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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Lastverkehr im Norden wird umweltfreundlicher

Datum 21.06.2018

Baubeginn für die erste E-Autobahn des Landes: Ab Mai 2019 sollen Lkw zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck elektrisch fahren können.

Ein weißer Oberleitungs-LKW fährt auf einer Straße Oberleitungs-LKW (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In knapp einem Jahr sollen LKW zwischen Reinfeld und Lübeck elektrisch fahren können. © Scania

Lastwagen, die komplett oder anteilig elektrisch angetrieben werden, schonen die Umwelt. Sie fahren kraftstoffsparender und verursachen weniger Schadstoffe und Lärm. Nun haben Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und Energiewendeminister Dr. Robert Habeck in Bad Oldesloe den Startschuss für die Bauarbeiten einer Teststrecke mit Oberleitungsanlage für Lkw begonnen. "Damit sind wir nach Hessen bundesweit das zweite Land, das diese ebenso innovative wie umweltfreundliche Technologie erprobt und daraus wichtige Erkenntnisse für einen klimaschonenden Verkehr der Zukunft ziehen kann", sagte Buchholz.

Klimaschutzziele auch im Verkehrssektor erreichen

Im weiterhin beständig anwachsenden Verkehrssektor verursachen Lkw gut 30 Prozent aller von Fahrzeugen ausgestoßenen Emissionen. Für die Energiewende sei dieses Projekt deswegen von besonderer Bedeutung, erklärte Habeck. "Wir müssen auch im Verkehr auf Erneuerbare Energien umsteigen, wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen. Dabei werden wir nur erfolgreich sein, wenn wir schon jetzt innovative Projekte wie den eHighway realisieren." In Abstimmung mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens fordert die Europäische Union von ihren Mitgliedstaaten, ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu verringern.

Inbetriebnahme der Teststrecke Mai 2019

Beide Minister zeigten sich zuversichtlich, dass die etwa zehn Kilometer lange Teststrecke nach einer erfolgreichen Testphase weiter ausgebaut werden kann. Aktuell passieren täglich etwa 60.000 Pkw und 8.000 Lkw den ausgewählten Streckenabschnitt. Mit Abschluss der Bau- und Montagearbeiten im Mai 2019 beginnt eine mehrjährige Testphase des eHighways durch die Reinfelder Spedition Bode. Das Oberleitungssystem wird mit Strom aus lokal gewonnener Windenergie betrieben.

Umfangreiche Kooperation

Der Feldversuch eHighway ist Teil der Initiative "Erneuerbar Mobil" des Bundesumweltministeriums. Umgesetzt wird das Projekt vom schleswig-holsteinischen Verkehrsministerium in Kooperation mit dem Umweltministerium, dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein sowie dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel, welches die Federführung übernimmt.