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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© photographee.eu / fotolia.de

Zwischen Klinik und Praxis

Datum 15.10.2019

Die Ausbildung zum Kinderarzt soll im echten Norden praxisnaher gestaltet werden: Dafür hat Gesundheitsminister Garg einen Förderbescheid überreicht.

In Deutschland arbeiten knapp 400.000 Ärzte. Davon haben sich rund 15.000 auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Nach dem sechsjährigen Grundstudium der Medizin müssen angehende Kinderärzte noch eine fünfjährige Facharztausbildung absolvieren. Diese Weiterbildung findet in den meisten Fällen in den Kinderstationen der Krankenhäuser statt. Anschließend wechseln viele junge Ärzte in die Praxen niedergelassener Kinderärzte. Da sich dort die Arbeit von den Tätigkeiten in den Kliniken in vielen Punkten unterscheidet, soll nun auch ein Teil der praktischen Ausbildung in den Praxen erfolgen.

100.000 Euro für bessere Kinderarztausbildung

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg hat für die Verbesserung der praxisnahen Weiterbildung von Kinderärzten nun einen Förderbescheid über rund 100.000 Euro an den Weiterbildungsverbund Pädiatrie überreicht. "Bei angehenden Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin ist es sinnvoll, wenn ein Teil der Ausbildung in Praxen niedergelassener Ärzte erfolgt. Das Projekt ist ein Beitrag zur Stärkung der sektorenverbindenden Zusammenarbeit und zur Sicherung der kinderärztlichen Grundversorgung in Schleswig-Holstein", betonte der Minister.

Kliniken sowie Kinder- und Jugendarztpraxen in Schleswig-Holstein gehen zukünftig Kooperationen ein und ermöglichen den Austausch. Die angehenden Kinderärzte bleiben Angestellte der Krankenhäuser und absolvieren ihre Weiterbildung in den Praxen. Sie lernen dort wichtige Tätigkeiten wie Früherkennungsuntersuchungen, Impfungen oder die Behandlung von typischen Kinderkrankheiten kennen. Auch haben sie erste Berührungspunkte mit Personalführung oder erfahren, wie Abrechnungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) funktionieren. Nach ihrer Weiterbildung können sie dann in die Kliniken zurückkehren.

Digitale Lernunterstützung

Zusätzlich lässt die Landesregierung ein digitales pädiatrisches Handbuch erarbeiten, das speziell die Anforderungen in der ambulanten Kindermedizin abdecken soll. Das Nachschlagewerk unterstützt die angehenden Kinderärzte beim selbstorganisierten Lernen und hilft ihnen bei der optimalen Vorbereitung auf ihre Facharztprüfung. Außerdem können die Auszubildenden mit ihren betreuenden Ärzten damit gezielter an bestimmten Handlungskompetenzen und Fertigkeiten arbeiten.