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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© zwiebackesser / fotolia.de

Gesundheitsministerium und Techniker Krankenkasse: Starke Pflege braucht gesunde Mitarbeitende

Datum 19.11.2020

KIEL. Um die Gesundheit und die Arbeitssituation von Pflegekräften weiter zu verbessern, haben das schleswig-holsteinische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam die Handreichung "Starke Pflege durch gesunde Mitarbeitende" entwickelt. "Ziel ist es, Führungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten Impulse zu geben, um die Belastungen von beruflich Pflegenden zu verringern und die Zusammenarbeit im Team sowie die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Die betriebliche Gesundheitsförderung spielt hierbei eine entscheidende Rolle", erläutert Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Klar ist: Die Arbeitsbelastung für Beschäftigte in der Pflege ist hoch. Ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld ist daher notwendig. "Für eine gute und menschenwürdige Pflege brauchen Pflegekräfte gesunde Arbeitsbedingungen. Dazu trägt eine starke Team- und Führungskultur bei. In einer bewusst entwickelten und gepflegten Betriebskultur fühlen sich nicht nur Mitarbeitende, sondern auch die zu Pflegenden und deren Angehörige wohler. Wir wollen die Einrichtungen motivieren und unterstützen, ein betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen oder weiterzuentwickeln, dass gesundheitsförderliche Strukturen stärkt", betont Sozialminister Dr. Heiner Garg. 

Gesunde Strukturen aufbauen – Krankenkassen unterstützen

Der Leitfaden soll Einrichtungen Impulse und Hilfestellung geben, um ein individuell passendes Projekt zur Gesundheitsförderung zu entwickeln – orientiert am jeweiligen Bedarf.

Die Krankenkassen unterstützen Pflegeeinrichtungen dabei, Maßnahmen der Gesundheitsförderung einzuführen sowie gesundheitsförderliche Strukturen zu entwickeln. Arbeitsabläufe zu optimieren oder der Umgang mit psychischen und physischen Belastungssituationen sind hier nur zwei von vielen möglichen Ansätzen. Über einen Projektantrag kann eine finanzielle Förderung der Projektmaßnahmen erfolgen. Dieser kann bei jeder Krankenkasse eingereicht werden.

Berufsalltag zufriedener und gesünder gestalten

Die im Jahr 2019 von den schleswig-holsteinischen Ministerien für Wirtschaft und für Soziales sowie der Bundesagentur für Arbeit durchgeführte Befragung zum Branchencheck Pflege ergab, dass mehr als 40 Prozent des Pflegepersonals mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind. Zu wenig Personal, unregelmäßige Dienstpläne, Zeitdruck und eine hohe psychische sowie physische Belastung - das sind einige Gründe, die berufliche Pflegende schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen können.

Dass Menschen in Pflegeberufen höheren gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt sind, belegt der TK-Gesundheitsreport 2019, der in einem gesonderten Kapitel die Gesundheit von Beschäftigten in der Pflegebranche betrachtet. Berufliche Pflegende waren im Jahr 2018 deutschlandweit etwa 23 Tage krankgeschrieben. Zum Vergleich: Bei allen Berufstätigen waren es knapp 15 Tage. Die meisten Krankschreibungen von Berufstätigen in der Pflege entfielen auf Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (4,8 Tage), gefolgt von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen (4,6 Tage) und Krankheiten des Atmungssystems (3,2 Tage).

"Gelingt es, die Arbeitsbedingungen für Menschen in Pflegeberufen positiv zu verändern, hilft das nicht nur den Pflegenden und den Gepflegten. Ein gesunder Berufsalltag ist auch ein Instrument gegen den Fachkräftemangel" so TK-Landeschef Schmidt-Bodenstein.

Der Leitfaden steht hier zum Download bereit.

Für Rückfragen:

Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Schleswig-Holstein, Volker Clasen, Telefon 0431-98 158-5516, Mobil: 0151 64630735, Fax 0431 - 98 158 – 522, E-Mail: volker.clasen@tk.de, Homepage: www.tk.de/lv-schleswigholstein, Twitter: www.twitter.com/TKinSH

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/sozialministerium, www.facebook.com/Sozialministerium.SH oder www.twitter.com/sozmiSH

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