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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Besucher-Ansturm regeln

Datum 18.05.2020

Um dem Gäste-Ansturm gewappnet zu sein, haben sich Kommunen und Land auf vereinzelte Beschränkungen des Tagestourismus verständigt.

Die Ferienquartiere an den Küsten Schleswig-Holsteins sind über Himmelfahrt und Pfingsten voll ausgelastet – außerdem werden zahlreiche Tagestouristen erwartet.  Kommunen und Landesregierung haben sich deshalb darauf verständigt, den voraussichtlichen Gäste-Ansturm in einigen Ferien-Hochburgen durch Anordnungen zu lenken und teilweise auch zu beschränken. Dadurch sollen Menschenansammlungen vermieden werden.

Das gaben heute Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen, sein ostholsteinischer Kollege Reinhard Sager, Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz, Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack sowie Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg bekannt.

An der Nordseeküste

Für die Inseln und Halligen der Nordsee sowie die Gemeinde St. Peter-Ording bedeute dies laut Landrat Lorenzen ein Betretungsverbot für Tagesgäste vom 21. Mai (6 Uhr) bis 24. Mai (20 Uhr) sowie vom 30. Mai (6 Uhr) bis 1. Juni (20 Uhr). Ausgenommen seien Nordstrand, Südfall und die Hamburger Hallig. Alle Bewohner des Kreises Nordfriesland seien von dem Betretungsverbot ausgenommen, und auch Besuche von Verwandten oder Freunden seien möglich. "An manchen Hotspots bilden sich häufig derart große Menschenansammlungen, dass Urlauber den Mindestabstand von anderthalb Metern beim besten Willen nicht einhalten können", erklärte Lorenzen.

Helgoland mit Beschränkung

Für die Hochseeinsel Helgoland gilt bereits ab heute eine Allgemeinverfügung zur Beschränkung des Tagestourismus: Danach besteht für Tagestouristen vom 18. bis zum 24. Mai ein Betretungsverbot für das Gemeindegebiet mit der Hauptinsel und der Düne. Darüber hinaus sind die Gemeindehäfen für Gästeboote gesperrt und das Campen ist – mit Ausnahme der Dauercamper – untersagt. Touristen dürfen die Insel nur betreten, wenn sie eine Buchungsbestätigung für eine Ferienwohnung, ein Hotel, eine Pension oder eine andere Unterkunft auf Helgoland vorweisen können.

An der Ostseeküste

Lübeck und Ostholstein wollen hingegen ohne Betretungsverbote auskommen. Stattdessen habe man einen Stufenplan entwickelt, sagte Landrat Sager, der die touristischen Hochburgen in der Lübecker Bucht erfasse. Voraussetzung sei, dass sich alle – Gäste wie Einheimische – an die Kontaktbeschränkungen hielten. Die Ordnungsbehörden der Kommunen und des Kreises würden dabei eng mit der Landespolizei kooperieren.

Stufenplan orientiert an Neuinfektionen

Der Stufenplan orientiere sich an der Anzahl der Neuinfektionen pro Woche und könne bei sich schlecht entwickelnden Infektionszahlen bis zu einem Betretungsverbot reichen. Doch zuerst ginge man präventiv vor, sagte Sager. Das reiche von gezielten Parkraumbeschränkungen in Timmendorfer Strand am 21. Mai über die Sperrung der Strandpromenade für Radfahrer an Wochenenden und Feiertagen bis hin zur Sperrung von Strandzugängen ohne Strandkorbvermietung und Beach-Lounges.

Landespolizei unterstützt Kommunen

Die Kommunen werden bei ihren Ordnungsaufgaben vom Land unterstützt, betonte Innenministerin Sütterlin-Waack. "Wir setzen dabei weiterhin vorrangig auf Dialog und das Werben für Verständnis. Ich sage aber auch ganz deutlich: Im Zweifel wird mit aller Konsequenz durchgegriffen."

Gäste willkommen, Gedrängel verboten

"Wir heißen mit dem heutigen Wegfall des touristischen Einreiseverbots jeden Gast im echten Norden wieder herzlich willkommen", sagte Buchholz. Klar sei aber auch, dass die Corona-Pandemie noch lange nicht überwunden sei. "Jeder selbst muss jetzt ein hohes Interesse daran haben, Orte zu meiden, die zurzeit schon an ihre Kapazitätsgrenzen geraten. "Unser schönes Land bietet Platz für alle – aber nicht für alle gleichzeitig in Top-Destinationen wie Sylt oder Timmendorfer Strand", erläuterte Buchholz. Darum unterstütze die Landesregierung die einzelnen Entscheidungen der Kommunen ohne Wenn und Aber.

Situation erfordert hohes Maß an Eigenverantwortung

Auch Garg untermauerte: "Die aktuelle Gesundheitslage in Schleswig-Holstein erlaubt es uns, Verbote und Beschränkungen schrittweise abzubauen. Das bedeutet somit ein deutliches Mehr an Eigenverantwortung. Dabei bleibt besonnenes Handeln, das Vermeiden von Menschenansammlungen, die Einhaltung von Hygieneregeln und gegenseitige Rücksicht das Wichtigste überhaupt."

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