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Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration

Portraitfoto Hans-Joachim Grote
Hans-Joachim Grote

Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration

Innenministerium

Land entlastet Geflügelhalter

Datum 18.04.2019

Freilandhühner tierwohlgerecht zu halten, wird jetzt unbürokratischer und kostengünstiger. Das Innenministerium erleichtert die Freilandhaltung.

Henne unter einem Baum Henne (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Legehennen können nun leichter umziehen im echten Norden. © M. Ruff / grafikfoto

Steht auf der Eierpackung "Freilandhaltung", dann stammt das Ei vielleicht von Hennen, die in mobilen Ställen gehalten werden. Diese Ställe werden häufig verlegt, damit sich der Boden erholen kann. Bislang brauchten Halter im Regelfall für jede Aufstellfläche eine separate Genehmigung und mussten dafür je ein eigenes Immissionsgutachten einholen.

Dies ändert sich nun: Ställe, die auf der Straße bewegt werden dürfen, brauchen keine Genehmigung. Für andere versetzbare Ställe mit Platz für bis zu 1.000 Hennen reicht ab sofort grundsätzlich eine einmalige Genehmigung der Bauaufsichtsbehörden aus.

Mehr Wohl für das Tier

"Die häufige Verlegung der Ställe sorgt dafür, dass der Boden sich besser regenerieren kann. Und die Hennen können sich mehr als bislang auf frischem Grün bewegen. Für mich ist das deshalb Freilandhaltung plus", sagte Staatssekretärin Kristina Herbst. Der Erlass sorge für Rechtssicherheit und erspare Arbeit und Kosten.

Vorteile auch für Nachbarn

Künftig können Tierzüchter auf ein generelles Gutachten des Bauernverbandes über Mindestabstände zum Beispiel zu Wohnhäusern zurückgreifen. "Davon profitieren auch die Anlieger der Höfe. Denn die einzuhaltenden Abstände sind durch das Generalgutachten normalerweise größer und die Belastungen geringer als bei Einzelgutachten, die speziell für den Landwirt angefertigt werden", erklärte Herbst.