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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

© M. Staudt/grafikfoto.de

Digitale Landwirtschaft

Datum 01.08.2019

Dank moderner Satellitentechnik können Landwirte in Schleswig-Holstein seit einem Jahr punktgenau aussäen. Die Nachfrage für das Pilotprojekt ist groß.

Eine Frau und ein Mann stehen vor einem Traktor auf einem Feld. Staatssekretärin Kristina Herbst machte sich vor Ort ein Bild vom Einsatz der Daten in der Landwirtschaft. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Kristina Herbst machte sich 2018 in Gnutz selbst ein Bild von dem Projekt. © LVermGeoSH

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft erleichtert den Bauern die Arbeit, zum Beispiel bei der Aussaat. Seit einem Jahr stellt das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) dafür sogenannte "Satellitenkorrekturdaten" zur Verfügung, einen sogenannten R-HEPS-Dienst (reduzierter hochpräziser Echtzeit-Positionierungsservice). Dieser ermöglicht eine hochgenaue Standortbestimmung, die für die Fahrzeugpositionierung notwendig ist.

Die Pilotphase für das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Mittlerweile haben sich rund 300 Nutzer angemeldet, die Tendenz ist eindeutig steigend. Auf das erste Halbjahr 2019 entfallen allein 160 Neuanmeldungen. "Das Angebot ist wichtig und gut für viele Landwirte. Es freut mich, dass es so gut angenommen wird und ein großer Nutzen ist", erklärte Innenstaatssekretärin Kristina Herbst.

Großer Gewinn

Mithilfe des Satellitenkorrekturdatendienstes können Landmaschinen vorher angelernte Strecken autonom lenken und dabei extrem präzise Saatgut oder Dünger ausbringen. Der Landwirt selbst gibt nur noch Gas und bremst. Das Projekt bietet mehr Service für die Landwirte und schützt die Umwelt, machte Herbst klar. Denn die exakte Ausbringung verhindert, dass Saatgut und Düngemittel dabei unnötig überlappen.

Portraitfoto Kristina Herbst

Es freut mich, dass das Angebot so gut angenommen wird und ein großer Nutzen ist.

Kristina Herbst

Anmeldung möglich

Die Kosten für die Nutzung des R-HEPS-Dienstes belaufen sich auf 150 Euro pro Jahr und Empfänger. Die Anschaffungskosten für die notwendigen Geräte trägt der Nutzer selbst. Derzeit können rund 400 Nutzer gleichzeitig in Echtzeit mit dem Signal bedient werden. Eine Registrierung für die Nutzung des R-HEPS-Dienstes ist hier möglich:

www.sapos.geonord.de