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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Anwohner profitieren

Datum 10.10.2018

Die Bahnstrecke S 21 zwischen Ellerau und Tanneneck soll eingleisig bleiben – das haben Schleswig-Holstein und Hamburg nun entschieden.

Eine Regionalbahn überquert einen beschrankten Bahnübergang, für Autofahrer steht die Ampel auf Rot. Bahnübergang Altenhof (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Bahnstrecke zwischen Ellerau und Tanneneck bleibt eingleisig (Symbolbild). © M. Staudt / grafikfoto.de

Nach den Erörterungsterminen zum Planfeststellungsverfahren für die Verlängerung der S-Bahn-S 21 haben die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein entschieden, die Strecke im Abschnitt zwischen Ellerau und Tanneneck eingleisig zu belassen. Die Planungen sollen entsprechend angepasst werden. Durch den Verzicht auf den zweigleisigen Ausbau sind deutlich geringere Eingriffe in die Grundstücke der Anlieger nötig als bisher geplant. Gegen die Ursprungsplanung mit einem durchgängig zweigleisigen Ausbau hatte es zahlreiche Einwendungen von Betroffenen im Planfeststellungsverfahren gegeben.

Vorkehrungen gegen Folgestörungen

Hintergrund der Umplanung ist eine von Hamburg und Schleswig-Holstein in Auftrag gegebene erneute "Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung". Danach ist ein stabiler Betrieb auch mit einer eingleisigen Strecke möglich. Jedoch müssen zur Stabilisierung des Betriebs im S-Bahn-Kernnetz betriebliche Vorkehrungen getroffen werden, um in Verspätungsfällen auf der S 21 Folgestörungen auszuschließen. Zum Beispiel wären bei Verspätungen das Abwarten von Gegenzügen in Ellerau oder das vorzeitige Kehren der S 21 in Ulzburg Süd erforderlich. Die Regelfahrzeit verlängert sich nach Auswertung der Experten um zwei Minuten.

Günstige Alternative

Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sei dafür absehbar nicht mit langwierigen, juristischen Auseinandersetzungen zu rechnen. Zudem gehen die Projektverantwortlichen davon aus, dass die neue Variante kostengünstiger umzusetzen ist. "Ich freue mich, dass wir nun eine Lösung gefunden haben, die die Anwohner weniger belastet", sagte Rohlfs. Für die Akzeptanz des Projektes sei diese Abwägung wichtig und richtig gewesen und erhöhe die Chance deutlich, bei Klagen vor Gericht zu bestehen. "Darüber hinaus hat das gesamte Projekt ein deutlich besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis als zuvor."

Zeitplan bis 2025

Die notwendigen Anpassungen der Planunterlagen für den Abschnitt Ellerau-Tanneneck werden voraussichtlich sechs Monate in Anspruch nehmen. Anschließend ist ohnehin eine erneute Auslegung der Planunterlagen erforderlich. Dadurch verzögern sich der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens und in Folge dessen der Baubeginn sowie die Inbetriebnahme. Bis zum Jahresende 2020 wir nun der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Nach Vorbereitungen wie Grunderwerb und Baufeldräumung (u.a. Rodung), für die mindestens anderthalb Jahre vorgesehen sind, kann anschließend der etwa zweieinhalb Jahre dauernde Bau beginnen. Neuer Inbetriebnahmetermin der S 21 würde damit das Jahr 2025.