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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Weniger Verkehrstote in Schleswig-Holstein

Datum 09.03.2020

Schleswig-Holsteins Straßen werden sicherer – das geht aus dem neuen Verkehrssicherheitsberichts der Polizei hervor.

"Insgesamt war die Entwicklung positiv", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote bei der Vorstellung des Verkehrssicherheitsberichts für das Jahr 2019 in Kiel. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verkehrstoten von 122 auf 100 gesunken – das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch die Zahl der Verletzten ist um 0,5 Prozent zurückgegangen.

Schwerpunkt Radverkehr

Bestätigt habe sich jedoch ein Trend des vergangenen Jahres, sagte der Minister. So sei die Zahl der verunglückten Radfahrer erneut gestiegen – 2019 war mehr als jedes vierte Unfallopfer auf dem Rad unterwegs. Besonders deutlich stieg die Zahl der Pedelec-Unfälle: Die elektrisch betriebenen Fahrräder waren 2019 an 730 Unfällen beteiligt – das entspricht einer Steigerung um 24,6 Prozent. Dank der kräfteschonenden Motoren steigen auch immer mehr Senioren wieder auf das Rad um. Trotzdem waren weniger Menschen über 65 Jahren an Unfällen beteiligt als im Vorjahr. Dennoch seien Rentner wegen der hohen Verletzungsgefahr die mittlerweile am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmer, betonte Grote: 2019 starben neun Senioren mehr bei Fahrradunfällen als noch 2018, insgesamt waren es 48. Deshalb werde die Landespolizei 2020 einen besonderen Schwerpunkt auf den Radverkehr legen, kündigte Grote an.

Mehr Rücksicht auf der Straße

Der Minister betonte, wie insgesamt in der Gesellschaft sei auch im Straßenverkehr das Thema "Aggression" sehr präsent. Seit Jahren nähmen Verkehrsstraftaten zu, bei denen andere Menschen gefährdet würden. So sei rund ein Viertel aller Verkehrsunfälle auf Autobahnen auf Aggressionsdelikte wie fehlerhaftes Überholen und ungenügenden Sicherheitsabstand zurückzuführen. "Auch hier gilt, was wir mit unserer Kampagne für mehr Respekt gegenüber Rettungskräften in diesem Jahr thematisiert haben: wir alle müssen wieder rücksichtsvoller und achtsamer miteinander umgehen", forderte Grote.

Verkehrserziehung fruchtet

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern sei erfreulicherweise um 4,4 Prozent zurückgegangen, sagte der Minister. Einen besonderen Anteil daran habe die Verkehrserziehung der Polizei. 2019 hätte die Beamten der Handpuppenbühne "Kantsteinhelden" landesweit rund 600 Auftritte vor 20.000 Kindern gehabt. Darüber hinaus unterstütze die Landespolizei die Schulen bei der Verkehrserziehung in allen ersten Schulklassen sowie bei der Radfahrausbildung in allen vierten Klassenstufen.

LKW-Kontrollen zahlen sich aus

Auch die Zahl der LKW-Unfälle sei im Jahr 2019 erneut um 6,8 Prozent zurückgegangen, auch gab es weniger Verletzte. "Was uns allerdings weiterhin als Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung beschäftigen wird, ist der Zustand der Güterfahrzeuge auf unseren Straßen", sagte Grote. Die Zahl der Beanstandungen steige kontinuierlich, mehr als jeder zweite LKW hatte bei Kontrollen Mängel aufgewiesen. Deshalb sei es richtig gewesen, 2019 den Fokus der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion sicher.mobil.leben auf LKW zu legen.

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