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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr Bernd Buchholz

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© M. Staudt / grafikfoto.de

Glasfaser-Versorgung wird gestärkt

Datum 30.01.2020

Überschüsse aus dem Haushalt steckt das Land auch in den Glasfaserausbau – und finanziert somit die offenen Projekte bis zum Jahr 2025.

Der Haushaltsüberschuss des Landes macht es möglich: Sämtliche offenen Glasfaser-Projekte in Schleswig-Holstein können dank zusätzlicher 52 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau bis zum Jahr 2025 ausfinanziert werden. "Damit stellen wir sicher, dass wir innerhalb der kommenden fünf Jahre eine nahezu flächendeckende Glasfaser-Versorgung im Land erreichen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz erfreut beim diesjährigen Branchentreffen "Bündnis für Glasfaserausbau" in Kiel.

Bessere Versorgungsquoten

Bislang hatte die Landesregierung rund 105 Millionen Euro für den Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt. Weitere 150 Millionen Euro hat sie aus Breitband-Bundesprogramm eingeworben. Aktuell können bereits 44 Prozent aller Haushalte im Land mit einem Glasfaseranschluss erreicht werden. "Und damit liegen wir bundesweit mit Abstand an der Spitze", betonte Buchholz. Mit der jetzigen Mittel-Aufstockung könnten bereits in zwei Jahren schon über 60 Prozent Versorgungsquote erzielt werden. Als Beispiele nannte der Minister das Glasfaserprojekt des Zweckverbandes Ostholstein, das den Ausbau im gesamten Kreisgebiet vorsehe, das Glasfaserprojekt "Lauenburgische Seen" oder das Ausbau-Projekt "Nordfriesland Nord" samt Außenlagen.

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Damit werden wir innerhalb der kommenden fünf Jahre eine nahezu flächendeckende Glasfaser-Versorgung im Land erreichen.

Dr Bernd Buchholz

Lücke zwischen Land und Stadt

Derzeit befinden sich bereits 638 Gemeinden im Glasfaser-Betrieb, in 139 Gemeinden werde aktuell gebaut und für 285 Gemeinden sei der Ausbau in Planung. "Das heißt: Wir haben 15.300 Kilometer Glasfaser-Trassen im Betrieb und weitere 15.000 Kilometer in Planung", sagte Buchholz.

In vielen Städten hingegen sei eine Förderung nach wie vor nicht möglich: "Das liegt vor allem daran, dass die Städte für heutige Verhältnisse noch gut mit Kabelnetzen und VDSL versorgt sind. Aber auf Dauer wird das nicht reichen", erläuterte Buchholz. Darum sei auch in Zukunft ein erhebliches privatwirtschaftliches Engagement nötig, das mit Hilfe der Investitionsbank vom Land flankiert werde. Positive Ansätze gäbe es bereits in Flensburg und Neumünster mit den jeweiligen Stadtwerken – und auch Lübeck habe sich auf den Weg gemacht, sagte Buchholz weiter.

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