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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Klimadeich für Dagebüll

Datum 04.10.2019

Vorzeigeprojekt an der Westküste: Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat die Deichverstärkung zum Küstenschutz in der Region gewürdigt.

Mit 536 Kilometern Ostsee- und 466 Kilometern Nordseeküste spielen die Meere eine große Rolle im echten Norden. Hinter den Deichen, die das Land vor Überschwemmungen schützen sollen, leben rund 350.000 Menschen. Daher misst die Landesregierung dem Küstenschutz eine besonderer Bedeutung bei. In Dagebüll (Kreis Nordfriesland) ist der neue Klimadeich nun fast fertig: Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat sich vor Ort über den Baufortschritt informiert.

Küstenschutz und Tourismusförderung

"Mit dem neuen Klimadeich schützen wir die Küste und die Menschen auf Jahrzehnte", sagte Albrecht. Der jüngste Bericht des Weltklimarates zum Anstieg des Meeresspiegels zeige, wie wichtig es sei, den Küstenschutz in Schleswig-Holstein langfristig zu entwickeln. Albrecht zeigte sich zudem beeindruckt von der Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner. Neben den notwendigen Verbesserungen im Küstenschutz konnten durch die Bauarbeiten auch touristische Wünsche der Gemeinde umgesetzt werden. So können am neu angelegten Rasenstrand zukünftig wieder die für Dagebüll einzigartigen Badebuden aufgestellt werden. "Küstenschutz und Tourismus gehen hier Hand in Hand. Das ist eine echte win-win-Situation", betonte der Umweltminister.

Porträt

Mit dem neuen Klimadeich schützen wir die Küste und die Menschen auf Jahrzehnte.

Jan Philipp Albrecht

22,5 Millionen Euro für Deichverstärkung

Seit 2016 wurde an dem rund einen Kilometer langen Deich gearbeitet. Trotz erschwerter Bedingungen durch Hochwasser und Überschwemmungen steht die Deichverstärkung nun kurz vor dem Ende. Rund 22,5 Millionen Euro hat das Land in den Ausbau des Deiches investiert. In das Projekt flossen Mittel aus dem IMPULS-Programm des Landes sowie weitere Fördergelder der Europäischen Union und des Bundes.

Mehrere Menschen stehen an einer flachen Küste. Im Hintergrund befindet sich ein langer Hafenpier. Minister Albrecht (l.) mit Mitarbeitern des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Dagebüll. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Albrecht (l.) mit Mitarbeitern des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Dagebüll. © Umweltministerium

Hintergrund Klimaschutzdeich

Als weltweit erstes Küstenland hat Schleswig-Holstein bereits 2001 bei der Verstärkung seiner Schutzdeiche einen Klimazuschlag von einem halben Meter eingerechnet. Dieser berücksichtigt die von Wissenschaftlern prognostizierte künftige Erhöhung des Meeresspiegels. 2009 wurde zusätzlich eine weitere Reserve beschlossen, die 2018 schließlich zu dem Konzept "Klimadeich" erweitert wurde. Damit werden die baulichen Voraussetzungen geschaffen, um durch weitere Deichverstärkungsarbeiten einen zusätzlichen Meeresspiegelanstieg von bis zu zwei Metern auszugleichen.

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