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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Landesregierung fördert Schlei-Region

Datum 19.02.2020

Umweltminister Jan Philipp Albrecht sichert finanzielle Hilfe zu, um die ökologische Situation des Fjords zu verbessern

Sie ist Schleswig-Holsteins einziger Fjord: die Schlei. Doch der 42 Kilometer lange Meeresarm der Ostsee befindet sich derzeit in einem bedenklichen ökologischen Zustand. Damit sich die Situation der Schlei verbessert, hat Umweltminister Jan Philipp Albrecht nun zugesichert, dass die Landesregierung die Modellregion Schlei unterstützt. Demnach wird das Land in den nächsten drei Jahren 220.000 Euro investieren, um gemeinsam mit den Landkreisen Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde die ökologische Situation in der Schlei-Region zu verbessern.

Albrecht: "Wir wollen die biologische Vielfalt fördern."

"Gemeinsam mit den Kreisen wollen wir die Modellregion Schlei aktiv fördern, um die ökologische Situation zu verbessern", sagte Albrecht. "Unser Ziel ist es, die biologische Vielfalt zu fördern und die Nährstoffeinträge zu verringern."

Erster Zuwendungsbescheid überreicht

Bereits am 10. Februar hat das Umweltministerium den ersten Zuwendungsbescheid für das Programm an den Naturparkverein e.V. überreicht: Er wird mit 63.372,24 Euro unterstützt. Weitere finanzielle Hilfe ist geplant: Es folgen 77.563,67 Euro für das Jahr 2021 und 79.144,95 Euro im Jahr 2022.

Die beteiligten Landkreise haben die Finanzierung einer weiteren Personalstelle zugesagt. Somit kann nun das Konzept für die Modellregion Schlei detailliert ausgearbeitet werden. "Wir sind stolz, mit diesem Projekt ein neues Instrument geschaffen zu haben, um den bestehenden Herausforderungen zu begegnen. Ich bin optimistisch, damit für eine nachhaltige Verbesserung in der Schlei Region zu sorgen", erklärte Minister Albrecht.

Faulschlamm durch Nährstoffeinträge

Die Schlei ist 42 Kilometer lang und reicht von Schleimünde im Osten bis nach Schleswig im Westen in das Landesinnere hinein. Schuld an ihrem bedenklichen ökologischen Zustand ist unter anderem giftiger Faulschlamm, der auf dem Grund des Gewässers liegt. Dieser Faulschlamm hat sich durch frühere Nährstoffeinträge aus der Zuckerfabrik und der Kläranlage Schleswig gebildet. Weil außerdem viel zu hohe Nährstoffe aus der Landwirtschaft in der Schlei landen, blühen im Frühjahr die Algen – was weitere Schlicklagen auf dem Grund der Schlei zur Folge hat. Weil der Meeresarm mit einer Wassertiefe von zweieinhalb bis drei Metern sehr flach ist, sind die Folgen für die Wasserqualität besonders drastisch zu spüren.

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