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Landespolizei Schleswig-Holstein

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Motorradsicherheit

Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern in Schleswig-Holstein

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren, sank im vergangenen Jahr auf 1.431 (-5,1%). Auch wurden mit 998 (-7,2%) insgesamt deutlich weniger Motorradfahrer leicht verletzt. Jedoch erhöhte sich der Anteil der schwerverletzten Motorradfahrer mit 333 (+1,2%) leicht. 16 Motorradfahrer erlitten tödliche Verletzungen, das sind 10 weniger als noch im Jahr davor. Damit wurde der niedrigste Stand an Getöteten seit Auswertung dieser Verkehrsteilnehmer registriert.

An 7,5% aller aufgenommenen Verkehrsunfällen waren Motorradfahrer beteiligt. Ihr Anteil an allen Schwerverletzten und Getöteten liegt sogar bei 14,7%.

9 der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang für die Motorradfahrer wurden von diesen selbst verursacht. Bei 6 war nicht angepasste Geschwindigkeit zumindest mit unfallursächlich. Bei den anderen Verkehrsteilnehmern wurden vor allem Fehler beim Abbiegen nach links als Unfallursache festgestellt. In solchen Situationen werden Motorradfahrer in Verbindung mit nicht angepasster Geschwindigkeit häufig übersehen.

Motorradfahrer verunglückten in den Sommermonaten Mai bis September am häufigsten. 64 % der Verunglückten wurden innerhalb geschlossener Ortschaften registriert. Männer verunglücken fünfmal häufiger als Frauen. Die größte Risikogruppe mit 37,9 % stellen die 45- bis unter 65-Jährigen dar. Danach verunglücken die 15- bis unter 25-Jährigen am zweithäufigsten.

Die Verkehrsunfallstatistik weist seit Jahren aus, dass die Anzahl der verunglückten Motorradfahrer ab 45 Jahren im Vergleich zu anderen Altersgruppen sehr hoch ist. Häufig handelt es sich bei diesen Unfallbeteiligten um Wiedereinsteiger, denen es nach vielen Jahren der Abstinenz an Fahrpraxis mangelt und die ihr Motorrad nicht sicher beherrschen. Diese Altersgruppe besitzt jedoch die meisten Motorräder und hat damit auch die höchste Fahrleistung.

Ähnlich stark gefährdet sind Neueinsteiger, die nicht über die notwendige Fähigkeit der sicheren Handhabung bereits kleiner Maschinen verfügen.

Männer verunglücken fünfmal häufiger als Frauen. Die größte Risikogruppe mit 35,6% stellen die 15 bis unter 25jährigen dar. Danach verunglücken die 45 bis unter 65jährigen am zweithäufigsten.

Tipps und Maßnahmen der Polizei

Der überwiegende Teil er verunglückten Motorradfahrer verursachte den Unfall selbst oder war Mitverursacher, Hauptunfallursache Nr. 1 ist nach wie vor die überhöhte und die nicht angepasste Geschwindigkeit.

Die Polizei wird deswegen, wie in den vergangenen Jahren auch, gezielte Überwachungsmaßnahmen insbesondere an Unfallhäufungsstellen und unfallbelasteten Strecken durchführen, um die Unfallzahlen zu senken. Damit werden motorisierte Zweiradfahrer und andere Verkehrsteilnehmer vor schweren Schäden bewahrt.

Insbesondere für den Wiedereinstieg nach dem Winter empfiehlt die Polizei die Teilnahme an Sicherheitstrainings.

Liebe Bikerinnen und Biker,
achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit und passen Sie aufeinander auf!

Ihre Landespolizei Schleswig-Holstein