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Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge

© Nadir Shah Azizi

Corona-Virus

Hier finden Sie einen Überblick über häufig gestellte Fragen (FAQs) zu diesem Thema.

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen reduziert das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge das Infektionsrisiko in den Landesunterkünften

Die Corona-Pandemie hat zu einigen Änderungen im Alltag in den Landesunterkünften geführt. Alle vier Landesunterkünfte verfügen mittlerweile über Isolations- und Quarantänebereiche. Die Isolations-Bereiche werden für Infizierte und deren Angehörige bzw. Mitbewohner vorgehalten. Alle bisher positiv getesteten Fälle betrafen Bewohner der Landesunterkunft Neumünster. In den Quarantänewerden - voneinander getrennt - drei Gruppen untergebracht:

  1. Mutmaßliche Kontaktpersonen zu Infizierten und deren Angehörige
    Insbesondere nach der Infektion einer Bewohnerin, die schon mehrere Monate in der Landesunterkunft Neumünster lebte und aufgrund ihres gemeinnützigen Engagements viele Kontakte in der Gemeinschaftsunterkunft hatte, wurden diese Kontaktpersonen mit ihren Familien für zwei Wochen in einem Quarantänehaus untergebracht. Inzwischen wurden unter Einbeziehung mehrerer Quarantänecontainer vier Kohorten gebildet. Im Fall neu festgestellter Infektionen würde die notwendige Verlängerung der Quarantäne nicht mehr alle Kontaktpersonen, sondern nur die der jeweiligen Kohorte betreffen.
  2. Neu ankommende Zufluchtsuchende
    Menschen, die auf der Suche nach Zuflucht nach Schleswig-Holstein kommen, werden im Zuge der Aufnahme sofort getestet und anschließend entsprechend den Empfehlungen des RKI für zehn Tage unter Quarantäne gestellt. Erst danach werden sie im offenen Bereich einer Landesunterkunft untergebracht.
  3. Menschen, die auf die Verteilung in die Kreise und kreisfreien Städte vorbereitet werden.
    Das Land Schleswig-Holstein hat die Argumente einiger Bürgermeister und Landräte aufgegriffen, die sich um ein zusätzliches Infektionsrisiko in ihren Kommunen durch die Aufnahme von Flüchtlingen sorgten. Mittlerweile werden Menschen, die in die Kreise und kreisfreien Städte verteilt werden sollen, vorher 14 unter Quarantäne gestellt und zum Abschluss getestet. So stellt das Landesamt sicher, dass diese Menschen ohne Infektionen in den Kommunen aufgenommen werden.

Das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge steht seit Beginn der Krise in engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden. Es hat Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um das Risiko einer Verbreitung in und um die LUKs zu minimieren. Das Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung Schleswig-Holstein hat weitreichende Schritte zur Reduzierung des durch den Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung und der Landesunterkünfte entstehenden Infektionsrisikos unternommen. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur die in den Landesunterkünften lebenden Bewohnerinnen und Bewohner und die dort arbeitenden Menschen, sondern nicht zuletzt auch die Bevölkerung insgesamt.

Seit dem 27. Februar 2020 werden alle neu ankommenden Schutzsuchenden auf Sars-CoV-2 getestet. Darüber hinaus testet der ärztliche Dienst in allen drei Landesunterkünften alle dort bereits untergebrachten Bewohnerinnen und Bewohner mit Erkältungssymptomen auf Sars-CoV-2. Für die Auswertung der Tests nutzt das Landesamt ein privates Labor außerhalb Schleswig-Holsteins. Testkapazitäten im Land werden also durch die Aktivitäten des Landesamtes nicht eingeschränkt.

Die Weiterleitungen Asylsuchender von Neumünster an Aufnahmeeinrichtungen anderer Bundesländer nach dem bundesweiten System zur Erstverteilung von Asylbegehrenden wurden während der ersten Coronawelle ausgesetzt. Asylbegehrende, für die andere Länder zuständig sind, werden mittlerweile nach Testung und angemessenem Isolationszeitraum wieder an die zuständigen Länder weitergeleitet. Zuweisungen von Menschen aus Herkunftsländern, für die Schleswig-Holstein zuständig ist, werden uneingeschränkt aufgenommen und natürlich hinsichtlich der Corona-Prävention genauso behandelt wie Menschen, die direkt nach Schleswig-Holstein kommen.

Die Bewohner der Landesunterkünfte werden laufend in ihren Sprachen über die Entwicklungen und besondere Verhaltensregeln informiert. Das Landesamt nutzt dafür Aushänge in den Landesunterkünften. Darüber hinaus sprechen die Hausbetreuer des DRK und der Johanniter täglich mit den Bewohnern, um sie für die besondere Situation zu sensibilisieren.

Mit Zutrittsbeschränkungen sorgt das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge dafür, dass keine Besucher das Infektionsrisiko in den Landesunterkünften erhöhen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Bewohnerinnen und Bewohner werden laufend über die üblichen Verhaltensregeln zur Vorbeugung informiert.

Informationsangebot der Bundesbeauftragen für Migration, Flüchtlinge und Integration

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration finden Sie gesammelte Hinweise der Bundesregierung in verschiedenen Sprachen. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

Die Beauftrage des Bundes für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt informiert über das Corona-Virus

Die Bundesbeauftragte bittet ausdrücklich darum, ihre Tweets und Instagram-Posts mit Verlinkung zu mehrsprachigen Informationen über eigene Social-Media-Auftritte weiterzutragen und zu teilen:

Twitter: https://twitter.com/IntegrationBund/status/1239595687907594249           
Instagram: https://www.instagram.com/p/B9zdqEcKUvW/

Leider kommt es in diesen Tagen vermehrt auch zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bitte weisen Sie die Bundesbeauftragte auf solche falschen Quellen hin und unterstützen Sie sie durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei, der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken und richtig zu informieren: integrationsbeauftragte@bk.bund.de

Beratungsangebot des Beauftragen für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen

Der Landeszuwanderungsbeauftragte Stefan Schmidt und sein Team weisen auf ihr Beratungsangebot während der Corona-Pandemie hin.

Beratungsangebot Landeszuwanderungsbeauftragter Corona (PDF 332KB, Datei ist nicht barrierefrei)