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Beltquerung - bedeutend für Europa

Staatskanzlei

Beltquerung - bedeutend für Europa

EU-Verkehrskoordinator Pat Cox informierte in Lübeck über die Bedeutung der Beltquerung für Europa.

13.10.2015 - Der EU- Koordinator für den Verkehrskorridor von Skandinavien zum Mittelmeerraum, Pat Cox, hat Schleswig-Holstein besucht. Bei der Industrie- und Handelskammer Lübeck diskutierte er mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung über die Bedeutung der geplanten Fehmarnbeltquerung.

Cox: Wie ein irischer Pub ohne Bier

Ohne Feste Fehmarnbeltquerung sei der europäische Verkehrskorridor von Süditalien quer durch den HanseBelt über Dänemark und Schweden bis nach Nordfinnland wie ein irischer Pub ohne Bier – diesen Vergleich zog der Ire Pat Cox bei dem Fachgespräch in der IHK zu Lübeck.

"Aus der europäischen Sicht wird hier eine starke Wirtschaftsregion entstehen, die Skandinavien und Norddeutschland miteinander verbindet. In dieser Region leben zehn Millionen Menschen. Der EU ist es wichtig, grenzüberschreitende Verbindungen zu schaffen und damit die Arbeitsmärkte in der Region zu beleben", sagte er vor rund 30 Vertretern aus der Hafen- und Logistikwirtschaft, Kammern und Politik.

EU-Koordinator Cox mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der IHK zu Lübeck, Rüdiger Schacht EU-Koordinator Cox mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der IHK zu Lübeck, Rüdiger Schacht (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)EU-Koordinator Cox (Mitte) mit dem stellvertretenden Geschäftsführer der IHK zu Lübeck, Rüdiger Schacht (links) und Michael Svane von Dansk Industri (rechts) IHK zu Lübeck

Enger Schulterschluss mit Dänemark

Verkehrsstaatssekretär Dr. Frank Nägele stimmte Cox zu: "Uns allen ist die Bedeutung dieses Vorhabens bewusst und Sie können sicher sein, dass wir gerade bei diesem für Europa enorm wichtigen Projekt den engen Schulterschluss mit unseren dänischen Partnern suchen. Ein transeuropäisches Projekt dieser Dimension ist nur gemeinsam mit allen Akteuren zu realisieren. Die Menschen vor Ort müssen mitgenommen werden. Daher legen wir großen Wert auf einen engen Austausch mit Dänemark, den Vorhabenträgern und der Region Ostholstein."

EU-Koordinator Cox betonte weiter, dass zukünftig noch größere Impulse von dem Korridor ausgehen werden. Aus Gesprächen mit Ministern in den skandinavischen Ländern wisse er, dass die Belt-Querung für Dänen, Schweden und auch Norweger Priorität habe. Der Tunnel würde Skandinavien auf dem Landweg mit Europa verbinden.

Hintergrund

In den vergangenen Monaten hatten Verzögerungen im Zeitplan zu Irritationen auf dänischer Seite geführt. Bundes- und Landesregierung sowie die dänische Regierung haben aber mehrfach betont, dass sie an dem Verkehrsprojekt festhalten wollen. Erst vor einer Woche war Verkehrsminister Reinhard Meyer in Kopenhagen, um Mitglieder des dänischen Parlaments über die komplexen Genehmigungsverfahren auf deutscher Seite zu informieren.

(Quelle: u.a. dpa / lno, IHK Lübeck)