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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Eric / fotolia.de

Schnelle Hilfe für das UKSH

Datum 01.04.2020

Mehr Betten für Corona-Patienten: Das Land unterstützt das Universitätsklinikum bei der Verdopplung seiner intensivmedizinischen Kapazitäten.

Insgesamt 362 Intensivbetten will das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) bis Mitte April bereitstellen - mehr als doppelt so viele wie bislang. Aktuell werden dafür die beiden Klinikstandorte in Kiel und Lübeck personell und technisch aufgerüstet. Der UKSH-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Jens Scholz dankte der Landesregierung für die unkomplizierte finanzielle Unterstützung: "Es ist unser gemeinsames Ziel, für den bevorstehenden Anstieg von Corona-Patienten bestmöglich vorbereitet zu sein."

Gesundheit hat oberste Priorität

Die Verdopplung der Intensivbetten-Kapazitäten sei das Gebot der Stunde, erklärte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. Dabei nehme das UKSH, das mit rund 2.500 Betten und einer halben Million Patienten pro Jahr das größte Krankenhaus in Schleswig-Holstein ist, eine wichtige Rolle ein. Garg dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement: "Das Land ist gerade jetzt bei der Versorgung von Patienten auf die konstruktive Mitarbeit aller Einrichtungen angewiesen. Jetzt müssen alle an einem Strang ziehen!"

"Jetzt ist die Zeit der schnellen Hilfe", erklärte auch Finanzministerin Monika Heinold. "Gesundheit ist wichtiger als die schwarze Null. In diesen Tagen bewährt sich die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Landesregierung und des UKSH. Hand in Hand bringen wir das auf den Weg, was für den Gesundheitsschutz notwendig ist."

Portraitfoto Monika Heinold

Jetzt ist die Zeit der schnellen Hilfe. Gesundheit ist wichtiger als die schwarze Null.

Monika Heinold

Medizinstudenten unterstützen Personal

Auch aus der Bevölkerung kommt große Unterstützung: Bislang haben sich mehr als 1.200 freiwillige Helfer beim UKSH gemeldet, darunter ausgebildetete Pfleger und Ärzte, aber auch zahlreiche Menschen ohne medizinische Ausbildung. Außerdem werden aktuell rund 100 Medizinstudenten in Kiel und Lübeck geschult, um die Pflegekräfte in den Kliniken im Ernstfall zu unterstützen. Wissenschaftsministerin Karin Prien erklärte, das Universitätsklinikum stehe mit der Behandlung der Corona-Patienten vor einer großen Herausforderung: "Die in dieser schwierigen Zeit geleistete Arbeit und der Einsatz der Mitarbeiter, der Pflegekräfte, der Ärzteschaft und der Leitung des UKSH, wie auch aller anderen Kliniken im Land, verlangen uns allen den höchsten Respekt ab."

Kliniken sind gut vorbereitet

Erst im vergangenen Jahr wurden die großen Klinikneubauten des UKSH in Kiel und Lübeck fertiggestellt. Dabei wurden auch mehr als 40 Millionen Euro in die intensivmedizinische Ausstattung investiert, so dass sich die Intensiveinheiten bereits auf dem modernsten Stand der Technik befinden. In Vorbereitung auf die wachsende Zahl an Corona-Patienten werden aktuell weitere medizintechnische Geräte angeschafft, unter anderem Ultraschallgeräte und Beatmungstechnik. Die zusätzlichen Ausgaben belaufen sich auf bis zu 5,5 Millionen Euro.

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