Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Neue Regeln für Campingplätze

Datum 16.07.2020

Mit einer neuen Verordnung legt die Landesregierung neue Regeln für Campingplätze fest – und greift dabei die Erfahrungen aus der Corona-Krise auf.

Ein Zelt, ein Grill und über sich den Sternenhimmel – für viele Menschen ist Campen Ausgleich zum stressigen Arbeitsleben. Jedes Jahr übernachten mehr als eine Million Menschen auf den rund 300 Campingplätzen im echten Norden. Nun hat das Kabinett einige neue Regeln für die beliebten Reiseziele beschlossen. "Ich danke allen, die sich im Rahmen der Anhörung eingebracht haben. Wir haben noch einige Änderungen vorgenommen, die unsere Camping- und Wochenendplätze künftig noch attraktiver machen werden", sagte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack.

Lehren aus der Corona-Pandemie

In die neue Verordnung seien auch Erfahrungen aus der Corona-Krise eingeflossen, betonte die Ministerin. So sei es in Zukunft möglich, mobile sanitäre Anlagen als Einzelkabinen aufzustellen. "Das erhöht nicht nur den Komfort eines Campingplatzes. Dadurch kann ein Campingplatz auch dann weiter betrieben werden, wenn die gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen aus welchem Grund auch immer geschlossen werden müssen", erklärte Sütterlin-Waack.

Schutz von Insekten

Ein Großteil der Campingplätze im echten Norden liegt im Grünen. Deshalb sollen künftig insektenfreundliche Lampen auf den Plätzen verwendet werden, um die Tiere nicht zu irritieren. "Damit beteiligen wir uns am Aktionsprogramm 'Insektenschutz' des Bundes sowie der in Aufstellung befindlichen Biodiversitätsstrategie Schleswig-Holstein", betonte Sütterlin-Waack. Die Lampen müssten jedoch nicht sofort ausgetauscht werden, betonte Sütterlin-Waack. Es reiche aus, die Leuchtmittel bei Bedarf zu ersetzen.

Brandschutz-Regelungen für Mobilheime

Seit einigen Jahren werden sogenannte "Tiny Houses" und Mobilheime immer beliebter. Für diese beweglichen Häuser im Miniaturformat haben sich insbesondere zwei Typen etabliert: eher wohnwagenähnliche sowie nahezu unbewegliche Modelle.

Die neue Verordnung sieht vor, dass Mobilheime und Tiny Houses nur auf normalen Campingplätzen stehen dürfen, wenn sie beispielsweise im Brandfall schnell auf ihren Rädern entfernt werden können. Darüber hinaus dürfen sie nur maximal 3,5 Meter hoch sein und eine Grundfläche von höchstens 40 Quadratmeter haben.

 Im Gegensatz dazu fällt die Höhenbegrenzung für Campingwagen, die auch auf auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. Auch die zulässige Grundfläche von Campinghäusern auf den Wochenendplätzen steigt – von 40 auf 50 Quadratmeter.

Hinweis zum Dauercampen

Die neue Verordnung enthält ebenfalls den eindeutigen Hinweis, dass Camping- und Wochenendplätze nur dem Erholungswohnen nach § 10 der Baunutzungsverordnung dienen. Im Klartext heißt das: Es ist nicht auch künftig nicht erlaubt, seinen Erstwohnsitz auf dem Campingplatz zu haben – sei es im Zelt, im Wohnwagen, im Tiny House oder im Mobilheim.

Teilen: