infektionen zu verringern. Soweit der sicherheitstechnisch ordnungsgemäße Betrieb und dessen Überwachung gewährleistet wird, werden Freistellungen oder Home-Office gewährt.

Arbeitet auch die Atomaufsichtsbehörde vorrangig im Home-Office?

Das gilt weitgehend auch für die Atomaufsichtsbehörde. Denn zur Sicherstellung der kontinuierlichen Einsatzbereitschaft ist es auch und gerade in Bezug auf das Personal der Atomaufsichtsbehörde besonders wichtig, Ansteckungsgefahren zu reduzieren. Notwendige Aufsichtsbesuche in den Kernkraftwerken finden allerdings weiterhin statt. Besprechungen, z.B. mit Kraftwerkspersonal und externen Sachverständigen, werden in der Regel im Wege von Telefonkonferenzen­ durchgeführt.

Wie schützt sich das Personal der Kernkraftwerke vor Ansteckung?

Es wurden systematische Maßnahmen zur Reduzierung der Kontakte insbesondere für das Schichtpersonal getroffen. Hierzu wurden im Wartenbereich Schutzscheiben installiert und besondere Schutzbereiche für das Wartenpersonal ausgewiesen und so die räumliche Trennung verbessert. Absprachen und Informationsaustausch, z.B. im Rahmen des Schichtwechsels, werden z.T. telefonisch vorgenommen.

Welche Folgen hat Corona für die Wasser- und Energieversorgung?

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Der Betrieb ist keineswegs gefährdet oder auch nur beeinträchtigt.

Selbstverständlich haben auch die kommunalen Unternehmen, die die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung sicherstellen, schon vorab präventive Maßnahmen ergriffen. So tragen auch sie dazu bei, die Ausbreitung mit dem neuartigen Corona-Virus zu verlangsamen und ihre Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen.

Energieversorgung

Die Versorgungssicherheit mit Gas, Strom und Fernwärme ist weiterhin gewährleistet und aktuell weder gefährdet noch beeinträchtigt. Um dies weiterhin zu gewährleisten, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kritischen Unternehmensteilen besonders geschützt. Die Versorgungslage bei Gas ist momentan aufgrund des milden Winters überdurchschnittlich gut. 

Wie gehen Unternehmen, die die Energieversorgung gewährleisten, mit der Situation um?

Auf die aktuellen Ereignisse ist die Energiewirtschaft vorbereitet. Die Vorbereitung und das Management von Krisen und Notfällen ist für die Unternehmen der Energiewirtschaft eine Daueraufgabe von höchster Priorität – nicht nur in der Zeit des Coronavirus. Schon vor einigen Wochen sind vorsorgliche Schritte für den Fall einer Quarantäne-Anordnung ergriffen worden. In diesem besonderen Fall spielen Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter längst eine bedeutsame Rolle: So sind beispielsweise schon frühzeitig die Reisetätigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeschränkt und Lösungen für Home-Office-Varianten erarbeitet worden, Meetings werden weitestgehend reduziert oder telefonisch durchgeführt. Netzleitstellen können auch ohne persönliche Kontakte nach außen betrieben werden.

Der Verband kommunaler Verbände (VKU) empfiehlt bereits seit Wochen den kompletten Verzicht auf Kundenkontakte in Kundencentern und rät zu alternativen Kommunikationsmöglichkeiten – etwa über Telefon, E-Mail, Chat, Videotelefonat, Fax oder Brief.

Ist eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über das Trinkwasser möglich?

Nein, das ist nicht der Fall.

Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt wird, ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der neuartigen Corona-Viren, geschützt. Bei ähnlichen Viren ist bereits hinreichend untersucht worden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Eine Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen.

Umweltbundesamt: Stellungnahme zum Thema Trinkwasser und Coronavirus (12. März 2020)

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie