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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Halbjahresbilanz in der Wirtschaft

Datum 25.09.2020

Im Bundesländervergleich ist das Bruttoinlandsprodukt im Norden im ersten Halbjahr 2020 am wenigsten gesunken.

Die rund 123.000 Unternehmen in Schleswig-Holstein haben die Corona-Pandemie im Vergleich zu den anderen Ländern bisher am besten verkraftet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent zurück. Das teilte das Statistikamt Nord mit. Im Schnitt aller Länder schrumpfte das BIP nach vorläufigen Berechnungen um 6,6 Prozent. Das größte Minus musste das Saarland verkraften mit 9,5 Prozent. Das export-orientierte Baden-Württemberg hatte ein Minus von 7,7 Prozent verbucht.

Krisenresistentere Wirtschaftsstruktur

Dass Schleswig-Holstein die Corona-Krise bisher relativ gut durchgekommen ist, führte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz auf die Wirtschaftsstruktur im Norden zurück: "Wir haben wenig Industrie, wir haben wenig verarbeitendes Gewerbe, und dementsprechend sind die Einbrüche, die wir in Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen, in Bayern erleben, deutlich höher als bei uns."

O-Ton

Verkehrsminister Buchholz zur Halbjahresbilanz:

Politische Weichenstellungen

Buchholz betonte jedoch, Schleswig-Holstein habe politisch auch einiges richtig gemacht. Es habe sich als richtig erwiesen, Ende Mai wieder Tagestouristen ins Land zu lassen und den Beherbungsbetrieben eine 100-Prozent-Auslastung zu erlauben. Zugleich dämpfte er die Erwartungen: "Das Jahr wird für alle kein Boomjahr."

Ein Stückchen Glück

Zugleich habe Schleswig-Holstein laut Buchholz "ein Stückchen Glück gehabt". Große Unternehmen und Industrien gibt es in Schleswig-Holstein gerade in der Gesundheitswirtschaft, der Ernährungswirtschaft und der Energiebranche. Wie das Statistikamt Nord mitteilte, entwickelte sich gerade der Bereich der Herstellung von medizinischen Erzeugnissen und Materialien in der Pandemie positiv.

Schwierige Prognose

Wie es weitergeht, sei noch nicht abzusehen, erläuterte Buchholz. Zu viel hänge von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Auch müssen zahlungsunfähige Unternehmen aktuell noch keine Insolvenzanträge stellen. Das wird sich ab 1. Oktober jedoch wieder ändern. Buchholz warnte: "Alle werden sich darauf einstellen müssen, dass die staatlichen Hilfen endlich sein müssen und wir sie zeitlich begrenzen werden."

Weitere Informationen finden Sie hier: Pressemitteilung des Statistikamtes Nord

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