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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Weichenstellung für Fachkräfte

Datum 15.02.2019

Schleswig-Holstein bringt im Bundesrat Änderungen auf den Weg, um die Zuwanderung von Fachkräften zu erleichtern.

Die Bundesregierung hatte sich Mitte Dezember auf einen Gesetzentwurf zur Zuwanderung von Fachkräften geeinigt. Nun wird auf Druck Schleswig-Holsteins nachgebessert, eine entsprechende Weichenstellung fand heute die Mehrheit im Bundesrat: Sie führt dazu, dass qualifizierte Ausländer, die vom Asylverfahren in die Erwerbsmigration wechseln wollen, nicht erst ausreisen müssen, um ein Visumverfahren zu durchlaufen.

Wirtschaft braucht dringend Fachkräfte

Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz in Vertretung für Ministerpräsident Daniel Günther im Plenum sagte, habe die Wirtschaft lange darauf gewartet, dass es Zuwanderern mit einer beruflichen Qualifikation erleichtert wird in Deutschland zu arbeiten. "Es ist gut, wenn jetzt die Liste mit sogenannten Mangelberufen wegfällt oder die Vorrangprüfung", sagte Buchholz.

Zeit für Qualifizierung

Die Änderungen würden zudem dazu beitragen, den hohen Stellenwert auch der beruflichen Bildung deutlich zu machen und für interessierte Fachkräfte aus dem Ausland zu öffnen: "Wenn wir ausländische Fachkräfte gewinnen wollen, dürfen wir die Hürden nicht zu hoch hängen. Wir haben uns daher unter anderem für eine angemessene Verlängerung der vorgesehenen Aufenthaltserlaubnisse ausgesprochen, damit ergänzende Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt werden können", sagte der Minister weiter.

Fachkräfteeinwanderung praktikabel gestalten

Wichtig sei es darüber hinaus laut Buchholz, dass die erwünschte Fachkräfteeinwanderung nicht nur rechtlich ermöglicht, sondern auch praktisch so einfach wie möglich ausgestaltet werde. Hierzu bedürfe es parallel zum Gesetzgebungsverfahren noch erheblicher Anstrengungen – etwa für die Anerkennung von Berufsabschlüssen, der Etablierung von Werbestrategien zur Gewinnung qualifizierter Fachkräfte oder der Intensivierung der Sprachförderung für Fachkräfte im In- und Ausland.