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Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

Portraitfoto Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung

© M. Staudt/grafikfoto.de

Perspektiven aufzeigen

Datum 10.02.2020

Auch in diesem Jahr unterstützt das Land die Diakonie bei der Beratung von Migranten, die in ihre Heimatländer zurückkehren wollen.

"Für viele zu uns gekommene Menschen ist eine Rückkehr in ihr Heimatland oft eine mögliche Option. Wir als Landesregierung wollen diese Menschen dabei unterstützen und Perspektiven in ihrem Heimatland aufzeigen", sagte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts bei der Übergabe des Förderbescheids an Landespastor Heiko Naß. Mit rund 550.000 Euro unterstützt die Landesregierung die Arbeit der zehn unabhängigen Beratungsstellen der Diakonie in Schleswig-Holstein.

Wichtige Hilfestellungen

In Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland, Segeberg, Stormarn, Pinneberg, Steinburg, Herzogtum-Lauenburg, Lübeck und Kiel beraten die Mitarbeiter der Diakonie ausreisewillige Migranten und geben allerhand hilfreiche Informationen – zum Beispiel über Chancen und Risiken der Rückkehr, Reisekostenbeihilfe oder Weiterbildungsmöglichkeiten in ihrem Heimatland. Die Beratungsstellen der Diakonie hätten bereits in der Vergangenheit wichtige Hilfestellungen geben können, sagte Geerdts. "Das bewährte Angebot wollen wir auch in diesem Jahr gewährleisten."

Steigende Ausreisezahlen

Das Angebot wird gut angenommen, sagte Staatssekretär Geerdts. Nicht nur Syrer, sondern auch Personen aus Indien, Georgien oder Nigeria nutzen das Angebot. Auch die gestiegenen Zahlen der Migranten, die freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sind, belegen den Erfolg der Beratungsgespräche: 2019 habe es 757 freiwillige Ausreisen gegeben, 2018 nur 517.

"Die freiwillige Ausreise von Zugewanderten ohne Bleibeperspektive hat für uns ganz eindeutig Vorrang vor einer Abschiebung", sagte der Staatssekretär. Mit dem Beratungsangebot wolle die Landesregierung die freiwillige Rückkehr in das jeweilige Heimatland erleichtern, bevor es zu einer Abschiebung komme.

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