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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Gemeinsam für den ländlichen Raum

Datum 15.05.2019

Seit 2015 hat die Europäische Union 602 Projekte in ganz Schleswig-Holstein gefördert. Insgesamt wurden fast 160 Millionen Euro investiert.

Was haben der Radweg in Wesselburen, die Schnellladesäulen in Oststeinbek und das Wikinger-Museum in Haithabu gemeinsam? Für alle diese Projekte gab es Fördermittel von der Europäischen Union (EU), genauer aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Seit 2015 sind mehr als 60 Millionen Euro aus Brüssel in den echten Norden geflossen. Gemeinsam mit Geldern des Landes, der Kreise und Gemeinden wurden so Investitionen in Höhe von fast 160 Millionen Euro ermöglicht.

Millionen für die Regionen

Die meisten der 602 geförderten Projekte stammen aus dem Kreis Nordfriesland, 97 Vorhaben unterstützte die Europäische Union mit insgesamt 11,2 Millionen Euro. Auf Rang zwei liegt der Kreis Schleswig-Flensburg mit 63 Projekten, in die fast 10,5 Millionen Euro geflossen sind. "Das alles zeigt die Bandbreite der Möglichkeiten, welche unseren Kommunen und auch anderen Projektträgern durch die EU-Förderung zur Verfügung stehen", sagte Innenminister Hans-Joachim Grote.

Chancen nutzen, Zukunft gestalten

97 Prozent der Landesfläche sind ländlich geprägt, hier leben rund 78 Prozent der Schleswig-Holsteinerinnnen und Schleswig-Holsteiner. Der ländliche Raum sieht sich zahlreichen Herausforderungen gegenüber, etwa dem demografischen Wandel, globalisierten Märkten oder der Energiewende. Doch alle diese Entwicklungen halten auch große Chancen bereit: Als Deutschlands Spitzenreiter beim Breitbandausbau macht der echte Norden schon heute die Gebiete außerhalb der Städte fit für die Zukunft. Digitale Angebote erleichtern den Bürgern Behördengänge und sogar Arztbesuche.

Gleichzeitig ist der ländliche Raum ein Gegenpol zum turbulenten und häufig anonymen Stadtleben. Naturnähe, Ruhe und eine funktionierende dörfliche Gemeinschaft – das macht große Teile des echten Nordens aus. Damit steht Schleswig-Holstein auch sinnbildlich für Europa: 56 Prozent der Europäer leben in ländlichen Gebieten, die mehr als 90 Prozent der Gesamtfläche der EU ausmachen. Deshalb fördert ELER auch Projekte, die das Zusammenleben im Dorf verbessern, Umwelt und Natur schützen oder neue Formen der Mobilität erproben.

Übersicht: EU-Fördermittel für den ländlichen Raum

KreiseBewilligungsantrag
Gesamtsumme60,46
Nordfriesland11,24
Schleswig-Flensburg10,46
Ostholstein5,70
Steinburg5,24
Dithmarschen5,21
Rendsburg-Eckernförde5,21
Herzogtum Lauenburg4,56
Pinneberg4,48
Segeberg3,78
Stormarn2,58
Plön2,00