Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Auf der Zielgeraden

Datum 17.12.2019

Die Landesregierung hat den dritten Entwurf der neuen Windenergie-Regionalpläne beschlossen. Die Anhörung beginnt im Januar 2020.

Nach Auswertung der Stellungnahmen zum zweiten Entwurf aus dem vergangenen Jahr sind nun 341 Windenergie-Vorranggebiete mit insgesamt 31.951 Hektar vorgesehen – das entspricht rund 2 Prozent der Landesfläche. Im dritten Planentwurf sind etwa 28.500 Hektar der Vorranggebiete des vorherigen Planentwurfes enthalten geblieben. 2.300 Hektar sind weggefallen, 3.300 Hektar neu hinzugekommen. Die Vorranggebiete sollen es ermöglichen, bis 2025 pro Jahr zehn Gigawatt an Strom aus Windenergie zu produzieren.

Deutlich weniger Änderungen

"Wir sind erkennbar auf der Zielgeraden", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote bei der Vorstellung des Entwurfs. "Im dritten Entwurf gibt es deutlich weniger Änderungen. Wenn es dabei bleibt, können wir die Pläne nächstes Jahr verabschieden." Die Gründe für Änderungen seien vielfältig, sagte der Minister: "Wir haben nochmal an etlichen Stellschrauben gedreht, um die Belastungen für Mensch und Natur so gering wie möglich zu halten. Aber auch Datenkorrekturen, wie zum Beispiel weggefallene Wohngebäude oder verlagerte Großvogelhorste, mussten wir natürlich berücksichtigen."

Offene Gespräche

Grote erklärte, er gehe davon aus, dass die dritte Anhörung auch die letzte sein werde: "Die Änderungen belegen erneut, dass das Verfahren tatsächlich ergebnisoffen geführt wird. Andererseits zeigt sich auch, dass der größte Teil unserer Gebietskulisse nun über mehrere Anhörungsrunden bestätigt wurde."

Der Minister betonte, dass die Landesplanungsbehörde nicht jeder Forderung nachgeben könne, sondern alle Stellungnahmen gemeinsam bewerten müsse. Die Auswertung der Stellungnahmen umfasse mehr als 12.500 Seiten. Jeder Bürger könne ab sofort nachlesen, wie die Argumente bewertet wurden.

Portraitfoto Hans-Joachim Grote

Im dritten Entwurf gibt es deutlich weniger Änderungen. Wenn es dabei bleibt, können wir die Pläne nächstes Jahr verabschieden.

Hans-Joachim Grote

Bevölkerung entlasten

Der Planentwurf berücksichtigt auch die 3.100 bereits aufgestellten Windkraftanlagen. Rund 2.100 von ihnen liegen in den geplanten Vorranggebieten. Weitere 1.000 liegen jedoch außerhalb und müssen mittelfristig abgebaut werden. "Es wird ein deutlicher Rückbau des Wildwuchses aus den frühen Jahren in Gebieten stattfinden, die nicht zuletzt aus Gründen des Menschenschutzes nicht als Windkraftstandort geeignet sind", sagte Grote. "Gerade in den stärker belasteten Regionen Schleswig-Holsteins erreichen wir eine Entlastung der Bevölkerung durch einheitliche, größere Abstände zu Siedlungen."

Bundesgesetz gefährdet Ausbauziele

Die aktuellen Pläne der Bundesregierung, höhere Siedlungsabstände gesetzlich vorzuschreiben, haben laut Grote keine Auswirkungen auf den dritten Planentwurf. "Wir haben bereits bei Standorten ohne Bestandsanlagen Siedlungsabstände von 1.000 Metern eingeführt. Mehr würde unsere Ziele gefährden." Das Land werde daher die vom Bund vorgesehene "Opt-Out-Regelung" im Landesrecht umsetzen, sagte der Minister. Die ermögliche es, auch andere als die vom Bund vorgesehenen Abstände zu wählen.

Dritte Anhörung bis März 2020

Die Details der neuen Windplanung, die Darstellung des Planungsprozesses und weitere Informationen können ab sofort eingesehen werden.

Weitere Informationen zum dritten Planentwurf

Eine Stellungnahme ist möglich, sobald die Öffentlichkeitsbeteiligung nach Bekanntmachung im Amtsblatt startet, das ist am 13. Januar 2020. Die Frist zur Stellungnahme endet zwei Monate später, also am 13. März 2020.

Weitere Informationen zum Online-Beteiligungsverfahren

Teilen: