SHPortal

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr Bernd Buchholz

MinisterIn_VII

© M. Staudt / grafikfoto.de

Beschuss-Stelle in Eckernförde nimmt Betrieb wieder auf

Staatssekretär Rohlfs unterzeichnet neuen Mietvertrag mit SIG Sauer
Erscheinungsdatum 14.02.2020

ECKERNFÖRDE/KIEL. Die vor zwei Jahren aus Sicherheitsgründen größtenteils geschlossene amtliche Beschussstelle für Waffen und Böller in Eckernförde geht wieder in Betrieb: Wie Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und der Direktor der Eichdirektion Nord, Dr. Herbert Weit, heute (13. Februar) bei einem Ortstermin in Eckernförde mitteilten, sei die Modernisierung der Beschussstelle unter dem Dach des Eckernförder Traditionsunternehmens SIG Sauer abgeschlossen und werde kurzfristig gutachterlich abgenommen. Zusammen mit SIG-Sauer-Geschäftsführer Tim Castagne unterzeichneten Weit und Rohlfs einen neuen Mietvertrag.

"Wir konnten nach langen Verhandlungen zwischen Land, Eichdirektion und SIG Sauer Rahmenbedingungen verabreden, die einen dauerhaften Erhalt der Beschussstelle möglich machen", sagte Rohlfs. Das Land habe rund 400.000 Euro investiert, eine zusätzliche Personalstelle geschaffen und die von SIG Sauer modernisierten Räumlichkeiten zu ortsüblichen Konditionen angemietet. "Damit ist die Grundlage für den Erhalt der Einrichtung geschaffen", so Rohlfs. Für die Mitarbeiter der Beschussstelle hätten sich zudem die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert und durch Modernisierung und Einführung eines automatisierten Verfahrens bei der Waffenkennzeichnung profitiere auch SIG Sauer von den Investitionen.

Bei der amtlichen Beschussstelle handelt es sich um eine nachgeordnete Behörde der Eichdirektion Nord. Hintergrund: Alle Feuerwaffen in Deutschland müssen einen sogenannten Überdruckbeschuss bestehen, bevor sie in den Handel kommen. Sie werden mit besonders starker Munition geladen und in ein besonders geschütztes Wasserbecken abgefeuert. Erst wenn die Waffe standgehalten und sich nicht verzogen hat, erhält sie einen Stempel. Weil SIG Sauer seit Jahrzehnten landesweit der größte Waffenhersteller ist, wurde die Beschussstelle bereits 1974 in seinen Kellerräumen eingerichtet.

SIG Sauer-Chef Castagne zeigte sich mit dem Abschluss des neuen Mietvertrages ebenfalls zufrieden: "Wir freuen uns, die langjährige enge Zusammenarbeit mit der Eichdirektion Nord fortzusetzen und haben dafür gern die nötigen Modernisierungen unternommen." Sämtliche Anforderungen an die Sicherheit der Mitarbeiter würden erfüllt, auch die Belüftung der Räume sei verbessert worden.

Seit Ende 2017 war der Beschuss nur noch in einer Art "Notbetrieb" für die Produktion von SIG Sauer aufrechterhalten worden. Die rund 20 gewerblichen Büchsenmacher im Land mussten daraufhin auf weit entfernte Beschussämter im Süden Deutschlands ausweichen.

Staatssekretär Rohlfs: "Wir sind froh, dass diese Betriebe jetzt auch kurzfristig wieder schnell und unkompliziert den gesetzlich vorgeschriebenen amtlichen Beschuss in Eckernförde erledigen lassen können."   

SeiteTeilen

 

Alle Medien-Informationen direkt erhalten?

RSS Abonnieren Sie hier unseren Newsfeed.