Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Hilfen für Unternehmen, Vereine und Kultureinrichtungen

Gemeinsam mit dem Bund will das Land Unternehmen und Selbstständige in der Coronakrise unterstützen und hat dafür verschiedene Hilfsprogramme aufgelegt.

Soforthilfen/Überbrückungshilfe

Bis Ende Mai konnten Solo-Selbständige und Unternehmen in Schleswig-Holstein Soforthilfen des Bundes und des Landes beantragen. Insgesamt wurden über 450 Millionen Euro ausgezahlt. Mit dem neuen Konjunkturpaket des Bundes tritt nun eine Folgeregelung in Kraft, die sogenannte Überbrückungshilfe. Richtlinien, Vollzugshinweise und Antragsformulare werden derzeit erarbeitet.

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe

Steuerliche Entlastungen

Straßenschild mit der Aufschrift "Finanzamt" Straßenschild Finanzamt (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Auch die Finanzämter entlasten die Unternehmen im Land. © Thorben Wengert / pixelio.de

Das Land unterstützt die Unternehmen darüber hinaus durch steuerliche Erleichterungen. So können auf Antrag Steuern gestundet werden, ohne dass dafür Stundungszinsen anfallen. Darüber hinaus können Vorauszahlungen herabgesenkt werden. Gleichzeitig verzichten die Finanzämter auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge.

Informationen des Finanzministeriums zu steuerlichen Hilfen für Unternehmen

Liquiditätshilfen in Form von Krediten

Der Bund hat die Bedingungen für die KfW-Programme aktuell deutlich verbessert. So übernimmt er bei Darlehen bis zu drei Millionen Euro 90 Prozent des Risikos – bisher lag dieser Wert nur bei 50 Prozent. Die Risikoprüfung übernimmt die jeweilige Hausbank, um eine schnelle Kreditauszahlung zu ermöglichen.

Am 1. April ist der IB.SH-Mittelstandssicherungsfonds zur Unterstützung von Unternehmen des Hotel-, Beherbergungs- und Gaststättengewerbes an den Start gegangen. Das Land stellt dafür 300 Millionen Euro bereit. 150 Millionen Euro sind für kleinere Darlehen zwischen 15.000 und 50.000 Euro vorgesehen, noch einmal 150 Millionen Euro für große Darlehen zwischen 50.000 und 750.000 Euro. Die Darlehen sind zwei Jahre tilgungsfrei und in den ersten fünf Jahren zinslos.

Weitere Informationen sowie das Antragsformular stehen auf der Seite der IB.SH

Hilfen für Kultureinrichtungen

Museum der Westküste, Alkersum Museum der Westküste Alkersum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Auch Kultureinrichtungen wie Museen oder Galerien erhalten Unterstützung vom Land. © M. Staudt / grafikfoto.de

Auch Kulturschaffende sowie Einrichtungen der Kultur, Weiterbildung und der Minderheiten bekommen Unterstützung: Ihnen stellt das Land insgesamt 33 Millionen Euro zur Verfügung, um finanzielle Einbußen abzumildern. Das Unterstützungspaket ergänzt die bisherigen Corona-Soforthilfen von Bund und Land und richtet sich auch an rein ehrenamtlich getragene Einrichtungen, die bisher nicht antragsberechtigt waren. Kultur- und Bildungsinstitutionen mit bis zu 50 Beschäftigten können Anträge für das erweiterte Landessoforthilfeprogramm für Unternehmen stellen. Damit können nachgewiesene Einnahmeeinbußen bis zu insgesamt 30.000 Euro für drei Monate ausgeglichen werden.

Weitere Informationen zur Förderung für Kultureinrichtungen

Zusätzlich können Künstler:innen aus dem im März ins Leben gerufenen "Kulturhilfefonds SH" projektbezogene Soforthilfen in Höhe von bis zu 2.500 Euro beantragen. Dieses Geld steht den Kulturschaffenden zusätzlich zu den Soforthilfen des Bundes für Solo-Selbstständige und den Mitteln aus der erweiterten Grundsicherung zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Betroffene beim Landeskulturverband Schleswig-Holstein.

Der Landeskulturverband führt außerdem eine Liste mit weiteren Unterstützungsmöglichkeiten für Künstler und freie Kulturschaffende in Zeiten von Corona.

Hilfen für Einrichtungen des Natur- und Umweltschutzes

Für Tierparks, Natur- und Umweltschutzverbände sowie Bildungseinrichtungen für Nachhaltigkeit stehen weitere fünf Millionen Euro aus dem Corona-Schutzschirm des Landes zur Verfügung. Das Soforthilfeprogramm greift in den Fällen, in denen die Einrichtungen keinen Anspruch auf Mittel aus dem Förderprogramm des Bundes haben. Die Soforthilfe kann ab sofort bis zum 31. Mai schriftlich beim Umweltministerium beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden.

Weitere Informationen sowie Förderrichtlinien und Antragsformulare

Darüber hinaus erweitert das Land die Förderung für Tierheime: Ab dem 6. Mai können diese auch Unterstützung für Futtermittel, Streu und zwingend erforderliche Tierarztkosten erhalten. Bisher war die Tierheimförderung für Umbauten und einmalige Ausgaben vorgesehen. Durch die Änderung können Tierheime einen einmaligen Zuschuss beantragen, um eine existenzbedrohende Wirtschaftslage durch Einnahmeausfälle und sonstige finanzielle Einbußen zu überwinden. Bereits jetzt ist eine Antragstellung möglich. 

Weitere Informationen zur Tierheimförderung

Hilfen für soziale Projekte und Tafeln

Die Landesregierung hat einen Fonds zur Abdeckung sozialer Härten mit einem Volumen von bis zu drei Millionen Euro aufgelegt. Der Fonds richtet sich zum Beispiel Tafeln oder Organisationen, die Lebensmittel an obdachlose Menschen ausgeben. Daneben soll durch diese Mittel Angebote aufrecht erhalten, die Menschen bei vielfältigen sozialen Härtefällen unterstützen – etwa durch medizinische Versorgung von Personen ohne Krankenversicherung.

Zur Förderrichtlinie und den Antragsdokumenten

Soforthilfe für Jugend und Familienbildung

Die Landesregierung hat eine "Soforthilfe Jugend und Familienbildung" beschlossen, um Jugendbildungsangebote langfristig zu sichern. Anerkannte Jugendhilfeträger können Mittel zur Erstattung von Einnahmeausfällen und Mehraufwendungen (Ausfall- und Stornogebühren), die ihnen aufgrund der Corona-Pandemie seit dem 16. März entstanden sind, beantragen. Mit der Soforthilfe von höchstens 15.000 Euro sollen existenzbedrohende Wirtschaftslagen abgewendet werden. Auch Anschaffungskosten für die Ausstattung digitaler Jugendbildungsangebote bis höchstens 8.000 können erstattet werden.

Außerdem stehen die Mittel ergänzend zu den Soforthilfen des Bundes den vom Land geförderten Familienbildungsstätten zur Verfügung, wenn sie durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Die Einrichtungen können bis zu 30.000 Euro Soforthilfen erhalten, um Liquiditätsengpässe zu verhindern. Auch gemeinnützige Träger der vom Land geförderten Angebote zur sexualpädagogischen Bildung und Beratung können Soforthilfe beantragen.

Anträge auf die nicht-rückzahlbaren Zuschüsse können bis zum 30. Juni per Mail gestellt werden.

Zur Richtlinie und den Anträgen