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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Vorsichtig optimistisch

Datum 16.10.2020

Wie blickt die Maschinenbau-Branche in die Zukunft? Wirtschaftsminister Buchholz besuchte dazu Unternehmen in Norderstedt, Pinneberg und Tornesch.

Am "4. Tag des Maschinenbaus in Schleswig-Holstein" war Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz im Raum Norderstedt/Pinneberg unterwegs. Gemeinsam mit Dr. Jürgen Holdhof, Vorstand des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Nord, besuchte er fünf mittelständische Maschinenbauunternehmen und machte sich ein Bild von der angespannten Situation der Branche.

"Der direkte Kontakt mit Unternehmen und Mitarbeitern führt mir noch einmal deutlich die großen Herausforderungen in der Branche vor Augen", sagte Buchholz. Gleichzeitig sehe er den starken Willen und die Bereitschaft bei allen Beschäftigten, diese Krise gemeinsam zu meistern.

Herausforderungen durch Corona

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führten auch im Maschinenbau zu starken Beeinträchtigungen in den internationalen Lieferketten, verzögerten Fertigstellungen, Rückgängen bei Neubestellungen oder auch Stornierungen von bereits erteilten Aufträgen.

Etwa 40 Prozent der Unternehmen befürchten Beeinträchtigungen durch mögliche Liquiditätsengpässe. Viele Unternehmen reagierten mit Kurzarbeit und Einstellungsbeschränkungen auf die Kapazitätsanpassungen. In 20 Prozent der Maschinenbaufirmen sei aber ein Personalabbau unausweichlich, sagte Holdhof.

Eine VDMA-Blitzumfrage ergab jedoch, dass über 50 Prozent der Maschinenbauer vorsichtig optimistisch nach vorne blicken: Sie erwarten für 2022 wieder ein Umsatzniveau, das dem von 2019 entspricht.

Wasserstoff als Chance

Der norddeutsche Maschinen- und Anlagenbau sieht in der Herstellung und Nutzung von Wasserstoff ("Power-to-X") große Potenziale. Daraus können zum Beispiel Kraft- und Brennstoffe hergestellt werden. Um ihre technologische Vorreiterrolle ausbauen und festigen zu können, brauche es laut Holdhof einen schnellen Markthochlauf im industriellen Maßstab – zum Beispiel durch eine Wasserstoffstrategie mit ambitionierten Zielen.

"Mehrere der heute besuchten Unternehmen beschäftigen sich bereits mit dem Thema Wasserstoff und sammeln wertvolle Erfahrungen", sagte Buchholz. "Diese gilt es zu bündeln und im norddeutschen Verbund schnell voran zu bringen. Dafür werde ich mich gemeinsam mit dem Maschinen- und Anlagenbau einsetzen", betonte er zum Abschluss seiner Tour.

Hochqualifizierte Branche

Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit seinen 21.000 hochqualifizierten Beschäftigten und einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro (2019) der größte industrielle Wirtschaftszweig in Schleswig-Holstein. Die Branche exportiert rund dreiviertel ihrer Produkte und begleitet die Maschinen oft über den gesamten Lebenszyklus mit Service und Wartung. Der Ingenieuranteil in den Unternehmen liegt bei 18 Prozent.

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