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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ungewisse Entwicklung

Datum 30.10.2020

Die Erholung des Arbeitsmarktes in den letzten Wochen könnte durch die erneuten Einschränkungen ausgebremst werden.

Die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein ist im Oktober gesunken. Doch die neuen Einschränkungen könnten diese positive Entwicklung wieder umkehren. Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz sieht dem November besorgt entgegen: "Angesichts der nach wie vor massiv steigenden Corona-Infektionen haben Bund und Länder gestern harte Einschränkungen insbesondere für die Gastronomie beschlossen, die den wirtschaftlichen Erholungstrend der letzten Wochen vorerst ausbremsen werden."

Positiver Trend

Nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren im Land 92.174 Arbeitslose registriert, 1,9 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,8 Prozent. Ebenso stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter. "Sowohl im Vergleich zum Vormonat, als auch zum Vorjahresmonat sind in konjunkturabhängigeren Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen weitere Arbeitsplätze entstanden", sagte Buchholz. Auch die Zahl der Betriebe in Kurzarbeit sei bislang weiter rückläufig. Der Vergleich zu den Vorjahreszahlen macht jedoch die starken Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt deutlich: Im Oktober 2020 sind 20,9 Prozent mehr Menschen ohne Arbeit als im Oktober 2019.

Perspektiven für junge Menschen

Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren sank im Oktober ebenfalls um 8,9 Prozent auf 8.979. Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt appellierte Buchholz an die Bewerberinnen und Bewerber und die Unternehmen: "Auch wenn sich die Lage derzeit wieder zuspitzt und die Unsicherheiten bei den Jugendlichen und den Unternehmen verständlicherweise groß sind, verringert eine Ausbildung das Risiko von Arbeitslosigkeit erheblich. Deshalb dürfen die Chancen, die eine Ausbildung bietet, nicht ungenutzt bleiben." Er verwies gleichzeitig auf die unterstützenden Angebote des Landes und der Bundesagentur für Arbeit. Der Fachkräftemangel sei eine riesige Herausforderung für den Arbeitsmarkt und dürfe nicht durch einen Rückgang an Ausbildungsplätzen verschärft werden.  

Bundeshilfen

Die Beschränkungen, die Bund und Länder beschlossen haben, treffen insbesondere das Hotel- und Gaststättengewerbe. Hier hat der Bund angekündigt, schnelle Hilfe zu leisten. Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem November 2019 ersetzt bekommen, wenn sie von den Maßnahmen betroffen sind. Für größere Unternehmen sollen es zwischen 60 und 75 Prozent sein. Die genaue Ausgestaltung der Hilfen wird auf Bundesebene noch erarbeitet. "Es ist wichtig, dass die vorgesehenen Ausfall-Prämien des Bundes – die auch den mittelbar betroffenen Betrieben zugesichert wurden – nun schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden", forderte Buchholz.

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