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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Herbstdeichschauen bestätigen: Landesschutzdeiche sind wehrhaft 

Die Deiche an der Nordseeküste und der Elbe sind in einem guten und wehrhaften Erhaltungszustand. Das ist das Ergebnis von 13 Deichschauen, die der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) vom 7. Oktober bis zum 19. November zwischen Sylt und Wedel sowie auf Sylt, Amrum, Föhr, Pellworm und Helgoland mit den Akteuren vor Ort durchführte.

Deichschau Herbst 2020 Deichschau Herbst 2020 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Frau Matelski und Herr Lücht © Hendrik Brunckhorst/LKN.SH

„Wir gehen wieder mit solider Erfahrung und gutem Gefühl in die Sturmflutsaison. Wir mussten die Arbeiten an den Deichen erst den Coronaregeln anpassen, das brauchte Zeit. Dadurch litt zum Beispiel der Lahnungsbau. Wir konnten so nur 60 Prozent der gewünschten Lahnungsarbeiten schaffen. Der Einsatz von Baggern und anderen Geräten war aber nicht betroffen. Wir werden die langfristig erforderlichen Lahnungsarbeiten in denkkommenden Jahren nachholen. Für die Sicherheit unserer Küsten ist das kurzfristig unproblematisch“, erklärt LKN-Direktorin Birgit Matelski.

Als Fachbereichsleiter hat Fabian Lücht die Instandhaltung aller Deiche und Küstenschutzanlagen in Schleswig-Holstein zu verantworten. Er weist auf den umfangreichen Wegebau in diesem Jahr hin: „Am Nössedeich auf Sylt, bei Dagebüll, am Sönke-Nissen-Koog, in Westerhever, am Wesselburener Koog und in der Seestermüher Marsch wurden insgesamt 17,4 Kilometer Treibselabfuhrwege und Deichverteidigungswege gebaut, was die Deichsicherheit weiter verbessert.“ Weil die Fahrzeuge und Geräte von LKN und Katastrophenschutz größer und breiter werden, sind die Wege jetzt 3,5 statt 3,0 Meter breit. Die außendeichs verlaufenden Treibselabfuhrwege freuen besonders Radfahrer und Touristiker, weil die asphaltierten Wege Premiumstrecken entlang des Nationalparks und der Elbe sind.

Zufrieden zeigten sich die Teilnehmer/innen der Deichschauen - neben dem LKN die lokalen Deich- und Hauptsielverbände und Bürgermeister/innen - mit der Räumung der Außentiefs. Sie ist erforderlich, weil die Entwässerung des Binnenlandes durch Siele im Deich oftmals eine Verschlickung der Wattpriele bewirkt, die außendeichs die Wassermassen abführen sollen. Bei Tümlau, Everschop, Ehst, Nordgroven und Neufeld räumte die Trischen, das Eggschiff des LKN, kilometerweit Außentiefs frei und sichert damit den guten Abfluss des Regenwassers aus dem Binnenland.

Vertreter der Deich- und Hauptsielverbände wiesen darauf hin, dass die Entwässerung des Binnenlandes infolge des Klimawandels generell schwieriger wird und künftig neue Schöpfwerke erforderlich macht.

Deichschauen finden an allen Küsten Schleswig-Holsteins im Frühjahr, an der Nordseeküste und der Elbe zusätzlich im Herbst statt. Coronabedingt erfolgte dies in diesem Jahr nur im kleinsten Teilnehmerkreis. Ämter, Katastrophenbehörden und andere Institutionen, die nicht teilnehmen konnten, werden über die Ergebnisse informiert.