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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Land will Funklöcher schließen

Datum 05.12.2019

Gemeinsam wollen Land, Kommunen und Telekommunikationsunternehmen die Netzabdeckung im echten Norden verbessern und planen eine Investitionsoffensive.

Wer kennt es nicht: Mitten im Telefonat ist plötzlich der Gesprächspartner weg oder das Video stockt – Funklöcher gehören zum Alltag in Deutschland. Im echten Norden haben die Mobilfunkanbieter 190 Telefon- und 341 Daten-Funklöcher identifiziert, wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz nach einem Treffen mit Vertretern von Deutscher Telekom, Telefónica und Vodafone sagte.

Ausbau bis Ende 2020

Doch das soll sich in Zukunft ändern: "Die Mobilfunkunternehmen haben heute zugesichert, dass bis Ende 2020 insgesamt 174 neue Sendeanlagen entstehen und 748 bestehende Anlagen technisch aufgerüstet werden sollen", sagte Buchholz. Dadurch könnten mindestens 27 Funklöcher bei der Sprachtelefonie geschlossen werden, bei der Datenversorgung mindestens 60. Im Gegenzug will das Land Flächen für Funkmasten bereitstellen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und öffentlich für den Mobilfunkausbau werben. Zudem werde das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein um zwei Stellen und weitere Sachmittel aufgestockt.

Sieben Personen sitzen an einem langen Tisch. Gemeinsam mit Vertretern von Mobilfunkanbietern und Kommunen stellte Minister Buchholz (3.v.r.) die Ergebnisse des Treffens vor. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Gemeinsam mit Vertretern von Mobilfunkanbietern und Kommunen stellte Minister Buchholz (3.v.r.) die Ergebnisse des Treffens vor. © Wirtschaftsministerium

Beste Voraussetzungen

Schon heute sind 40 Prozent der Haushalte in Schleswig-Holstein anschlussfähig ans Glasfasernetz – der echte Norden ist damit bundesweit Spitzenreiter. Angesichts dieser Quote bestehe eine große Chance für eine flächendeckende Mobilfunkversorgung, sagte der Minister. "Ohne Glasfaseranschlüsse wird der Mobilfunk in Zukunft nicht mehr funktionieren. Und mit einer so optimierten LTE-Infrastruktur schaffen wir auch die Voraussetzungen für ein leistungsfähiges 5G-Netz, das maßgeblich auf 4G aufbaut."

Verbraucher im Fokus

Land, Betreiber und Verbände wollen darüber hinaus regelmäßig prüfen, wie sich die verbliebenen Funklöcher rasch beseitigen lassen. "Soweit aus dem Land weitere Probleme mit der Mobilfunkversorgung gemeldet oder bekannt werden, soll dies vorrangig über die jeweiligen Kunden-Hotlines der Anbieter bearbeitet werden", sagte Buchholz. Zusätzlich würden Netzbetreiber und Land bei ihren regelmäßigen Treffen Kundenbeschwerden erörtern und nach Lösungen suchen.

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