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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Mobilitätswende fördern

Datum 25.06.2020

Das Land unterstützt eine Trassenstudie der Stadt Kiel, die die Möglichkeiten eines attraktiven ÖPNV-Systems für die Landeshauptstadt untersucht.

"Kiel bewegt sich" – unter diesem Motto plant die Landeshauptstadt ihre Mobilitätswende. Herzstück soll ein neues, attraktives und zukunftssicheres ÖPNV-System sein. Im Rahmen einer Trassenstudie werden dazu die Systeme Bus-Rapid-Transit und Tram im Kontext möglicher Streckenführungen untersucht. Dafür hat Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs nun einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 3,35 Millionen Euro an Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer übergeben.

Attraktiver Nahverkehr lockt Fahrgäste an

"Mit der Förderung unterstreicht die Landesregierung ihr Engagement, ÖPNV-Projekte von landespolitischer Bedeutung finanziell zu unterstützen. Die Landeshauptstadt ist bundesweit noch eine der wenigen Großstädte, die kein schienengebundenes ÖPNV-System besitzt. Viele neue Projekte in Deutschland sowie besonders auch in Frankreich haben aber gezeigt, dass mit einem attraktiven Nahverkehr auch ein deutlicher Sprung bei der Anzahl von Fahrgästen zu erwarten ist", sagte Rohlfs.  Mit einer stufenweisen Erhöhung der ÖPNV-Fördermittel habe der Bund Anfang des Jahres eine wesentliche Grundlage für die Mitfinanzierung solcher Nahverkehrs-Projekte geschaffen.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freute sich über die Zuwendung des Landes nicht zuletzt deshalb, weil die Unterstützung des Landes eine wichtige Voraussetzung sei, um auch Bundesmittel einwerben zu können. "Die ersten wichtigen Schritte sind getan und dank der stark aufgestockten Fördermöglichkeiten werden wir für unsere Mobilitätswende eine stabile finanzielle Grundlage haben."

Konzeptentwicklung

Im Rahmen der Trassenstudie sollen bis Ende 2022 zum Beispiel die Streckenfestlegung und ein langfristiges Finanzierungs- und Förderkonzept bis zur Einführung des neuen ÖPNV-Systems entwickelt werden. Darauf basierend wird bis spätestens Ende 2022 auch entschieden werden, ob ein Bus-Rapid-Transit-System oder eine Tram in Kiel eingeführt wird. Die endgültige Entscheidung hierüber trifft die Ratsversammlung. Mit der Landesförderung kann dann auch die Vorplanung für das festgelegte System abgeschlossen werden.

Ausschreibung läuft

Aktuell läuft die europaweite Ausschreibung für die Trassenstudie. Vor der Sommerpause werden die Verhandlungen mit den Bietern abgeschlossen sein, so dass die Landeshauptstadt im September den Auftrag vergeben kann.

Die umfangreiche Beteiligung der Öffentlichkeit, die bereits im vergangenen Jahr in Stadtteilforen begonnen wurde, wird fortgesetzt.

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