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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Industrielle Entwicklung fördern

Datum 18.02.2020

Das "Bündnis für Industrie" will den echten Norden mit einer neuen Strategie nach vorne bringen.

Schleswig-Holstein verfügt über gut entwickelte industrielle Regionen wie zum Beispiel den Chemcoast Park Brunsbüttel oder die maritime Branche. Doch im bundesweiten Vergleich sollten Wirtschaftskraft und Wachstum zulegen. Daher haben sich Landesregierung, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Kammern und Kommunen auf einen gemeinsamen Kurs verständigt, um die industrielle Entwicklung in Schleswig-Holstein von der Standspur zu holen: mit einem neuen "Bündnis für Industrie".

 "Wir brauchen mehr Industrie, mehr Flächen für Industrie und vor allem müssen wir gemeinsam die industriellen Chancen der Energiewende nutzen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Vorstellung der Industrie-Strategie der Landesregierung in Kiel.

Vielfältige Ansatzpunkte

Zu den messbaren Zielen und Ansatzpunkten zur Verbesserung zählen unter anderem:

  • mehr Technologietransfer durch Förderung von Forschung, die Etablierung von Kompetenzzentren oder Kooperationen zwischen Hochschulen sowie die Einrichtung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen,
  • mehr Unterstützung im Bereich der Digitalisierung durch Ausbau der Breitband-Netze und 5G-Technologie,
  • erleichterte Ausweisung von Industriegewerbeflächen durch Abstimmung mit Kommunen und Wirtschaftsförderungsgesellschaften,
  • Image-Stärkung Schleswig-Holsteins als Industriestandort,
  • Umsetzung der norddeutschen Wasserstoffstrategie sowie Aufbau von Reallaboren im Rahmen des Bundes-Energieforschungsprogramms.

Sozialpartner mit im Boot

Eine gute industrielle Entwicklung sei zu einem bedeutenden Teil aber auch das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Beschäftigten, Betriebsräten, Gewerkschaften sowie Unternehmensführungen und Arbeitgeberverbänden, betonte Buchholz. "Diese Verhandlungserfolge sind unter anderem auch eine Voraussetzung für die Akzeptanz industrieller Produktion. Die Landesregierung wird deshalb sozialpartnerschaftliche Vereinbarungen mit den Mitteln der Landespolitik fördern", sagte der Minister.

Große Chancen: Erneuerbare Energien

Die Erneuerbaren Energien sehen die Bündnispartner als einen der Schwerpunktbereiche – mit großen Möglichkeiten für eine industrielle Entwicklung. "Zum Beispiel durch die Etablierung einer Wasserstoffwirtschaft", sagte Michael Thomas Fröhlich, Hauptgeschäftsführer des Unternehmensverbandes Nord. Aber auch in klassischen und historisch gewachsenen Märkten gebe es gute Chancen, beispielsweise in der maritimen Wirtschaft, der Medizintechnik, im Maschinenbau oder der Ernährungswirtschaft.

Bündnis für Industrie

Mitglieder im Bündnis für Industrie sind neben der Landesregierung: UV Nord; DGB Nord; IG Metall Küste; IHK Schleswig-Holstein; VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau), Arbeitgeberverband Nordmetall; VSM (Verband für Schiffbau und Meerestechnik); BWE (Bundes- und Landesverband Windenergie); NGG Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Landesbezirk Nord, LEE.SH (Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein e.V.).

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