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Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein

© M. Staudt/grafikfoto.de

Mini-Löcher im A21-Asphalt erfordern keine aufwändige Sanierung

Buchholz: „120-km/h-Tempolimit bleibt bis zur Klärung von Lärmemissionen aber bestehen.“
Datum 11.11.2020

KIEL. Trotz der vor anderthalb Jahren entdeckten Mini-Löcher in der Gussasphaltdeck­schicht der frisch sanierten Autobahn A 21 zwischen Trappenkamp (Bad Segeberg) und Stolpe im Kreis Plön muss die Strecke nicht aufwändig saniert werden. Möglicherweise werden aber ergänzende Lärmschutzmaßnahmen entlang der Strecke nötig. Bis zur gutachterlichen Klärung dieser Frage bleibt das Tempolimit von aktuell 120 km/h auf der Teilstrecke bestehen. Das gab Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute (11. November) auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion im Wirtschaftsausschuss des Landtags bekannt.  

Ein Mann stellt an einer Autobahn ein Schild auf. Mini-Löcher im A21-Asphalt erfordern keine aufwändige Sanierung (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Die Schilder für das Tempolimit bleiben erstmal stehen. © LBV.SH

Wie Buchholz den Landtagsabgeordneten erläuterte, hätten die vor einem Jahr beauftragten Gutachter zwar keine eindeutige Ursache der Schäden ermitteln können, klar sei aber, dass die Löcher sich seither weder vergrößert hätten noch neue Schäden hinzugekommen seien, die die Griffigkeit des Asphalts negativ beeinflussen. Auch sei nicht von einer verkürzten Lebensdauer der Fahrbahn auszugehen.

Gleichwohl werde das Tempolimit von 120 km/h vorerst bestehen bleiben, nachdem die an der Strecke anliegenden Gemeinden zusätzlichen Lärmschutz gefordert hatten. Buchholz: „Zur Überprüfung etwaiger Ansprüche wurden vor wenigen Tagen Messungen der lärmtechnischen Eigenschaften des Fahrbahnbelages vorgenommen. Die Ergebnisse und Auswertungen werden in etwa sechs bis acht Wochen vorliegen. Erst dann können wir endgültig sagen, ob das Tempolimit aufgehoben werden kann oder nicht.“ Überlagert werde die Diskussion zudem durch eine im Sommer erfolgte freiwillige Absenkung der Immissionsgrenzwerte für Autobahnen. „Und auf Basis der bisherigen lärmtechnischen Berechnungen sind weitere Lärmschutzmaßnahmen durchaus zu erwarten, die dann von der Autobahn GmbH des Bundes zu planen und umzusetzen sind“, sagte Buchholz.

Die A 21 war zwischen 2016 und 2018 zwischen Trappenkamp und dem ehemaligen Ausbauende nördlich von Stolpe in beiden Fahrtrichtungen grundhaft saniert worden. Mitte Januar 2019 waren dann in beiden Richtungsfahrbahnen Löcher von wenigen Zentimetern Durchmesser entdeckt worden, die inzwischen vollständig versiegelt wurden.

Notiz-Blog der Pressestelle des Wirtschaftsministeriums

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