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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Vielseitiger Wasserstoff

Datum 01.07.2020

An der Westküste gibt es inzwischen viele innovative Projekte, die Wasserstoff als alternativen Energieträger voranbringen wollen.

Die Region Heide ist eines der Wasserstoffzentren im echte Norden. Mit dem Reallabor Westküste 100, Qarree100 und KeroSyn100 sind hier gleich drei zukunftsweisende und erfolgsversprechende Projekte am Start. Ziel ist es, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen als flexibel einsetzbare Energieform zu erforschen und zu entwickeln.  

Minister Dr. Bernd Buchholz hat sich mit den Projektverantwortlichen Jürgen Wollschläger (Projektkoordinator Westküste 100), Dirk Burmeister (Vorstand Entwicklungsagentur Heide), Martin Eckhard (Gesamtverbundkoordinator Quarree100) und Prof. Michael Berger (FH Westküste) getroffen und auf den neuesten Stand gebracht.

Ganzheitlicher Ansatz

Das Reallabor Westküste 100 hat sich 2019 im Ideenwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums durchgesetzt und daraufhin einen Projektantrag für die Förderung erarbeitet. Das Projekt verfolgt gleich mehrere Ziele: Mit Windkraft grünen Wasserstoff erzeugen, ein Wasserstoffnetz aufbauen sowie synthetischen grünen Kraftstoff für Flugzeuge herstellen. Die Entscheidung des Bundes zum Projektantrag steht noch aus und wird in Kürze erwartet.

"Grün" fliegen, wohnen und arbeiten

Doch auch die beiden anderen Projekte der Region Heide gehen mit innovativen Ideen voran: Mit Quarree 100 soll ein ganzes Stadtquartier mit erneuerbaren Energien versorgt werden – und das in allen Bereichen: Strom, Wärme und Mobilität.  Das Projekt KeroSyn 100 will das Fliegen umweltverträglich machen und dafür grünen Treibstoff herstellen. Hier ist die Raffinerie Heide als ein Projektpartner beteiligt.

Starke Akteure

"Insbesondere diese Projekte zeigen mir wieder einmal, wie gut Schleswig-Holstein in der Wasserstofftechnologie schon aufgestellt ist", sagte Buchholz im Anschluss an das Treffen: "Wir haben starke Akteure im echten Norden, die einen großen Beitrag dazu leisten, grünen Wasserstoff als echte Alternative zu anderen Energieträgern zu etablieren."

Bund ist gefordert

Der Bund hat mittlerweile eine Nationale Wasserstoffstrategie vorgelegt. Buchholz will sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Wasserstoff-Produktion mit Strom aus Erneuerbaren Energien von der EEG-Umlage befreit wird. "Wenn die EEG-Umlage für grünen Strom nicht fällt, bleibt die Produktion und Nutzung von Wasserstoff unwirtschaftlich", betonte er. Viele Projekte und Förderungen liefen ins Leere, wenn der regulatorische Rahmen nicht angepasst werde.

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